Die zehn Finalisten aus dem 2. Halbfinale

20. Mai 2021 Reinhard Ehret

Aus dem 2. Halbfinale haben sich für das „Grand Final“ qualifiziert (in Klammern die ausgeloste Starthälfte): Albanien (1.), Serbien (1.), Bulgarien (2.), Moldau (2.), Portugal (1.), Island (1.), San Marino (2.), Schweiz (1.), Griechenland (1.), Finnland (2.). Das Starterfeld ist also komplett. Wir sind gespannt auf die Startreihenfolge für Samstag.

Nachtgedanken-Spezial: Die Prognose zum 2. Halbfinale

20. Mai 2021 Frank Albers

Reinhard und Frank wagen sich an eine Prognose für das 2. Halbfinale 2021. Wie könnte es ausgehen? Hier bekommt Ihr einen Vorschlag.

Kamera: Biggi Müller
Schnitt: Reinhard Ehret

Fernseh-Tipp: Eurovision bei „Kunscht“, 20.5., 22:45 Uhr

20. Mai 2021 Frank Albers

Am Donnerstagabend (20.5.) könnt Ihr um 22:45 Uhr im SWR im Kulturmagazin „Kunscht“ einen Beitrag zum ESC 2021 in Rotterdam unseres Mitglieds Lothar Zimmermann sehen. Wer zu dieser Zeit noch das zweite Halbfinale live auf ONE schaut, kann sich den Kunscht-Beitrag später auch in der ARD Mediathek oder online ansehen.


Fotos: Lothar Zimmermann und Sharon Cohen

Pressekonferenz mit Jendrik

20. Mai 2021 Frank Albers

Als Ersatz für den traditionellen Empfang des Deutschen Botschafters, den es in jedem Jahr am Veranstaltungsort gibt, fand am Donnerstag eine Online-Pressekonferenz mit Jendrik statt. Nach einem kleinen Grußwort durch den Botschafter, konnten Fragen an Jendrik gestellt werden.

Die Frage von OGAE Germany, ob Jendrik Hass oder verletztende Bemerkungen auch privat immer mit einer postiven Gegenreaktion begegnen würde, antwortete er, dass er unterscheiden würde zwischen wirklichem Hass (Hate) und verletzenden Bemerkungen zu Oberflächlichkeiten. Letztere würde er unkommentiert an sich abprallen lassen, bei ersterem hätte er bisher nur gute Erfahrungen gemacht, wenn er auf die Menschen, die ihm mit Hass begegnen, tatsächlich offensiv zugeht.
Für die Zeit nach dem ESC träumt Jendrik von einer Rolle in einer Fernsehserie im deutschen Fernsehen, in der er seine Fährigkeiten als ausgebildeter Musicaldarsteller voll einbringen kann. Schließlich hat er Gesang, Tanz und Schauspiel studiert.

Zum Thema Covid und den positiven Tests innerhalb der isländischen Band und bei Duncan Laurence, betonte er, dass er und sein Team sehr vorsichtig seien. Es würde keine persönlichen Treffen mit anderen Sängern und Sängerinnen geben, auch wenn er diese sehr vermissen würde. Trotz alledem ist die Stimmung bei ihm, im Team und der Delegation sehr gut. Er erlebt eine großartige Zeit in Rotterdam.

Jendrik erzählte, dass er mit seiner Stimme auch im Chorus des isländischen Titels „10 Years“ dabei ist. Und seinen Freund, der aufgrund der Bestimmungen nicht mit nach Rotterdam reisen konnte, hat er trotzdem dabei. Er singt eine der Stimmen in den Backing Vocals von „I Don’t Feel Hate“. So ist er virtuell mit ihm auf der Bühne dabei.

Gesungen wurde in der Pressekonferenz natürlich auch. Jendrik stellte neben „I  Don’t Feel Hate“ auch eine Ukulele-Version von Lenas Siegertitel „Satellite“ vor, zu dem er spontan noch einen deutschen Text entwickelte. Toll!

Als niederländischer „Gastgeber“ war Jeangu Macrooy aus einem kleinen Café dazu geschaltet. Von dort sang er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder eine Acapella-Version von „Birth Of A New Age“. Jendrik war tief beeindruckt von Jeangus Stimme und freut sich auf Samstag, wenn sich die beiden persönlich kennenlernen können.

 

Fotos: Screenshots PK NDR

Die Wertung des OGAE-Germany-Teams zum Halbfinale 2

20. Mai 2021 Frank Albers
Und natürlich hat das Rotterdamer OGAE-Team (online und vor Ort) auch eine Meinung zum 2. Halbfinale.
Ganz subjektiv hier das Ergebnis der Abstimmung innerhalb unseres Teams (Simon, Marc, Sigi, Karl, Biggi, Herbie, Wolfgang, Reinhard, Lothar, Stefan und Frank) nach der Juryshow am Mittwochabend:
Dürften wir Jury sein, dies wäre unser Ergebnis für das zweite Halbfinale:
1. Schweiz 94 Punkte (höhere Anzahl Einzelwertungen)
2. Portugal 94
3. Dänemark 77
4. Bulgarien 75
5. Island 60
6. San Marino 53
7. Österreich 50
8. Estland 21
9. Griechenland 20
10. Georgien 18
11. Finnland 16
12. Moldau 14
13. Tschechien 9 (alle drei gleiche Anzahl Einzelwertungen)
Serbien 9
Albanien 9
16. Polen 4
17. Lettland 0
Ein paar interessante Überraschungen gab es, die natürlich auf einige ganz spezielle musikalische Vorlieben einiger Teammitglieder hindeuten…

