Buongiorno zum 5. Probentag

4. Mai 2022 Frank Albers

Ciao und Willkommen zum 5. Probentag des ESC 2022 in Turin.
Heute stehen die zweiten Einzelproben von 14 Teilnehmern aus dem ersten Halbfinale auf dem Programm. Es wird also ein langer und intensiver Tag. Erstmals werden auch die Proben öffentlich sein, so dass wir Euch auch hier nun gut unsere Eindrücke schildern können.

Auf der Bühne (ab 10 Uhr) und bei der Pressekonferenz (ab 11:10 Uhr) erleben wir heute die Teilnehmer aus
Albanien
Lettland
Litauen
Schweiz
Slowenien
Ukraine
Bulgarien
Niederlande
Moldau
Portugal
Kroatien
Dänemark
Österreich
Griechenland

Wir wünschen Euch einen kurzweiligen und spannenden Probentag,
Euer

OGAE-Team

Franks Nachtgedanken zum 4. Probentag (3. Mai)

3. Mai 2022 Frank Albers

Frank fasst den 4. Probentag vom 3. Mai zusammen

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Editor: Reinhard Ehret

Meet & Greet Schweden: Sturz auf großer Bühne

3. Mai 2022 Reinhard Ehret

Ihre Probe sei lustig gewesen, sagte Cornelia Jakobs. Sie hätte vielleicht deutlicher ihr „Hold Me Closer“ rufen sollen, denn ein Sturz und ein verlorener In-Ear-Kopfhörer waren nur zwei von mehreren kleineren Pannen, die die junge Schweden aber nicht aus der Ruhe brachten. Das Gleichgewicht zu halten, macht ihr aber immer mal wieder Probleme, weshalb sie es vorzieht, barfuß auf der Bühne zu sein. War da nicht schonmal was Ähnliches 1967? Egal, denn Cornelia zeigte sich, wie die meisten, sehr fasziniert von der großen Bühne. Das Wort „amazing“ fiel natürlich auch hier. Dieselbe Emotion wie beim Melodifestivalen zu erzeugen, wird die große Herausforderung sein, bekannte sie, denn dort war die Bühne kleiner und das Publikum sehr nahe. Hier sei die Distanz zu den Menschen sehr groß und sie müsse wohl viel stärker mit der Kamera kommunizieren als neulich in Stockholm. Dort zu gewinnen sei ein überwältigendes Gefühl gewesen. Und überhaupt: Auf der Bühne zu sein ist für Cornelia wie eine Therapie. Es tut ihr einfach gut herauszufinden, ob ihre Kompositionen und Intentionen die beabsichtigten Wirkungen zeigen. Und offenbar hat das mit „Hold Me Closer“ funktioniert, was sich auch durch den 1. Platz im OGAE-Fanvoting manifestiert. Dieses Resultat machte sie sprachlos und sie fühlt sich sehr geehrt durch dieses tolle Kompliment der Song-Contest-Fans.

Ihre Nervosität konnte Cornelia nicht ganz verbergen – oder war das einfach nur eine Marotte, dass sie die kompletten 20 Interview-Minuten lang durch ihren blonden Haarschopf fuhr und an ihrem schwarzen Oberteil zupfte? Vielleicht wirkte aber auch noch die Emotion ihres Liedes nach. Immerhin hat sie es in einer für sie sehr schwierigen Trennungsphase geschrieben und ihr Innerstes darin verewigt. Dass ihr eine absolute Favoritenrolle zukommt, irritiert sie nicht, denn sie hat eigentlich schon erreicht, was ihr wichtig ist: Cornelia will ganz bei sich sein und den Menschen ihre Kunst präsentieren. Und da dies gut angekommen sei, gebe es nun nichts zu verlieren. Ihre erst kurz zurückliegende Covid-Erkrankung habe auch ihr Gutes gehabt, meinte sie: Einerseits legte sie eine Zwangspause ein, andererseits kann sie nun in der nächsten Zeit – hoffentlich – von einer gewissen Immunität ausgehen. Vielleicht macht sie das nun sogar noch stärker als zuvor.

