LIVE-BLOG zum Nachlesen: Die Juryshow Turin 2022 (ESC Halbfinale 1)

9. Mai 2022 Marc Gehring

Buona serata! Willkommen zum ersten Live-Blog des ESC 2022 in Turin bei OGAE Germany. Was haben wir mit euch vor?

Ein spannender Abend mit vielen offenen Fragen steht bevor. Wer singt wie stark in der Juryshow (=Generalprobe für das 1. Halbfinale)? Wem flattern die Nerven? Wie stark sind unsere Nachbarländer Österreich und Schweiz? Gibt es technische Pannen? Welche Länder haben Last-Minute-Änderungen an ihrem Auftritt im Vergleich zu den Proben? Wie ist der Opening Act und wie ist der Interval Act?

Wir möchten für euch die Ereignisse und den Ablauf der Juryshow live bloggen, das heißt dieser Beitrag wird laufend aktualisiert. LIVE mitlesen funktioniert ganz einfach, ihr müsst nur den Beitrag ebenfalls regelmäßig aktualisieren.

Wie läuft heute Abend das ESC Jury-Voting ab? Die nationalen Jurys vergeben die Hälfte aller Punkte beim ESC. Dafür treffen sich die Jury-Mitglieder eines Landes und schauen heute Abend gemeinsam die Juryshow an. Jedes Jury-Mitglied erstellt daraufhin, basierend auf Stimme, Komposition und Originalität des Liedes, eine Rangliste. Dabei soll dies jeder unabhängig von den anderen tun. Sobald alle Listen fertiggestellt sind, werden sie von der EBU überprüft und in Punkte umgerechnet. Die Jurys bestimmen also heute Abend schon zu 50% mit, welche 10 Länder sich dann am Dienstag 10.5.22 in der TV Live Show für das Finale qualifizieren.

Wie läuft unser OGAE Live-Blog Voting ab? Simon, Marc und Stefan werden in die Rolle von Jury-Mitgliedern schlüpfen. Dabei werden wir versuchen die einzelnen Songs aus Jury-Sicht zu bewerten, also ein besonderes Augenmerk auf Stimme, Komposition und Originalität werfen. Pro Song vergeben wir 1 – 12 Punkte.

Da die Juryshow nicht live im TV oder Internet für alle frei zugänglich übertragen wird, habt ihr so die Möglichkeit per Live-Blog dabei zu sein oder die Geschehnisse dann in den Folgetagen nachzulesen. Da wir live und mit hoher Geschwindigkeit bloggen, bitten wir euch, kleine Rechtschreibfehler zu verzeihen.

Beginnen wird Stefan mit dem Opening Act und den Startnummern 1 – 5. Ab Startnummer 6 übernimmt dann Marc den Live-Blog und übergibt ab Startnummer 13 an Simon, der dann auch vom Interval Act berichtet.

In einer Minute beginnt jetzt praktisch der Eurovision Song Contest 2022 mit der ersten Juryprobe des Jahres.

Pünktlich erscheint die Fanfare und mit einer Anspielung an italienische Erfinder aus vergangenen Tagen wird auf moderne Drohnen übergeleitet, das ganze im Märchenstil. Eine gerade erfundene Drohne fliegt in die Olympiahalle, in der eine Lasershow geboten wird. Die musikalische Begleitung wechselt schnell von Opernklängen zu rockigen Klängen. Der Titel nennt sich “The Sund of Beauty”, dem diesjährigen Motto. Nach vielen Tänzerinnen schreiten halbnackte Männer ein und führen einen afrikanisch angehauchten Volkstanz auf, zu dem hohe sphärische Klänge gesungen werden.

In der heute halbvollen Halle begrüßen Mika, Alessandro Cattelan und in einem pinken Kleid Laura Pausini die Zuschauer. Die Titelverteidiger kündigen sie für eine spätere Sendung an. Nach einer kurzen Erklärung des Regelwerks erklären Sie den Song Contest für eröffnet. Die groartige angekündigte Show war das jetzt erstmal nicht.

Hier die 17 Starter im ersten Semifinale an:

1 Albanien: Ronela Hajati “Sekret”

Oben-Ohne-Tänzer und eine die weiblichen Reize betonendes Kleid sorgten für einen optischem Wumms am Anfang. Energisch und bestimmend intoniert Ronela den folkloristische angehauchten Titel. Der Haarzopf wirbelt auch ohne Windmaschine, Nebel steigt empor und die Choreo ist am Rande der Jugendfreiheit. Die Stimme saß bei den lauten Tänen nicht immer an der richtigen Stelle. Nicht der ganz große Kracher, aber ein guter Einstieg.