Interview mit Fyr og Flamme (Daenemark): Wir lieben die gute alte Grand Prix-Zeit als noch in Landessprache gesungen wurde

20. Mai 2021 Marc Gehring

Dänemark wählte seinen ESC Beitrag „Øve os på hinanden“ 2021 über den Dansk Melodi Grand Prix am 6. März 2021 aus. Die strahlenden Gewinner waren Jesper Groth und Laurits Emanuel – besser bekannt als Fyr og Flamme. Mit den beiden Jungs führten wir ein virtuelles Interview per Skype. Viel Spaß!

Wie viel Druck spürt ihr, weil ihr Dänemark beim ESC vertretet?

Jesper: Ich sehe das wie beim Sport. Wir müssen unser Bestes für Dänemark geben.

Laurits: Seit Jesper und ich miteinander musizieren war der ESC immer ein Ziel von uns. Wir lieben z.B. die Auftritte von Tommy Seebach beim ESC. Jetzt wird unser Traum wahr.

Wie ist eurer Name entstanden?

Laurits: „Fyr & Flamme“ bedeutet Feuer und Flamme für etwas sein. Es sind zwei Wörter und wir sind zu zweit. Das passt doch prima. Und wir sind einfach Feuer und Flamme für den Sound der 80iger. Wir lieben die Musik der Pet Shop Boys und von Modern Talking.

Wie habt ihr euch denn kennengelernt? Im Internet ist zu lesen, dass ihr euch in einer sogenannten Friday Bar getroffen habt?

Jesper: Das waren die Tage unserer Jugend auf dem Campus an der Universität. Von Montag bis Donnerstag studiert man auf Teufel komm raus und ab Donnerstag Abend wird die Kantine dann von den Studierenden übernommen und verwandelt sich in eine große Party-Zone. Das waren unvergessliche Abende.

Laurits: Ich habe Musik und Jesper hat Schauspiel studiert und die Fakultäten lagen direkt nebeneinander. Da ich dann Musik für das Theater geschrieben habe, sind wir immer wieder aufeinander getroffen. Es war gleich eine Sympathie da, denn wir kommen Beide vom Land und haben denselben verrückten Musikgeschmack. Es hat dann aber sage und schreibe 5 Jahre gedauert, bis wir beschlossen haben gemeinsam Musik zu machen.

Seit eurem steilen Aufstieg in der dänischen Musikszene im Jahr 2020 habt ihr gleich drei Hits in den dänischen Top-20-Musik-Charts gelandet.

Jesper: Ja, unser erster Song Menneskeforbruger , das bedeutet soviel wie Menschen-Esser, war Nummer 12 im Jahr 2020. Die Nachfolgesingle Kamæleon war dann schon Nummer 7 im selben Jahr und Øve os på hinanden dann 2021 unser erster Nummer 1-Hit.

Wie erklärt Ihr euch diesen großen Erfolg in Dänemark?

Laurits: Wir sind aktuell die Einzigen im dänischen Musikmarkt, die diesen 80iger Sound in Kombination mit dänischen Texten anbieten. Ich vermute aber, dass viele Dänen insgeheim den Sound von früher lieben und wir sie mit unserer Musik einfach wieder darauf aufmerksam gemacht haben. Das schlummerte quasi schon in ihnen.

Jesper: Wir versuchen nicht krampfhaft cool zu sein, denn das sind wir nicht. Wir tun nur einfach das, was wir lieben und wollen den Leuten in dieser schweren Zeit etwas gute Laune und vor allem Hoffnung schenken.

Laurits Emanuel (vorne) Jesper Groth (hinten) sind Fyr og Flamme (Foto Paw Gissel)

„Øve os på hinanden“ ist der erste komplett auf Dänisch gesungenen ESC Beitrag seit 1997. Habt ihr Pläne den Song im Halbfinale zum Teil auf Englisch zu singen oder vielleicht eine englische Version zu veröffentlichen?

Laurits: Nein, das ist derzeit nicht geplant. Wir möchten mit unserem Sound an die gute alte Zeit beim ESC erinnern als alle Songs noch in Landessprache gesungen wurden. Das macht für uns einen besonderen Reiz aus und daher wollen wir das auch nicht ändern. Wir arbeiten gerade an einem neuen Album und die Songs werden daher auch alle auf Dänisch sein.

Habt ihr „Øve os på hinanden“ speziell für den MelodiGrandPrix geschrieben?