Foto oben: EBU – Foto unten: EBU/Screenshot

Meet & Greet Polen: Flucht vor dem Dämon

3. Mai 2022 Reinhard Ehret

Krystian Ochman, der griffigerweise aktuell nur unter seinem Familiennamen firmiert, wirkte bei seinem heutigen Interviewtermin im Presseraum deutlich markanter und charismatischer, als wir ihn aus der polnischen Vorentscheidung in Erinnerung haben. Auch seine stimmlichen Kostproben, zu denen er vom erneut sehr anstrengenden Fragesteller Mario genötigt wurde, wussten zu faszinieren. Ein Fragment aus „It?s Now Or Never“ (O sole mio) konnte da besonders überzeugen. 

Sein Lied „River“ habe man minimalistisch inszeniert und es handle davon, den Dämonen zu entfliehen. Es sei wichtig, Pausen vom Stress zu erlangen, um immer wieder zum Luftholen und zur Erholung zu finden. Dass ihm manche eine Siegesfavoriten-Rolle zuerkennen, beschäftige ihn nicht, sagte Krystian. Er konzentriere sich völlig auf seinen Auftritt; schließlich seien alle Künstler dieses Wettbewerbs großartig und jede Delegation mache dem Zuschauer ein sehr gutes musikalisches Angebot.

Krystian ist in den USA geboren und wählte den zunächst ungewöhnlich erscheinenden Weg aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten in die Heimat seiner Vorfahren, nach Polen. Dort genießt er, wie er schwärmt, eine phantastische akademische Gesangsausbildung. Sein Großvater, seines Zeichens ein herausragender Operntenor, sei ein wichtiger Mentor für ihn, aber auch seine ganze Familie fördere ihn bestmöglich, wobei ihm seine Mutter Dorota die schärfste und ehrlichste Kritikerin ist; aber das sei für ihn sehr wichtig. Ansonsten scheint der junge Sänger äußerst diszipliniert zu sein: Er schläft jede Nacht mindestens acht bis neun Stunden und trinkt täglich drei bis vier Liter Wasser, aber auch gutes Essen trüge dazu bei, fit zu bleiben und die Stimme gut trainiert zu halten. Diese bescheidene Beharrlichkeit und professionell-künstlerische Disziplin könnten Faktoren dafür sein, ihn und sein Lied in der Tat sehr weit nach vorne zu bringen.

Foto oben: EBU/Screenshot – Foto unten: EBU

Meet & Greet Nordmazedonien: Kickboxen gegen die Angst

3. Mai 2022 Frank Albers

Das Wechselbad der Gefühle von purer Euphorie 2019 bis tiefer Niedergeschlagenheit 2021, das nordmazedonsiche Fans in den vergangenen Jahren erlebt haben, will Andrea mit ihren „Circles“ in diesem Jahr wieder in eine positive Richtung lenken.
Nach der ersten Probe, bei der sie und ihr Team mehrere Dinge ausprobiert hätten, werden sie nun ein paar Kleinigkeiten vor allem beim Hintergrund ändern. Andrea steht ganz in Schwarz gekleidet allein auf der großen Bühne, in der Ferne sieht man einige Lichtinstallationen. Ales scheint sehr zurückgenommen.

„Circles“ hat Andrea gemeinsam mit ihrem engen Freund und Produzenten Aleksandar Masevski geschrieben, der ihr auch während des schwierigen Entstehungsprozesses des Liedes immer wieder Mut und Kraft gegeben hätte. Hier beim ESC erlebe sie gerade die größte Zeit ihres Lebens und sie hofft, dass sie mit ihrem Auftritt den vielen jungen Talenten in Nordmazedonien den Mut geben kann, einen ähnlichen Weg in der Musik einzuschlagen wie sie. Nordmazedonien hätte so viele herausragende Talente und es sei so traurig, dass die Welt sie nicht wahrnehmen würde. So wie viele Menschen in Europa noch nicht einmal wissen würden, dass es ein Land wie Nordmazedonien überhaupt gibt. Ein wichtiges Anliegen ist ihr auch, dass Musik sich aus der ganz großen Kommerzialisierung befreien kann und wieder zu seinen Wurzeln findet. Es irritiert sie auch, dass es soviele kommerzielle Talentshows gibt, deren Sieger in der Regel nie eine wirkliche Karriere machen, da nach dem Ende der Shows keine Unterstützung mehr da ist.
Sie sei deshalb stolz in diesem Jahr musikalische Botschafterin ihres kleinen Landes zu sein, auch um für ihre Gedanken Gehör zu finden.