Punkte 12/36 (Simon 1, Marc 6, Stefan 5)

2 Lettland: Citi Zeni “Eat Your Salad”

Lettland wird entspannter, bunter und funkyier. Cool wird das Rohkostbuffet von den jungs in unterschiedlich farbigen Anzügen gesungen. Das Saxophon-Solo ist optisch in moldauische Manier inszeniert. Hin und wieder etwas zu viel Licht, aber das Gesamtpaket macht Spaß und der Song wäre für den Auftakt besser geeignet gewesen. Der Auftritt wird mit einem beeindruckenden Spagat des Sängers beendet.

Punkte 19/36 (Simon 7, Marc 5, Stefan 7)

3 Litauen: Monika Liu “Sentimentai”

Monika ist auf eine ganz andere Weise lässig. Unter ihrem Matthieu-Pony räkelt sie sich elegant um die eigene Körpermitte, wird optisch zwischendurch gespiegelt und Kleid und  Bühne glitzern in Clubmanier. Schnell sind die drei Minuten vorbei, da der Zuseher bestens eingelullt wurde.

Punkte 25/36 (Simon 10, Marc 7, Stefan 8)

4 Schweiz: Marius Baer “Boys Do Cry”

Auf einer zu dunklen Bühne ist Marius fast nicht zu erkennen, man kann aber erkennen, dass er zu schweben versucht. Nur bei den Nahaufnahmen ist seine struwelige Stachelfrisur zu erkennen. Die schwarze Lederjacke ist da nicht hilfreich. Der Gesang ist zwar nicht falsch, kann aber mit der Vorgängerin mithalten. Er geht im Grunde unter, da auch das Lied einschläfert.

Punkte 15/36 (Simon 5, Marc 6, Stefan 4)

5 Slowenien: LPS “Disko”

Etwas flotter wird es mit der Teenieband aus Laibach. Die Kamerführung scheint ziellos umherzuschwirren, so kommt aber wenigstens mal der Schlagzeuger auf der riesigen Zentral-Diskokugel ins Bild. Beim dem Passus, bei dem die Umdrehungszahl der Schallplatte runtergedreht wurde, wirkt etwas leiernd. Für einen ersten Auftritt der Band nicht schlecht, aber charismatisch war das nicht.

Punkte 15/36 (Simon 7, Marc 3, Stefan 5)

6 Ukraine: Kalush Orchestra “Stefania”

Kalush Orchestra sind mit riesen Abstand der große Favorit der Wettbüros. Durch den Krieg konnten sie erst verspätet mit den gemeinsamen Proben für Turin beginnen und durften die Ukraine auch nur mit einer Sondergenehmigung verlassen. Da das Sonnenelement auf der Bühne in Turin nicht funktionsfähig ist, musste der Auftritt auch noch kurzfristig neu gestaltet werden. Wie wirkt sich das alles auf den Auftritt aus? Oleh, der Mann mit dem leuchtenden rosa Hut wirkt charismatisch und voller positiver Energie. Der Mix aus Ethno-Elementen und Hip-Hip sticht auf jeden Fall aus dem gesamten Teilnehmerfeld heraus. Gesanglich war das ebenfalls top. Das Publikum singt phasenweise begeistert mit und es gibt viel Applaus. Daher wird die Ode an die Mutter “Stefani” bei der Jury sicher ganz weit vorne landen.

Punkte 25/36 (Simon 7, Marc 8, Stefan 10)

7 Bulgarien: Intelligent Music Project “Intention”

Nun die Rocknummer des Abends. Das Intelligent Music Project (wer hat sich diesen Namen ausgedacht?) singen zwar “Never in the Safety Zone”, aber der ganze Song bewegt sich doch eher in der Rock-Wohlfühlzone und geht kein Risiko ein. Das ist solide, aber leider weit davon entfernt einen Hype wie z.B. Maneskin auszulösen.

Punkte: 12/36 (Simon 4, Marc 4, Stefan 4)

Wir sind bisher positiv überrascht. Noch gab es keine technische Panne und auch noch kein Durcheinander bei den Postkarten. Auch das Englisch der Moderatoren ist erstaunlich gut. Nun geht es weiter mit dem Gastgeberland aus 2021.