Laurits: Nein, aber als wir den Song fertig hatten, haben wir bemerkt, dass das prima passen könnte und so waren wir uns schnell einig, dass wir es beim MelodiGrandPrix versuchen wollen. Wir haben noch ein paar weitere Songs in der Hinterhand, die bereits fertig sind und die sehr gut beim ESC funktionieren könnten. Ihr dürft gespannt sein.

Wie kam eure Choreografie für Rotterdam zustande?

Jesper: Die Choreografin wollte mit uns Tanzschritte einstudieren. Aber sie hat schnell gemerkt, dass das überhaupt nicht authentisch wirkt und so haben wir uns entschieden, den Auftritt beim MelodiGrandPrix als Orientierung zu nehmen, sowohl was die Outfits angeht ,als auch die LED-Projektionen.

Gibt es dänische und internationale ESC-Erinnerungen, die euch geprägt haben?

Laurits: Ja, natürlich der unvergessene Tommy Seebach, aber auch Birthe Kjaer mit „Vi maler byen rød“, die 1989 in Lausanne Dritte wurde. Das ist übrigens auch mein Geburtsjahr. International gesehen hat mich Johnny Logan mit „Hold Me Now“ sehr beeindruckt und auch Brainstorm „My Star“. Der Sänger war so erfrischend charismatisch und ganz in seiner eigenen Welt versunken.

Jesper Groth (links unten) und Laurits Emanuel (rechts) sind Fyr og Flamme (Foto Paw Gissel)

Laurits, wie würdest Du Jesper jemandem vorstellen oder beschreiben?

Laurits: Jesper ist ein Schauspieler, der vor allem durch seine Rolle in der Fernsehserie Sygeplejeskolen (Die Schwesternschule) bei uns in Dänemark bekannt wurde. Die Serie spielt in den 50iger Jahren und es geht um die erste weibliche Krankenpflegerin. Außerdem ist er ein toller Comedian und für jeden Spaß zu haben.

Jesper, stelle Du doch bitte Laurits vor.

Jesper: Also er (Laurits) ist ein Künstler, den man in keine Schublade stecken kann. Und wenn man das versucht, dann verändert er sich um 180 Grad und macht etwas anderes und geht seinen eigenen Weg. Außerdem ist Laurits derjenige von uns, der die Eier hatte zu sagen, wir machen jetzt unseren 80iger Sound auf Dänisch, egal was andere sagen.

Habt Ihr für die Zeit nach Rotterdam eine Tournee oder Konzerte geplant?

Laurits: Ob du es glaubst oder nicht, wir haben noch kein eigenes Konzert gegeben. Wegen Corona wurde alles immer verschoben.

Strebt ihr denn auch eine internationale Karriere an, wenn es in Rotterdam gut läuft?

Jesper: Zumindest hätten wir total Bock darauf auch in unseren Nachbarländern aufzutreten. Also wenn ihr uns fragt, dann kommen wir gerne nach Deutschland.

Jesper und Laurits, herzlichen Dank für Interview und viel Erfolg für das zweite Halbfinale. Habt ihr zum Abschluss noch eine Message für eure Fans? 

Jesper und Laurits: Vielen Dank an die Fans für eure Unterstützung und ruft für uns an, denn uns Song steht für Hoffnung und Energie.

 

Goedemorgen aus Rotterdam zum 12. Probentag, 20.5.

20. Mai 2021 Frank Albers

Nach einer hoch interessanten Juryshow gestern Abend und vielen neuen Erkenntnissen zu einem möglichen Ausgang des zweiten Halbfinals wird es heute wieder ernst: Die Auswahl der 10 letzten Finalisten. Werden sich alle Favoriten tatsächlich durchsetzen? Welcher Überraschungskandidat zieht möglicherweise entgegen aller Vorhersagen ins Finale ein? Dieses Halbfinale hat es wirklich in sich. Zudem haben wir gestern am Beispiel Island gelernt, dass der „Auftritt“ per Video nicht unbedingt von Nachteil sein muss.

Wir melden uns nach der dritten Generalprobe heute Nachmittag mit unserer Prognose bei Euch und zwischendurch natürlich immer wieder mit aktuellen Nachrichten, hier auf ogae.de und auf facebook.

Wenn man mal eine Atempause vom ESC braucht, kann man hier in Rotterdam wunderbar auf Schiffsafari gehen. In den alten Hafenbecken in der Innenstadt und am Ufer der Maas liegen unzählige historische Schiffe und Boote, die darauf warten und davon träumen irgendwann einmal wieder in See zu stechen.

Einen spannenden Halbfinal-Tag wünscht euch

Euer OGAE-Team

LIVE-BLOG zum Nachlesen: Die Juryshow (Halbfinale 2)

19. Mai 2021 Marc Gehring

Goedenavond zum zweiten Live-Blog bei OGAE Germany. Nach der erfolgreichen Premiere am Montag könnt ihr auch die Juryshow für Halbfinale 2 per Live-Blog bei uns verfolgen.

Wer singt wie stark in der Juryshow? Wem flattern die Nerven? Wie wirkt sich der Covid-Fall bei der isländischen Band Gagnamagnid aus? Tritt US-Rapper Flo Rida tatsächlich mit Senhit auf? Welche Länder überraschen mit Last-Minute-Änderungen? Wer tritt auf als Opening Act und wer ist Interval Act?