 

Vor ihrer Abreise nach Turin hat sie sich mit den ehemaligen und sehr erfolgreichen nordmazedonsichen Vertreterinnen Tamara und Kaliopi getroffen, die ihr gute und wichtige Ratschläge gegeben haben. Vor allem voll konzentriert zu bleiben, sich nicht von Kleinigkeiten und Deatils nerven zu lassen und einfach Freude zu haben. Beide sind für Andrea große und wichtige Vorbilder. Die Begegnung mit Kaliopi hätte ihre Persönlichkeit geändert. Mt ihrem Lied „Circles“ möchte sie die üblen Kreisläufe aus Angst und Depression durchbrechen.

Andrea ist eine sehr selbstbewusste und dynamische junge Frau, die aber auch sehr emotional sein kann. Unter Druck würde sie dann manchmal überreagieren oder sich unklug verhalten, weshalb sie dankbar sein, enge Freund an ihrer Seite zu haben, die sie wieder einfangen. Eine gute Möglichkeit, sich abzulenken, sei Kick-Boxing, das sie seit einigen Jahren aktiv betreibt und dann auch gleich der Moderatorin demonstrierte. Kick-Boxing würde ihr nicht nur physische Stärke sondern auch mentale Stärke geben, um die sie umgebenden Ängste zu überwinden.

 

Allein auf der großen Bühne zu stehen, würde ihr keine Angst machen, da sie von tollen Menschen hinter der Bühne umgeben ist, die ihr die Kraft und Energie geben, heil und gut durch die drei Minuten zu kommen. Einen Teil ihrer Kindheit hat Andrea mit ihren Eltern in Amerika verbracht, wo sie in New York in einen Kindergarten gegangen ist. Bis heute ist ihr Musikgeschmack und ihre eigene Musik stark amerikanisch geprägt. Vor allem Gospel hätte eine große Wirkung auf sie.

 

 

(Foto 1,3: EBU/Screenshot, Foto 2,4: EBU)

 

 

Buongiorno zum 4. Probentag

3. Mai 2022 Frank Albers

Ein neuer Proben- und Pressekonferenztag steht an. Auf dem Programm haben wir heute die zweite Starthälfte des zweiten Halbfinals.

Los geht es mit Irland, deren Probe für 10 Uhr angesetzt ist, die Pressekonferenz „Meet & Greet“ folgt dann um 12 Uhr.
Dem schließen sich
Nordmazedonien
Estland
Rumänien
Polen
Montenegro
Belgien
Schweden
und zum Abschluss Tschechien an.

Ab heute Mittag findet Ihr die Berichte zu den Pressekonferenzen und die beste Orientierung hier bei uns auf ogae.de

Wir wünschen Euch einen wundervollen Probendienstag.
Euer
OGAE Team

Das Ergebnis unserer Facebook-Abstimmung

3. Mai 2022 Frank Albers
Dutcführung udn Text: Simon Wennige
Über fast sechs Wochen lang haben wir Euch hier auf Facebook die Möglichkeit gegeben, die 40 Lieder des diesjährigen Eurovision Song Contests zu bewerten. Insgesamt haben 114 Personen mindestens einmal ihre Punkte vergeben! Davon haben knapp 40 Personen regelmäßige ihre Bewertungen abgegeben.

Und wir haben eine kleine Überraschung auf dem ersten Platz. Nicht Italien, kein Schweden und auch Frankreich hat es nicht geschafft: Denn das Vereinigte Königreich gewinnt unser Facebook-Voting vom OGAE Germany! Mit einer Durchschnittsnote von fast 8 Punkten gab es nur sehr wenige, die das Lied überhaupt nicht gemocht haben. Kann Sam Ryder in Turin tatsächlich den Sieg abstauben?