8 Niederlande: S10 “De Diepte”

S10 liefert mit “De Diepte” eine schöne sphärische Ballade zum tiefen Eintauchen in Gefühls- und Traumwelten. Vielleicht ist es etwas zu düster inszeniert, aber  es verursacht zumindest phasenweise Gänsehaut und da es auch noch wunderschön und Landessprache gesungen wird, könnte das heute beim Juryfinale weit vorne landen. Auch hier gibt es viel Applaus aus dem Publikum.

Punkte: 30/36 (Simon 10, Marc 8, Stefan 12)

9 Moldau: Zdob si Zdub & Fratii Advahov “Trenuletul”

Bitte einsteigen! Der Zug von Chisinau nach Bukarest in Rumänien fährt gleich ab. Zdob si Zdub & Fratii Advahov machen keinen Hehl daraus, welches Land ihr lieblingsnachbar ist. Zdob si Zdub treten schon zum dritten Mal beim ESC an und liefern wieder stimmungsvollen Party-Folk-Pop. Das dürfte eher beim Televoting gut ankommen. Nach der Oma im Schaukelstuhl 2005 und den Einrädern mit Spitzhüten 2011 fehlt diesmal aber irgendwie die verrückte zündende Idee und wo ist eigentlich der Zug?

Punkte: 18/36 (Simon 6, Marc 6, Stefan 6)

10 Portugal: Maro “Saudade, saudade”

Für viele ist Maro ein Dark Horse. Bei den Jurys könnte das auch durchaus recht weit vorne landen. Ein Song in Landessprache, der sofort musikalisch an Portugal erinnert. Stimmlich ist alles schön und harmonisch. Das erinnert an Lagerfeueratmosphäre. Allerdings ist es mir ein wenig zu ruhig.

Punkte: 23/36 (Simon 8, Marc 7, Stefan 8)

11 Kroatien: Mia Dimsic “Guilty Pleasure”

Nun der schöne Mid-Tempo-Pop aus Kroatien. Das klingt lieb und nett und wie für das Radio gemacht. Ein Guilty Pleasure Song dürfte dies aber für die wenigsten Fans sein, dafür ist der Song einfach zu sehr Mainstream. Obwohl es mir gefällt, befürchte ich, dass es weder beiden Jurys noch beim Televoting viele Punkte bekommt. Das rettet auch der Ausdruckstanz nicht. Schön, dass das Ende des Songs immerhin in Landessprache gesungen wird.

Punkte: 17/36 (Simon 6, Marc 5, Stefan 6)

12 Dänemark: Reddi “The Show”

Ready for Reddi? Die rockigen zusammen gecasteten Frauen aus Dänemark können sich mit ihrem Lied “The Show” nicht so richtig entscheiden, ob es eine Ballade oder ein Rocksong sein soll. Das sehe ich schon als Problem. Auf jeden Fall macht der Song gute Laune und fällt auf. Aber der Finaleinzug dürfte knapp werden.

Punkte: 17/36 (Simon 7, Marc 5, Stefan 5)

13 Österreich: LUM!X & Pia Maria “Halo”

Nach einem kurzen Einspieler vom gestrigen Türkisen Teppich kommen wir nun zu unseren österreichischen Freunden. Sie singen in einem großen “Heiligenschein” um sich herum, welcher rot-weiß leuchtet. Doch der ga ze Auftritt wirkt völlig statisch. Das Publikum in der Halle geht wesentlich mehr ab, als die beiden auf der Bühne. Vor allem die Stimme von Pia Maria ist heute – mit Verlaub – nicht ausreichend. Laut Buchmachern kämpfen die Österreicher mit den Schweizern um den letzten Finalplatz. Nach diesem Auftritt könnte es für die Ösis schwer werden.

Punkte 15/36 (Simon 2, Marc 6, Stefan 7)

14 Island: Systur “Med haekkandi sol”

Die isländischen Schwestern beruhigen uns dann wieder ein wenig. Völlig professionell, aber für viele dürfte es sehr langweilig rüberkommen. Es pasiert nicht viel, aber das passt ja trotzdem sehr zum Lied. Am Ende sind sie die ersten, die ihre Solidatität mit Ukraine teilen.