Wir möchten für euch die Ereignisse und den Ablauf der Juryshow live bloggen, das heißt dieser Beitrag wird laufend aktualisiert. LIVE mitlesen funktioniert ganz einfach, ihr müsst nur den Beitrag ebenfalls regelmäßig aktualisieren.

Wie läuft heute Abend das ESC Jury-Voting ab? Die nationalen Jurys vergeben die Hälfte aller Punkte beim ESC. Dafür treffen sich die Jury-Mitglieder eines Landes und schauen heute Abend gemeinsam die Juryshow an. Jedes Jury-Mitglied erstellt daraufhin, basierend auf Stimme, Komposition und Originalität des Liedes, eine Rangliste. Dabei soll dies jeder unabhängig von den anderen tun. Sobald alle Listen fertiggestellt sind, werden sie von der EBU überprüft und in Punkte umgerechnet. Die Jurys bestimmen also heute Abend schon zu 50% mit, welche 10 Länder sich dann am Donnerstag 20.5.21 in der TV Live Show für das Finale qualifizieren.

Wie läuft unser OGAE Live-Blog Voting ab? Stefan, Simon und Marc werden in die Rolle von Jury-Mitgliedern schlüpfen. Dabei werden wir versuchen die einzelnen Songs aus Jury-Sicht bewerten, also ein besonderes Augenmerk auf Stimme, Komposition und Originalität werfen. Pro Song vergeben wir 1 – 12 Punkte.

Da die Juryshow nicht live im TV oder Internet für alle frei zugänglich übertragen wird, habt ihr so die Möglichkeit per Live-Blog dabei zu sein oder die Geschehnisse dann in den Folgetagen nachzulesen. Da wir live und mit hoher Geschwindigkeit bloggen, bitten wir euch, kleine Rechtschreibfehler zu verzeihen.

Beginnen wird Stefan mit dem Opening Act, ab Startnummer 7 übernimmt Simon und Marc wird ab Startnummer 13 bloggen. Viel Spaß!

Nach dem Te Deum, der Eurovisionsfanfare, führen uns wieder Lichtbänder in den Nationalfarben der Teilnehmerländer von Tiny-Haus zu Tiny-Haus quer durchs Land und schließlich ins Ahoy.

Im Intro sorgen der Breakdancer Redouan Ait Chitt alias Redo und die in den Niederlanden erfolgreiche Sängerin Eefje de Visser für Stimmung. „2020 Artist of the Year“ heißt das anfangs sphärische und später elektornisch flotteWerk, das Eefje intoniert und Redo in Bewegung umsetzt, teils begleitet vom ESC-Ballett. Redos Leistung ist umso bewundernswerter, als er sich dies Berufung trotz einer körperlichen Beeinträchtigung erkämpft hat. Ein Beispiel dafür, dass jede und jeder due Erwartungen übertreffen können. Am Ende ist zu sehen, dass eine seiner Hände nicht voll entwickelt ist.

Das Moderatorenquartett ist neu eingekleidet, das heißt Edsilia Rombley, Chantal Janzen und Nicki Tutorials tragen neue elegante Abendgarderobe; Jan Smit wieder einen dunklen Anzug., diesmal mit Fliege statt Krawatte. Nach der üblichen Begrüßung und Erklärung geht es auch schon los.

Startnummer 1 San Marino: Senhit – Adrelanina

In Senhits Kopfschmuck befinden sich nun keine Madonnenbilder oder Schriftzüge mehr, sondern goldene Ornamente. Nächste Änderung zu den bisherigen Proben: die Begleittänzer waren beim umziehen. Sie tragen keine Ganzkörperschutzanzüge mehr, sondern weite Rüschenhem und eine Art Schnabel-Kappen sind nun angesagt. Weiters steht nun – wie gestern angekündigt – wirklich der Rapper und Co-Autor Flo Rida persönlich auf der Bühne, nicht ein Ersatzmann. Das könnte für einen Bonus sorgen. Als Künstler, etwa ft. Flo Rida, wird er aber nicht eingeblendet. Der Auftritt läuft im Übrigen ,wie aus den Proben bekannt routiniert ab. Insgesamt die richtige Eröffnungsnummer zum warm werden

Punkte 22/36 (Marc7 + Simon7 + Stefan8)

Startnummer 2 Estland: Uku Suviste – The Lucky One

Auch Uku spult seinen Auftritt ohne Probleme ab und singt seinen Verdruss in die Welt hinaus. Er wagt inszenatorisch keine Experimente. Er beherrscht den Flirt mit der Kamera und wirkt heute sehr sicher, v.a. auch stimmlich.

Punkte 15/36 (Marc4 + Simon5 + Stefan6)

Startnummer 3 Tschechien: Benny Cristo – omaga

Dann wird es mit Benny in seiner goldglitzernden Jacke wieder lockerer. Er wirkt immer lässig, als ob er das Ganze so nebenbei aus dem Ärmel schütteln würde, ebenso seine Tanztruppe. Zwar nicht der Prinz von Bel Air, aber der von Rotterdam. Gegen Ende hat er auch die Atmung unter Kontrolle.
Insgesamt springt die Begeisterung aber nicht sofort über.