Auf dem Treppchen landen noch Italien und Frankreich, hauchdünn vor Schweden. Diese vier Länder haben alle mehr als 7 Punkte im Durchschnitt erhalten. Es folgen die Niederlanden, Estland, Armenien, Schweiz, Tschechien und Finnland in den Top 10. Deutschland landet auf einem guten 14. Platz, welcher laut aktueller Wettquoten momentan nicht zu erwarten wäre. Dort liegt ja aktuell Ukraine noch klar in Front, bei unserer Facebook-Auswertung schafft es das Land nur knapp vor Deutschland auf die 13, hinter Polen und Norwegen.

Die größten Meinungsunterschiede gibt es unter anderem bei den Ländern Serbien (19.) und Georgen (24.). Hier galt für Euch häufig entweder Hui oder Pfui. Die wohl größten Überraschungen dürften wohl Spanien und Griechenland sein. In den Wettquoten momentan auf den Weg in die Top 6, liegen Chancel und Amanda Tenfjord hier nur auf den Plätzen 26 und 29.

Der Kampf um den letzten Platz hat zwei Länder ganz besonders betroffen: Dänemark und Bulgarien. Am Ende liegen die Rockdamen aus Skandinavien leicht vor den Rockherren vom Balkan.


Zum Schluss möchten wir uns bei Euch allen bedanken, dass Ihr so fleißig wieder mitgemacht habt. In 12 Tagen wissen wir, wie nah Eure Bewertung an das Endergebnis des ESC herangekommen sein wird.

Franks Nachtgedanken zum 3. Probentag

2. Mai 2022 Frank Albers

Frank schaut zurück auf den 3. Probentag

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(Editor: Reinhard Ehret)

Meet & Greet San Marino: Achilles kluger Bullenritt

2. Mai 2022 Frank Albers

Es war wenig überraschend, dass einer der wildesten und heißesten Auftritte an diesem Probentag aus San Marino kam. Der italienische Topstar Achille Lauro in Diensten San Marinos ist legendär für seine provokanten und extremen Inszenierungen, die auch ein Grund für seine Popularität in Italien sind. Auf der Turiner Bühne wird Achille im hautengen Strumpfnetz-Kostüm und Cowboyhut zwischen zwei Käfigen auf einem roten Bullen reiten und natürlich darf auch eine Luxus-Federboa nicht fehlen. Der ESC hat in den letzten sechs Jahrzehnten schon einiges gesehen und erlebt, ein heißer Ritt auf einem Bullen ist dann aber tatsächlich mal was Neues.
In der Pressekonferenz zeigte Achille dann seine andere Seite, die des sehr sachlichen und überlegten Künstlers, der klare Vorstellungen von seiner Kunst hat und wie und wo er sie einsetzen will.  Von aufgedonnertem Glamour und Provokationen war bei der Pressekonferenz nur noch ansatzweise etwas zu spüren.
Sehr sachlich schilderte Achille das Konzept hinter seinem Auftritt an dem er sehr lange gearbeitet habe und sich außerordentlich darauf freut, es Europa endlich vorstellen zu können. Obwohl Achille Englisch spricht, war es ihm wichtig auf Italienisch antworten zu können, da er Sorge hatte, sich nicht präzise genug ausdrücken zu können.

 

Die Grundaussage der Inszenierung sei Freiheit, das zu sein was man ist und sein möchte. Dies bedeutet für ihn persönlich, einzigartig zu sein. Aber jeder von uns habe natürlich seine ganze eigene Idee und Vorstellung von Freiheit und die gelte es zu akzeptieren. Von Wettbewerben an sich, egal ob es nun der ESC oder Sanremo sei, hält er nicht sehr viel. Viel wichtiger für ihn sei die Möglichkeit, sich auf einer großen Bühne wie dem ESC ausprobieren und präsentieren zu können. Er würde daher auch nicht spekulieren, wer im Halbfinale eventuell sein größter Konkurrent oder seine größte Konkurrentin sein könnte. Er freue sich auf alle Auftritte gleichermaßen.