Punkte 11/36 (Simon 5, Marc 3, Stefan 3)

15 Griechenland: Amanda Georgiadi Tenfjord “Die Together”

WOW! Was für ein Auftritt. Zunächst singt Amanda a capalla und das bedeutet, dass es in der Halle mucksmäuschenstill ist. Natürlich gibt es ein paar Leute, die trotzdem reinschreien, was man leider auch hört. Trotzdem, beeindruckend, wie die Griechin hier auf den Punkt einsetzt und mit dem Lichtspiel die ganze Halle und bestimmt auch das Publikum vor dem Fernseher vereinnahmt. Über die Qualifikation müssen wir nicht sprechen, nur welcher Platz kann es am Sonnabend wirklich werden?

Punkte 28/36 (Simon 12, Marc 8, Stefan 8)

16 Norwegen: Subwoolfer “Give That Wolf A Banana”

Und direkt im Anschluss der Gegenpol, die Subwoolfer aus Norwegen. Am Sonnabend haben wir erfahren, dass sie kein Regen mögen und jetzt sind mit einer Choreografie dabei, welche wir im Großen und Ganzen schon aus der Vorentscheidung kennen. Es dreht sich viel um die Masken, der spezielle Tanz und der Text. Gesanglich einwandfrei. Man fragt sich, wie sie das unter der Maske so hinbekommen. Für uns ist das gesamte Paket schon so bekannt, es wirkt fast ein wenig ausgelutscht. Aber man muss bedenken, dass die meisten Zuschauer es noch nie vorher gesehen haben werden. Deswegen wird Norwegen klar recht weit oben mitspielen können.

Punkte 22/36 (Simon 8, Marc 8, Stefan 6)

17 Armenien: Rosa Linn “Snap”

Armeniens Bühnenaufbau dauert etwas länger, sodass tatsächlich vor dem letzten Lied noch einmal eine Schalte zu den Moderatoren getätigt wird. Aber ein süßer Auftritt rundet den Abend ab. Rosa’s Schlafzimmer auf der Bühen ist ganz in weiß gehüllt – durch unbeschriebenes Papier, welches an den Wänden, aber auch den Möbeln klebt. Sie reißt vier mal einige der Zettel ab. Unter anderem kommt das Eurovision-Herz (oder zumindest sehr nahe dem) zum Vorschein. Sie macht ihre Sache wirklich gut und mit der Startnummer dürfte es wohl für das Finale reichen.

Punkte 22/36 (Simon 8, Marc 7, Stefan 7)

Damit geht es direkt über in den ersten Schnelldurchgang, theoretisch wären jetzt die Leitungen offen und wir könnten anrufen. Aber heute ist es ja nur die Jury, die ihre Wertung abgeben wird. Aber ein spannender Pausenact steht uns ja noch bevor.

Das Moderations-Trio empfiehlt uns, die Möbel zur Seite zu stellen, denn jetzt kommt einer der größten Dance-Acts Italiens zur Zeit. Sein Name: Benny Benassi. Außer dem DJ ist die Bühne menschenleer. Dutzende durchsichtiger Säulen stehen auf ihr. Es kommen nach einer Zeit doch noch viele Tänzer in silbernen Outfits auf die Bühne. Und es folgen die weiteren Künstler: Dardust und Sophie and the Giants. Letztere kommt aus Großbritannien, doch ist in Deutschland durch das Dresdner DJ-Projekt Purple Disco Machine und dem Song “Hypnotized” bekanntgeworden. Aus meiner Sicht war die Bühne ein bisschen zu lange leer. Aber sonst ein ganz schöner Interval-Act, welcher für Stimmung sorgt.

Und noch ein Schnelldurchgang. Wir nutzen dies um euch unser Ergebnis zu präsentieren.

Hier nun das Ranking des simulierten OGAE Live-Juryvotings von Simon, Marc und Stefan. Wir sind gespannt, wie nahe wir dem tatsächlichen Jury-Voting kommen werden. Das Ergebnis der Länderjurys für die heutige Juryshow wird nach dem Grand Final von der EBU veröffentlicht.