Punkte 13/36 (Marc4 + Simon4 + Stefan5)

Startnummer 4 Griechenland: Stefania – Last Dance

Gut, dass wir zu Hause vorm Bildschirm sitzen und nicht in der Halle. Dort würde man den Großteils von Stefanias Hüftschwüngen vor der Green Wall nicht sehen. Das Konzept der tanzenden Textilien und der unsichtbaren Treppe wird ohne Probleme umgesetzt, nur vom schrillen Hintergrund kann einem schwindlig werden. Der Gesang ist sauber, aber auch emotionslos.

Punkte 19/36 (Marc6 + Simon7 + Stefan6)

Startnummer 5 Österreich: Vincent Bueno – Amen

Das zweite Amen des Jahres hat laut Wettquoten bessere Chancen auf einen zweiten Auftritt als das Flehen aus Slowenien. Der Auftritt wird auch im Breitformat ausgestrahlt. Anscheindend wirken die Beleichtungseffekte dann besser. Im Übrigen macht Vincent soweit alles richtig und legt viel Gefühl in die Stimme.

Punkte 23/36 (Marc8 + Simon7 + Stefan8)

Startnummer 6 Polen: Rafal – The Ride

Die Handleuchtenshow aus Polen mit Tischfeuerwerk zündet immer noch nicht. Technisch einwandfrei, die Choreoschritte sitzen, aber Rafal wirkt eher gelangweilt, wenn auch nicht im Ausmaß der bisherigen Proben. Weniger nach dem Motto was solls, als eher anständig untergehen.

Punkte 8/36 (Marc3 + Simon2 + Stefan3)

 Und jetzt wechseln wir von Stefan zu Simon.

Vielen Dank, Stefan! Nun haben wir eine kleine Pause. Nikkie zeigt Schnippsel aus ihrer Onlinesendung. Es sind Menschen aus aller Welt zu sehen, die zu Eurovisonsliedern singen und tanzen; Molly Sandén richtet ebenfalls Grüße nach Rotterdam. Die 28-jährige Schwedin hatte letztes Jahr dem Eurovision Film „The Story of Fire Saga“ ihre unglaubliche Stimme geliehen und war mit dem daraus entstandenen Lied „Hussavik“ sogar für einen Oscar nominiert. Außerdem kommt der heimische Jeangu ins Bild. Dann machen Edsilia und Jan noch schnell ein Selfie, bevor es weiter im Programm geht.

Startnummer 7 Moldau: Natalia Gordienko – Sugar

Natalia Gordienko startet wieder auf ihrem menschlichen Thron aus vier Männern. Sie tanzt und tippelt sich auf ihren High Heels durch die drei Minuten. Am Ende sitzt zum Glück der letzte Ton ganz passabel. Farblich und von den Linien her könnte sich der eine oder andere an den gestrigen Auftritt von Kroatien erinnert fühlen. Und auch Moldau steht bei den Buchmachern stark auf der Kippe.

Punkte 15/36 (Marc 3 + Simon 5 + Stefan 7)

Startnummer 8 Island: Dadi og Gagnamagnid – 10 Years

Dadi und vier Gagnamagnids könnten wir jetzt auf der Bühne sehen. Denn der fünfte wurde heute leider ebenfalls positiv getestet und deswegen konnte Island zwischen dem Auftritt zu fünft oder einem Video entscheiden. Sie entschieden sich für alle oder keiner und deswegen sehen wir jetzt den Auftritt vom zweiten Probentag. Würde niemand was sagen, würde es eh keiner merken. Aber natürlich wird hier beim ESC nichts verschwiegen. Der Auftritt dürfte auch so genauso rüberkommen, als wenn sie live vor Ort gewesen wären. Also wird das möglicherweise sogar eher Vorteile mit sich bringen können?

Punkte 26/36 (Marc 10 + Simon 8 + Stefan 8)

Startnummer 9 Serbien: Hurricane – Loco Loco

Die drei Damen hüpfen sich freudig durch ihren Auftritt. Die Kameraperspektiven lassen synchrone Bewegungen etwas verpuffen. Aber endlich sitzt es stimmlich wesentlich besser als noch heute Nachmittag im Dress Rehearsal. Sollte Serbien morgen ausscheiden, wäre keine Nation des ehemaligen Jugoslawiens im Finale.

Punkte 15/36 (Marc 5 + Simon 5+ Stefan 5)

Startnummer 10 Georgien: Tornike Kipiani – You

Tornike singt solide, wenn auch nicht herausragend. Der Auftritt wie bekannt sehr minimalistisch. Das könnte gut ankommen. Aber ob es nicht ein wenig zu minimalistisch ist? Ich schätze, dass Georgien auch bei den Juroren durchfallen wird. „You“ ist übrigens der einzige Song aus dem Jahrgang 2021, welcher noch keinen Eintrag in die deutsche Wikipedia erhalten hat. Bitte, liebe Leser dieses Blogs, ändert dies doch bis zum Finale in drei Tagen! Selbst wenn wir Tornike dort leider gar nicht erleben werden. Oder?

