
20. Mai 2021 Frank Albers
Als Ersatz für den traditionellen Empfang des Deutschen Botschafters, den es in jedem Jahr am Veranstaltungsort gibt, fand am Donnerstag eine Online-Pressekonferenz mit Jendrik statt. Nach einem kleinen Grußwort durch den Botschafter, konnten Fragen an Jendrik gestellt werden.

Die Frage von OGAE Germany, ob Jendrik Hass oder verletztende Bemerkungen auch privat immer mit einer postiven Gegenreaktion begegnen würde, antwortete er, dass er unterscheiden würde zwischen wirklichem Hass (Hate) und verletzenden Bemerkungen zu Oberflächlichkeiten. Letztere würde er unkommentiert an sich abprallen lassen, bei ersterem hätte er bisher nur gute Erfahrungen gemacht, wenn er auf die Menschen, die ihm mit Hass begegnen, tatsächlich offensiv zugeht.
Für die Zeit nach dem ESC träumt Jendrik von einer Rolle in einer Fernsehserie im deutschen Fernsehen, in der er seine Fährigkeiten als ausgebildeter Musicaldarsteller voll einbringen kann. Schließlich hat er Gesang, Tanz und Schauspiel studiert.
Zum Thema Covid und den positiven Tests innerhalb der isländischen Band und bei Duncan Laurence, betonte er, dass er und sein Team sehr vorsichtig seien. Es würde keine persönlichen Treffen mit anderen Sängern und Sängerinnen geben, auch wenn er diese sehr vermissen würde. Trotz alledem ist die Stimmung bei ihm, im Team und der Delegation sehr gut. Er erlebt eine großartige Zeit in Rotterdam.
Jendrik erzählte, dass er mit seiner Stimme auch im Chorus des isländischen Titels „10 Years“ dabei ist. Und seinen Freund, der aufgrund der Bestimmungen nicht mit nach Rotterdam reisen konnte, hat er trotzdem dabei. Er singt eine der Stimmen in den Backing Vocals von „I Don’t Feel Hate“. So ist er virtuell mit ihm auf der Bühne dabei.
Gesungen wurde in der Pressekonferenz natürlich auch. Jendrik stellte neben „I Don’t Feel Hate“ auch eine Ukulele-Version von Lenas Siegertitel „Satellite“ vor, zu dem er spontan noch einen deutschen Text entwickelte. Toll!
Als niederländischer „Gastgeber“ war Jeangu Macrooy aus einem kleinen Café dazu geschaltet. Von dort sang er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder eine Acapella-Version von „Birth Of A New Age“. Jendrik war tief beeindruckt von Jeangus Stimme und freut sich auf Samstag, wenn sich die beiden persönlich kennenlernen können.

Fotos: Screenshots PK NDR