Platz 1: Niederlande 30 Punkte
Platz 2: Griechenland 28
Platz 3: Litauen 25 (Punktgleichheit, niedrigere Startnummer)
Platz 4: Ukraine 25
Platz 5: Portugal 23
Platz 6: Norwegen 22 (höhere Einzelwertung)
Platz 7: Armenien 22
Platz 8: Lettland 19
Platz 9: Moldau 18
Platz 10: Dänemark 17 (höhere Einzelwertung)
—————————————————————–
Platz 11: Kroatien 17
Platz 12: Österreich 15 (höhere Einzelwertung)
Platz 13: Slowenien 15
Platz 14: Schweiz 15
Platz 15: Albanien 12 (höhere Einzelwertung)
Platz 16: Bulgarien 12
Platz 17: Island 11

Nach dem Ende der Abstimmungszeit kommt ein ganz spezielles Highlight: Diodato darf seinen Song “Fai rumore” präsentieren. 2020 hätte er damit in Rotterdam für Italien antreten sollen. Bekanntlich kam es anders und er war einer derjenigen, die ein Jahr später nicht vom Sender gesetzt wurden und deswegen nicht dabei sein durften. Nun wurde ihm die Ehre zu Teil, dass er doch noch auf der großen ESC-Bühne auftreten durfte. Eine schöne Inszenierung. Aber aufgrund der Vielzahl an Menschen auf der Bühne, hätte es damals anders ausgesehen. Auch die Version des Lieders war eine andere, ein wenig ruhiger. Großen Applaus gab es selbstverständlich am Ende.

Weiter geht es mit einem typischen Rückblick mit skurrilen ESC-Liedern und -Auftritten. Gehört einfach dazu, ist jetzt aber auch nichts besonderes.

Es folgt die Siegerin des Junior Eurovision Song Contest, Maléna aus Armenien. Sie wird gefragt, werlche drei Sachen an Jeriwan, ihrer Heimatstadt, so toll seien? Das beste Essen, die besten Menschen und besten Sehenswürdigkeiten. Also so in etwa. Natürlich etwas spaßig überspitz gesagt. Aber die 15-jährige hat das unglaublich professionell gemacht.

Nun wird Frankreich vorgestellt und eine Minute des Auftritts als Video wird eingeblendet. Genauso Italiens Mahmood & Blanco. Zum Glück hatte Letzterer bei der zweiten Probe Zeit, sonst wäre dieses Videoschnipsel etwas merkwürdig gewesen. Und direkt im Anschluss werden die beiden Auftritte von Frankreich und Italien, welche morgen im Halbfinale gezeigt werden, aufgezeichnet. Frankreich mit Alvan & Ahez wieder mit energiegeladenen Auftritt, wie wir es von der Proben und aus der Vorentscheidung gewohnt sind. Und dann Italien. Haben sich Mahmood und Blanco inzwischen gefunden? Es wirkt zwar ein klein wenig lustlos, aber besser als in der Probe. Aber ob Italien wirklich wieder um den Sieg mitsingen wird?

Es folgt das spannendste: das Voting. Allerdings natürlich nur ein Fake-Voting. Nun gibt es Tonprobleme, aber das “Good to go” von Martin Österdahl ist klar zu verstehen. Die Teilnehmer sind alle schon weg, deswegen sitzen nur noch Volontäre auf den Sofas – wenn überhaupt. Die zehn Kandidaten heute sind:

Lettland, Portugal, Litauen, Norwegen, Dänemark, Griechenland, Armenien, Schweiz, Österreich und Niederlande. Damit wäre Ukraine draußen – für morgen doch eher unwahrscheinlich.

Damit verabschieden sich Stefan, Marc und Simon für heute. Wir wünschen Euch eine gute Nacht und bleiben gespannt auf das Ergebnis des morgigen ersten Halbfinales!

Franks Nachtgedanken zum 10. Probentag

9. Mai 2022 Frank Albers

Frank schaut zurück auf den Probentag und die erste Durchlaufprobe des 1. Halbfinals

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(Editor: Reinhard Ehret)

Das Juryfinale heute, Montag, ab 21 Uhr als Live-Blog bei uns

9. Mai 2022 Frank Albers
Es wird spannend in Turin, denn das Juryfinale steht an. Es wird wie immer natürlich nicht öffentlich übertragen, daher werden Simon, Marc und Stephan es als Live-Blog für Euch hier bei uns auf  ogae.de kommentieren und schildern.
Daher nicht verpassen und heute Abend, Montag, live ab 21 Uhr dazuschalten.
(Foto: Frank Albers)