Punkte 13/36 (Marc 3 + Simon 3 + Stefan 7)

Startnummer 11 Albanien: Anxhela Peristeri – Karma

Anxhela lädt zum Dinner in ihrer Postkarte ein und spielt dazu die Geige. Viele Männer (und Frauen) dürften sich über ein Abendessen mit der schönen Albanerin gewiss freuen. Nun zum Auftritt: Wer erinnert sich noch an Iveta Mukuchyan? Kann mir keiner sagen, dass Albanien nicht von Armenien abgeguckt hat. Was die Kraft in der Stimme angeht: Hell ya, da kann Anxhela keine(r) keiner das Wasser reichen und da müsste sie definitiv weiterkommen! Aber reicht das bei dieser Power-Ballade aus Albanien? Reichen Punkte der Jury?

Punkte 16/36 (Marc 5 + Simon 7 + Stefan 4)

Startnummer 12 Portugal: The Black Mamba – Love Is On My Side

Portugal startet natürlich in Schwarz-Weiß. Warum auch nicht. Passt zu der Musik. Die ruhige, getragene Ballade wird  fehlerfrei gesungen. Das werden die Juroren honorieren. Knackpunkt könnte die Stimme des Sängers sein. Aber an Beliebtheit hat der Song in den letzten anderthalb Wochen innerhalb des Pressezentrums klar zugenommen. Ich persönlich verkörpere die Stimme derjenigen, die diese Stimme nicht hören mögen. Auch die E-Gitarre zwischendurch wirkt auf mich ein wenig Fehl am Platz. Dennoch glaube ich, dass Portugal ziemlich sicher ins Finale kommen wird.

Punkte 24/36 (Marc 8 + Simon 4 + Stefan 12)

Es folgt eine kleine Pause. Moderatorin Chantal unterhält sich mit Helena Paparizou, welche allerdings auf dem Dach eines Hochhauses steht. Doch das ist kein Liveauftritt, sondern eine Videoaufzeichnung. Wie gestern bzw. vorgestern auch Mans Zelmerlöw. Oder können die das echt soooo perfekt wiederholen? Ich glaube ja nicht.

Jetzt geht es weiter und wir wechseln ein weiteres Mal. Von Simon geht es nun weiter zu Marc.

Startnummer 13 Bulgarien: VICTORIA – Growing Up Is Getting Old

Leise rieselt der Sand. Auf einem schwimmenden sandigen Block sitzt Victoria. Growing Up Is Getting Old singt sie ganz in sich gekehrt. Das Foto ihres Papas liegt neben ihr. Ihr grau-blauer Schlabberanzug ist allerdings etwas gewöhnungsbedürftig. Stimmlich dürfte das die Jury in Verzückung versetzen: das klingt zerbrechlich und hochemotional zugleich. Da kommen Billie Eilish-Vibes auf!

Punkte 30/36 (Marc 8 +Simon 12 +Stefan 10)

Startnummer 14 Finnland: Blind Channel – Dark Side

Kein ESC ohne Rock. Und zum Lordi-Land der tausend Seen passt das natürlich wie die Faust aufs Auge. Put Your Middle Fingers Up ist quasi das Motto von Dark Side und daher sind die Mittelfinger effektvoll mit roten Tapes in Szene gesetzt. Der Auftritt von Blind Channel geht voll auf die 12 und ein Pyro-Feuerwerk darf natürlich nicht fehlen. Wem es bis hierhin zu ruhig war, der ist spätestens jetzt wach. Schneidet sicher im Televoting deutlich besser ab, als bei den Jurys. Immerhin ist der Song selbst komponiert.

Punkte 20/36 (Marc 6 +Simon 6 +Stefan 8)

Startnummer 15 Lettland: Samanta Tina – The Moon Is Rising

Nun die grüne Invasion von Samanta auf dem Mond. Die Visiere der Background-Tänzerinnen sind gleichzeitig ein praktischer Covid-Schutz. Tolle Kamera-Shots von oben auf die Bühne. Der Sound ist eher futuristisch und weniger melodisch. Die unvergessene Aminata hat zusammen mit Tina und Oskars Uhans dieses Werk komponiert und getextet. Für eine Mond-Mission reicht das, aber fürs Grand Final wird das eng.

Punkte 8/36 (Marc 4 +Simon 2 +Stefan 2)

Startnummer 16 Schweiz Gjons Tears – Tout l’univers

Nun tauchen wir ein in Gjons Universum. Ergreifend schön auf Französisch gesungen mit unglaublicher Stimmakrobatik und vielen hohen Tönen. Sowas dürfte die Jury sehr beeindrucken. Das weiße Stuhl-ähnliche Gebilde hinterlässt jedoch Fragezeichen. Ebenso die etwas sehr voluminös ausgefallene Hose und Bluse von Gjon. Guido Maria Kretschmer von Shopping Queen würde sagen: Das tut nichts für Dich. Großes Lob aber an die Schweiz dafür, dass man nicht versucht hat den Siegerauftritt von Duncan Laurence einfach zu kopieren. Die Eidgenossen sind auch 2021 im Kampf um den ESC Thron voll mit im Rennen.     