Gefragt nach dem Unterschied zwischen Eurovision und Sanremo sagte er, dass dieser gewaltig sei. Nicht nur wegen der unterschiedlichen Größe sondern vor allem, weil in Sanremo die Proben nicht öffentlich wären. Bis zu Show wisse dort niemand was der jeweilige Interpret genau tun würde. Eine kleine Provokation oder etwas ganz Ausgefallenes zu präsentieren, wie er es mit „Domenica“ in diesem Jahr gemacht hätte, sei so viel einfacher und effektiver, weil man alle überraschen könne. Beim ESC sei das aufgrund der riesigen Öffentlichkeit schon bei den Proben vollkommen unmöglich.
„Domenica“ haben er für Sanremo geschrieben, ohne den ESC im Hinterkopf zu haben. „Stripper“ hingegen sei gezielt für den Eurovision Song Contest von ihm entwickelt worden. Aber er habe auch ein paar andere Titel zur Auswahl gehabt, sich dann aber ganz bewußt für „Stripper“ entschieden.

Natürlich interessierte die italiensichen Journalisten vor allem sein Verhältnis zum  Sanremo-Festival, das er in den letzten Jahren stark mitgeprägt habe. Er sei stolz, das aus seiner Sicht bis vor einigen Jahren noch sehr konservative und musikalisch einseitige Festival etwas wachgerüttelt zu haben und für mehr musikalsiche Vielfalt in Sanremo gesorgt zu haben.

Nach dem ESC plant Achille eine große Italien-Tour mit Konzerten in großen Arenen aber auch mit ein paar intimen Clubauftritten.

Das Meet & Greet mit Achille Lazro präsentierte einen Künstler, der auf der einen Seite ein großer musikalischer Provokateur ist und viele Menschen in ästethische Grenzbereiche führt, der andererseits aber auch sehr reflektiert, überlegt und zurückgenommen sein kann.

 

(Foto 1, 3, 4: EBU, Foto 2: EBU/Screenshot)

Meet & Greet Malta: Die starke Botschaft

2. Mai 2022 Reinhard Ehret

Die Verspätungen im Programmablauf der Interview-Übertragungen wachsen von Tag zu Tag an. Über eine halbe Stunde nach der geplanten Zeit tauchte Emma Muscat aus Malta auf den Bildschirmen auf. Die 22-jährige, in San Giljan geborene Sängerin versöhnte die Wartenden jedoch mit einem äußerst charmanten Auftritt vor der virtuell versammelten Presse, wenngleich der ewig aufgedrehte Fragesteller Mario zuweilen eine enervierende Mitsinglust an den Tag legte. Anstrengend! 

Emma berichtete ? welch Überraschung ? von einer glänzend verlaufenden Probe und der schon oft zitierten „amazing stage“. Sie freute sich sehr, dass alles nach ihren Vorstellungen verlaufen sei. Nach ihrem Songwechsel, der im Nachgang zur maltesischen Vorentscheidung für Verwunderung gesorgt hatte, befragt, sagte sie, dass „Out Of Sight“ ein sehr persönliches Lied sei, das sich stark auf ihre Vergangenheit beziehe. Ihr jetziger Beitrag „I Am What I Am“ sei hingegen sehr universell ausgerichtet und habe die sehr starke Botschaft, sich von niemandem verbiegen zu lassen und unbeirrt zu sich selbst zu stehen. Den gleichnamigen Welthit von Gloria Gaynor kennt das junge Ding doch tatsächlich nicht! Man habe ihr zwar gesagt, es gäbe ein Lied mit demselben Titel, aber sie müsse ihn erst noch anhören. Faszinierend! Die dänischen Autoren ihres Songs habe sie noch nie persönlich getroffen, berichtete Emma. Sie hätten bislang nur virtuell über große Distanzen kommuniziert. 

Als sie 15 Jahre alt war musste sie sich für die künstlerische Karriere entscheiden ? und gegen eine sportliche. Zehn Jahre lang war sie nämlich Schwimmerin. Doch häufige Erkrankungen, die man auf das gechlorte Wasser zurückführte, machten diese Entscheidung nötig, die sie aber niemals bereut hat. Ein großer Sportfan ist sie selbstverständlich nach wie vor.

Was sie macht, wenn sie am Abend des großen Finales gewinnen würde? Ganz sicher würde sie weinen und lachen zugleich und sofort ihre Familie anrufen. Nundenn, Emma: You are what you are!

Foto oben: EBU/Screenshot, Foto unten: EBU