Erste Generalprobe des ersten Halbfinales

9. Mai 2022 Reinhard Ehret

Abgesehen von den 17 Wettbewerbssongs können wir eine gediegene, aber nicht außergewöhnlich spektakuläre Fernsehshow erwarten. Immerhin wird Diodato, umringt von einer beträchtlich großen Tanztruppe, sein “Fai rumore” singen, mit dem er eigentlich 2020 am Song Contest teilnehmen sollte. Jetzt endlich bekommt er die große Bühne, wenngleich außer Konkurrenz. Die Moderatoren Laura Pausini, Alessandro Cattelan und Mika erledigten ihre Aufgabe allerliebst, aber mit recht uninspirierten Texten. Worte wie “amazing”, “phemomenal” und “incredible” werden wir besonders häufig hören. Am Anfang sehen wir einen italienischen Erfinder, der eine Drohne zum Leben erweckt. Diese wird uns in den “Postcards” durch die schönsten Städte Italiens fliegen und die einzelnen Beiträge einleiten. Ein Laserstrahlen-Tanz, bei dem alle “Vincerò” mitsingen können und eine rockige “Sound-of-Beauty”-Intronummer am Anfang sowie als Pauseneinlage “Golden Nights” (Benny Benassi, Sophie and the Giants & Dardust) – das alles wird wenige vom Hocker reißen, aber seinen Dienst tun. An einigen Stellen gab es Umbauverzögerungen, vor allem für den französischen Act, der genauso wie der italienische im morgigen ersten Halbfinale live dargeboten werden wird.

Albanien erweist sich als cooler Opener (wenngleich Ronela heute alles andere als stimmsicher war), zumal die halbnackten und muskulösen Tänzer große Teile des Publikums interessieren werden. Insgesamt fällt auf, dass – inspiriert vom dauerhaft präsenten Motiv der Drohnenbilder – die Kameras sehr viel unterwegs sind. Als Zuschauer sollte man unbedingt schwindelfrei sein. Warum der Schweizer Beitrag einen Bildschnitt nach dem anderen aufweist und Marius ungewöhnlich viel in Bewegung ist (oft muss er die Arme ausbreiten), weiß nur der Stagingchef des SRF. Einige Interpreten hatten schon etwas mit der Nervosität zu kämpfen (so etwa jene aus den Niederlanden, Kroatien und Österreich), aber das pendelt sich hoffentlich noch ein. Zum obligatorischen Programmpunkt ist inzwischen auch die Einbindung des Junior-ESC-Siegers geworden, drum dürfen wir uns auf Malena aus Armenien freuen, die überdies noch ein bisschen über den nächsten Austragungsort Eriwan erzählen wird. Die Spannung steigt also ganz allmählich. Wir halten’s mit den Moldauern: “Hey, ho, let’s go!”

(Hallenfoto: Frank Albers)

Die deutsche Jury wurde bekannt gegeben

9. Mai 2022 Frank Albers

Der NDR hat heute die Mitglieder der deutschen Jury bekannt gegeben:
Es sind
Schlager-Königin und ESC-Telnehmerin 2001 Michelle,
Sänger und Bambi-Preisträger Max Giesinger,
Musikredakteur und “Head of Music” bei HR3 Christian Brost,
Sängerin und Teilnehmerin der deutschen VE 2017 und 2022 Felicia Lu,
Singer-Songwriterin und Musikdozentin Tokunbo.

(Foto: NDR)

Buongiorno zum 10. Probentag

9. Mai 2022 Frank Albers

Ciao,

nach einem Tag Pause im Pressezentrum und in der Arena, während dem sich alles auf das Schaulaufen auf dem türkisen Teppich konzentrierte, das dann teilweise vom Regen davon gespült wurde, wird es heute erstmals richtig ernst in Turin. Das Juryfinale des ersten Halbfinals steht auf dem Programm, die Hälfte des Ergebnisses des ersten Halbfinals steht also schon in wenigen Stunden fest.
Vorher gibt es aber heute Nachmittag noch eine Durchlaufprobe, von der wir selbstverständlich auch berichten werden.

Das Juryfinale werden Stefan, Marc und Simon heute Abend ab 21 Uhr hier bei uns auf ogae.de als Live-Blog für Euch begleiten. Schaltet Euch also unbedingt dazu. Es wird spannend.

Wir wünschen Euch einen entspannten Tag in die zweite Eurovision-Woche, die Spannung steigt.

Euer
OGAE-Team

 

(Foto: Frank Albers)

Impressionen vom Türkisen Teppich im Regen

8. Mai 2022 Frank Albers

Der Sonntagnachmittag war ganz dem Türkisen Teppich und dem Schaulaufen der ESC-Stars gewidmet, leider hatte das Wetter wenig Erbarmen mit den Sängern und Sängerinnen.