Punkte 30/36 (Marc 10 +Simon 10 +Stefan 10)

Startnummer 17 Dänemark: Fyr og Flamme – Ove os pa hinanden

Nun der fulminante Schlusspunkt. Dank The Weeknd und dem Überhit Blinding Lights gibt es viele 80iger Imitationen beim ESC 2021. Davon ist Vieles etwas blutleer und austauschbar. Nicht so bei Fyr og Flamme. Das ist 80iger Jahre Lebensgefühl pur von den Schulterpolstern bis zu den Zehenspitzen und der 80iger Videoclip-Atmosphäre. Keine einstudierte Choreografie, sondern authentisch gelebte 80ies Emotionen von Jesper und Laurits. Das brachte in Dänemark sogar Platz 1 der Charts – das erste Mal seit Emmelie de Forrest. Klar, das ist eher was fürs Televoting, aber die Jurys dürften zumindest die dänische Landessprache und die Eigenkomposition honorieren.

Punkte 18/36 (Marc 7 +Simon 5 +Stefan 6)

Jetzt kommt der erste und längere Schnelldurchlauf: Europe start voting now!

Dann wird der Interval Act Close Encounter of a Special Kind angekündigt bestehend aus Ahmad Joudeh und Dez Maarsen zum Remix von „Adagio in G-Moll“ von Remo Giazotto/Tomaso Albioni. Dieser Interval Act ist ein Augenschmaus:

Ahmad Joudeh (Jahrgang 1990) ist ein syrischer Flüchtling, der 2014 Bekanntheit im arabischen Raum erlangte, weil er bei So You Think You Can Dance teilgenommen hat und es bis ins Halbfinale schaffte. In den Niederlanden machte er sich als Tänzer und Choreograph einen Namen. In der Ahoy-Arena zeigt er uns seinen Sixpack und tritt oberkörperfrei auf mit einem langen silbernem Rock, der bei den lasziven und schnellen Drehungen nach oben wirbelt. An seiner Seite ist Dez Maarsen, der mit seinem BMX-Rad Kunststücke vollführt mit tollen Rotationen. Dazu gesellt sich eine ganze Armada an Balletttänzern in roten Hosen und Röcken.

Fun Fact: bereits beim ESC 1963 gab es als Interval Act schon mal eine Fahrrad-Akrobatik (Danke an Stefan).

Dann werden wieder Fanvideos von ESC Songs eingeblendet und es folgt ein weiterer Schnelldurchlauf. Europe stop voting now!

Es folgt nochmal ein Blick in die Geschichte: ESC-Sieger blicken in den Tiny Houses auf ihren Sieg zurück. Mit dabei sind diesmal Izhar Cohen, Getty Kaspers, Ruslana und Niamh Kavanagh. Wie schön, dass auch Nicole zur Wort kommt und hoch emotional an die 12 Punkte aus Israel für „Ein bisschen Frieden“ erinnert. Duncan Laurence beendet dann mit „Arcade“ diese schöne Zeitreise.

Weiter geht es mit einem neuen Tutorial von Nikkie. Diesmal geht es um Teamwork beim ESC. Danach plaudert Edsilia mit den Teilnehmern im Green Room.

Und hier zwischendurch unser OGAE-Ergebnis, wer das Finale erreicht (Bulgarien siegt, da es mehr 12 Punkte-Wertungen hat als die Schweiz):

Platz 1 Bulgarien 30 Punkte
Platz 2 Schweiz 30 Punkte
Platz 3 Island 26 Punkte
Platz 4 Portugal 24 Punkte
Platz 5 Österreich 23 Punkte
Platz 6 San Marino 22 Punkte
Platz 7 Finnland 20 Punkte
Platz 8 Griechenland 19 Punkte
Platz 9 Dänemark 18 Punkte
Platz 10 Albanien 16 Punkte
     
Platz 11 Moldau 15 Punkte
Platz 12 Estland 15 Punkte
Platz 13 Serbien 15 Punkte
Platz 14 Georgien 13 Punkte
Platz 15 Tschechien 13 Punkte
Platz 16 Lettland 8 Punkte
Platz 17 Polen 8 Punkte

Mit Spannung erwarten wir nun die Auftritte von Frankreich, Grossbritannien und Spanien, also den Big 5 Ländern, die heute Voting-berechtigt sind.

Frankreich: Barbara Pravi – Voila

Unglaublich, dass Barbara Pravi auch den Text für den Junior ESC Siegersong „J’imagine“ geschrieben hat. „Voila“ ist ein französisches Chanson á la Edith Piaf im besten Sinne, zeitlos und nostalgisch zugleich. Wer da nicht automatisch an Frankreich denken muss, dem ist nicht zu helfen. Die Inszenierung ist ganz intim auf Barbara Pravi zugeschnitten und lebt von ihren großen Gesten und ihrer Mimik. Fast 50 Sekunden sehen wir keinen einzigen Kameraschnitt. Es gibt Schatteneffekte und am Ende eine ganz große Schlusspose von Barbara. Insgesamt kommt 36x das Wort „Voila“ vor. Zu repetitiv sagen die Einen, aber Massiel hat 1968 mit 138x „La“ gewonnen. Von daher vielleicht ein gutes Omen für die Grande Nation?