Hier einige eindrückliche Foto-Impressionen von Simon Wennige und Lothar Zimmermann:

 

(Fotos: Simon Wennige/Lothar Zimmermann)

Buongiorno zum probenfreien Sonntag

8. Mai 2022 Frank Albers

Ciao ragazzi!
Die Einzelproben sind seit gestern durch und ein wenig sonntägliche Stimmung legt sich über das regnerische Turin. Der heutige Sonntag ist probenfrei und wir können uns alle für einen kleinen Moment zurücklehnen und darüber sinnieren, was die Proben der letzten Woche an neuen Erkenntnisse gebracht haben. Zeit, die Playlist neu einzustellen und das persönliche Ranking noch einmal grundlegend zu überarbeiten. Mit Sicherheit gab  es da bei den meisten von Euch noch einmal kräftige Veränderungen.

Wir freuen uns auf den “türkisen Teppich” heute Nachmittag und werden Euch selbstverständlich darüber berichten.

Morgen, Montag, geht es dann mit den ersten Durchlaufproben des ersten Halbfinals weiter.
Bis dahin, habt einen schönen Domenica

Euer
OGAE-Team

 

(Foto: Stefan Ball)

Wettquoten 2022: Der Raumfahrer holt auf

7. Mai 2022 Simon Wennige

Eine Woche mit vielen Proben liegt hinter uns. Vor deren Beginn haben wir Euch aufgezeigt, welche Länder gute und welche nicht so gute Chancen auf den Sieg oder eine gute Platzierung haben. Normalerweise ist die Probenwoche beim ESC immer dafür da, dass die Wettquoten kräftig durcheinander gewürfelt werden. Doch in diesem Jahr ist etwas ein wenig anders.

An der Spitze bleibt unangefochten Ukraine, deren Vorsprung auf die zweitplatzierten Italiener sogar noch größer geworden ist. Bei 47% liegen die Siegchancen aktuell. Auf dem dritten Platz hat sich dank seiner zweiten Probe der Brite Sam Ryder geschoben. Er rückt auch Mahmood & Blanco auf die Pelle. Neben der Probe könnte auch der Startplatz in der zweiten Hälfte hier mit reinspielen. Aber auch Schweden bleibt noch in Reichweite auf dem vierten Platz.

Mit schon größerem Abstand folgt weiterhin Spanien auf dem fünften Platz. Inzwischen knapp gefolgt von Griechenland. Amanda Tenfjord konnte sich dank ihrer Performance an Polen vorbeischieben. Dahinter sind unverändert Norwegen und Niederlande  inzwischen gefolgt von Serbien. Konstrakta hat die Bretonen aus Frankreich haarscharf überholen können und wird erstmalig in den Top Ten geführt.

Den größten “Sprung” im Mittelfeld hat San Marino gemacht. Achille Lauro kletterte von Platz 20 auf 17. Auch Zypern und Belgien konnten jeweils zwei Plätze gutmachen. Den größten Sturz hat der Schweizer zu verkraften. Von Platz 14 ging es runter auf die 20. Auch die Tschechen steigerten sich von Platz 23 auf 19.

Malik Harris hat sich für Deutschland leicht verbessert: Platz 24.

Mit dem Blick auf die Halbfinale hat sich vor allem Litauen im ersten Semi verschlechtert. Monika Liu wird nicht mehr im Finale gesehen. Auch Österreich ist knapp draußen, während Schweiz den zehnten Platz zugesprochen bekommt. Hier konnte sich Lettland nach oben singen.

Beim zweiten Halbfinale wird es noch knapper. San Marino wird hier gar nicht erst im Finale gesehen. Zypern, Aserbaidschan und Malta machen nach aktueller Vorhersage die letzten beiden Tickets für das Finale unter sich aus. Am Dienstag wissen wir zumindest schon einmal über die ersten zehn Finalisten neben den Big Five bescheid. Es darf gespannt bleiben, ob die Buchmacher auch in diesem Jahr den Sieger richtig tippen.

Fotos: EBU

Franks Nachtgedanken zum 8. Probentag

7. Mai 2022 Frank Albers

Frank schaut zurück auf die zweiten Einzelproben der BIG5

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Editor: Reinhard Ehret