Grossbritannien: James Newman – Embers

James  ist ein sehr erfolgreicher Komponist und Texter für seinen bekannten jüngeren Bruder John sowie für Ed Sheeran oder Guy Sebastian. Und genau das ist das Problem: der geborene Performer auf der Bühne ist er irgendwie nicht. Dafür sorgt der Song „Embers“ für gute Laune und die Trompeten auf der Bühne sind zumindest eine nette Idee. In der Nachmittagsprobe trug er noch eine goldene Hose und goldenes Hemd. Damit hätte er wohl den Barbara Dex Award gewonnen. Fürs Juryfinale hat er sich aber wieder umentschieden und trägt nun dasselbe Outfit wie bei den Proben.

Spanien: Blas Canto – Voy A Quedarme

Endlich wird Blas Cantos Traum wahr und er darf auf die ESC Bühne. Bereits 2004 beim Junior ESC und 2011 mit der Boyband Auryn nahm er Anlauf. Der Song wirkt am Anfang plötzlich noch ruhiger als in der Studioversion und wenn der Beat einsetzt, wirkt es nun monumentaler. Haben die Spanier da eine neue Version eingeschleust? Blas singt über seine geliebte Grossmutter, die erst vor wenigen Monaten an Covid gestorben ist. Er hat den Song mitgeschrieben und wenn man die Story dazu kennt, dann ist es sehr ergreifend. Man hätte das, wie bei Michael Schulte, aber viel besser thematisieren können im Auftritt. Denn was der Mond und der viele Nebel damit zu tun haben erschließt sich mir leider nicht so ganz.  

Dann schalten Chantal und Jan zum neuen Executive Supervisor Martin Österdahl. Die Stimmen sind ausgezählt und hier sind nun die 10 Gewinner des Fake-Juryvotings:
Weiter kommen Polen, Österreich, Serbien, Estland, Tschechien, Lettland, Finnland, Portugal und Dänemark. Den letzten Platz bekommt Bulgarien.

Damit geht nun unser zweiter OGAE Live-Blog zu Ende. Wir hoffen ihr hattet viel Spaß beim Mitlesen bei dieser Juryshow.
Goedenacht!

PK der Moderatoren: Chantal als Feuerloescherin

19. Mai 2021 Frank Albers

Am Mittwochnachmittag gab das Moderationsteam eine kurze Pressekonferenz, in der sie ein wenig aus dem Nähkästchen plauderten. Interessant war die Information von Chantal Janzen, dass sie auch die Rolle der „Fuerlöscherin“ hat und immer dann einspringen muss, wenn während der Show irgendetwas schief läuft. Bei den Generalproben passierte dies leider häufiger mal. In einer Situation musste sie gleich spontan mehrere Minuten überbrücken und begann mit dem Hallenpublikum ein holländisches Kinderlied zu singen. In einer Liveshow würde sie sich das aber nicht trauen und kann dann zu ihrem Glück auf fertige Texte zurückgreifen, In dieser speziellen Situation war eine Kamera ausgefallen und aufgrund der festen Programmierung der Kameraschaltungen ging dann gar nichts mehr und Chantal hätte während dieser, für sie endlosen Zeit vor allem die Techniker bewundert, die versuchten, in Windeseile den Schaden zu beheben.
Ansosnten ging es in der Pressekonferenz vor allem um Dinge wie der Stimmung vor und während der Liveshow: Gänsehaut bei allen und die Riesenfreude endlich wieder vor Publikum aufzutreten. Neuling Nikki de Jager fiel es am schwersten, sich an das eng getaktete Drehbuch zu halten, das keinen Spielraum für Improvisationen lässt, ganz anderes als in ihrer youtube-Show.

Jan Smit wurde gefragt, ob er sich vorstellen könne, die Niederlande einmal beim ESC als Sänger zu vertreten. Vor zehn Jahren hatte er tatsächlich einmal darüber nachgedacht, inzwischen fühle er sich aber zu alt dafür und zudem hätte er als langjähriger Co-Kommentator und jetzt als Moderator beim ESC alle Höhepunkte erreicht; mehr ginge nicht.

Edsilia Rombley sprach über ihre schönsten Eurovision-Momente und dachte dabei vor allem an ihrem Auftritt beim ESC 1998 in Birmingham und an ihre Begegnung mit der britischen Sängerin Imaani. Imaani hätte sie als Persönlichkeit so begeistert, dass sie ihre Tochter nach ihr benannt habe.

Foto: Frank Albers

Franks Nachtgedanken zum 11. Probentag, 19. Mai

19. Mai 2021 Frank Albers

Heute einmal etwas früher, direkt aus der Halle des Ahoy.