Eurovision Song Contest
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ESC 2019 Finale PostTed:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Norwegen
4. Italien
5. Schweden
Stand: 12.09. 09:55
Wertungen: 60
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Top5 ESC 2019 Predict:
1. Niederlande
2. Schweiz
3. Australien
4. Island
5. Russland
Stand: 18.05. 19:44
Wertungen: 38
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ESC 2019 1.Semi PostTED:
1. Australien
2. Tschechien
3. Estland
4. Slowenien
5. Serbien
Stand: 28.08. 19:28
Wertungen: 56
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ESC 2019 2.Semi PostTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Schweden
4. Norwegen
5. Aserbaidschan
Stand: 28.08. 19:26
Wertungen: 54
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ESC 2019 PreTED:
1. Schweiz
2. Niederlande
3. Italien
4. Norwegen
5. Schweden
Stand: 18.05. 20:23
Wertungen: 142
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Im Forum Helsinki berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Helsinki.
Wir haben hierbei keine genauen Regeln, sondern jeder berichtet über das, was er für erwähnenswert hält und wann er gerade Zeit und Gelegenheit hat, etwas zu schreiben.


Weitere Bilder findet ihr im Album Helsinki


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11.05.2007 14:42 klaus Woryna
erste Generalprobe Finale

Gerade laeuft die erste Generalprobe fuer das Finale. Einschaetzungen sind insbesondere nach dem gestrigen Halbfinalergebnis besonders schwierig, daher hier der Versuch, wertungsfrei die Auftritte zu beurteilen:

Bosnien: Die Gute tritt tatsaechlich in dem unsaeglichen gruenen Kleid auf, das sie in einen Tannenbaum oder einen altmodischen Lampenschirm verwandelt. Stimmlich kam sie soeben im Fernsehton nicht so gut, wie gewohnt herueber, einige Wackler begleiteten den Auftritt.

Spanien: in dem gewohnten weiss, mit engen Jaeckchen singen und tanzen die Spanier, wobei die Stimmen heute besonders duenn wirkten. Dazu kam eine katastrophale Kamerafuehrung; abgeschnittene Koepfe scheinen die Spezialitaet der Kameramaenner zu sein. Der Auftritt wirkte nicht ueberzeugend.

Weissrussland: Koldun hatte wohl gestern noch zu viel gefeiert, denn er wirkte richtig muede und sang mit angezogener Handbremse. Neue Pyrotechnik am Ende des Auftritts soll wohl weitere Punkte bringen.

Irland: nach dem durchgaengig lauten Auftritt von Koldun kommen die Iren wohltuend erholsam rueber. Vielleicht entsteht hier wieder ein unerwartet gutes Ergebnis. Gegen Ende hatte sich aber die Saengerin noch gut versungen.

Die Finnin wartet mit einem duesteren, in der Halle heftig umjubelten Auftritt auf. Kontrastreicher kann der Wettbewerb nicht sein, denn nach den Iren rockt die Halle.

Mazedonien: auch hier scheinen sich die Feiern von gestern noch niedergeschlagen zu haben. Eine wenig ambitioniert wirkende Karolina absolvierte ihre Generalprobe zwar laechelnd, aber ohne Aussagekraft.

Slowenien: auf dem Buehnenboden wird zu Beginn die slowenische Fahne eingeblendet. Alenka schonte ihre Stimme sichtlich. In Slowenien selber wurde die ganze Nacht gefeiert, eine neue Nationalheldin ward geboren.

Ungarn: in ein buntes, bedrucktes T Shirt gesteckt zeigte Magdi einen relaxten Auftritt, der mit dem gestrigen Halbfinalauftritt identisch war.

Litauen: nach dem ruhigen ungarischen Beitrag wird es noch ruhiger, so manchem sind die Augen zugefallen, was sicherlich unfair ist, da hier mit Schattenspielen untermalt gute Musik geboten wird. Jedenfalls aber hat man den Eindruck, dass dieser Beitrag untergeht. Dazu kamen erhebliche technische Probleme.

Griechenland: die Stimme von Sarbel war schlecht ausgesteuert,denn er kam im Fernsehton zu laut; sichtlich nervoes gesellten sich hierzu einige Unsicherheiten, sowohl beim Gesang als auch der CHoreographie. Insgesamt ein verwackelter Auftritt.

Georgien: der identische Auftritt wie im Halbfinale, nur gelang es diesmal den Kameramaennern, den Pyroeinsatz einzufangen.

Schweden: nach Georgien wohl ein optimaler Startplatz. Souveraen dargeboten, kann der eingaengige Song trotz aller fragwuerdigen optischen Eindruecke erfolgreich sein.

Frankreich: frisch und lebendig dargeboten war die Resonanz in der Halle nicht besonders verheissungsvoll. Irgendwie will der Funke nicht ueberspringen. Ein sehr schwer einzuschaetzender Song.

Lettland: das erneute Kontrastprogramm nach den durchgeknallt wirken wollenden Franzosen; die Letten zeigen einen unveraenderten Auftritt wie im Halbfinale.

Russland: in der Halle mit grossem Applaus empfangen, zeichnet sich der russische Beitrag vor allem durch Lautstaerke aus.

Und dann kam und sang er: unser Roger Cicero. Bei aller deutscher Brille ein erneut hervorragender Auftritt. Schoen zu beobachten: im Pressecentrum unterbrachen die Journalisten ihre Schreiberei und starrten auf den Bildschirm; sie wippten mit. In der Halle grosser Applaus. Ist es ein gutes Zeichen, dass mit dem ungarischen Beitrag die Fernsehzuschauer einen nicht mainstreamigen Musikstil ins Finale waehlten. Mal sehen, ob auch eine Solidarisierung der Westeuropaeer, ausgerechnet mit dem deutschen Beitrag erfolgt.

Serbien: ausgezeichnet gesungen, wird sie immer lockerer und besser. Ein ganz starker Auftritt, der ebenfalls unveraendert bleibt.

Ukraine: die Kameraeinstellungen wurden erheblich verbessert. Verka kommt ausgezeichnet auch am Bildschirm rueber. Der groesste Applaus in der Halle. Ob man mag oder nicht, dies ist der Topfavorit fuer das Finale, den es zu schlagen gilt.

UK: Nach der Ukraine kann der Auftritt der braven Briten nur allenfalls als billiger Eurotrash bezeichnet werden. Lachten und laechelten die Zuschauer noch bei der Ukraine, setzt hier ein kollektives Gaehnen ein. Das UK wird im uebrigen als Favorit auf "Null Punkte" getippt.

Rumaenien: die Volkstanzelemente wollen soch richtig zu zuenden. Der Auftritt wirkt aufgesetzt und wenig inspiriert, ohne dass dies dem Zuschauer das gewollte Laecheln entlockt.

Bulgarien: auch hier tobt die Halle wieder. Irgendwie mausern sich die Bulgaren zu einem Geheimtipp. Sich von Startplatz eins des Halbfinales in das Finale zu trommeln, zeigt, dass hier wohl eine quer durch ganz Europa gehende Unterstuetzung vorhanden. Dies verbunden mit dem guten Startplatz kann zu einer der groessten Ueberraschungen des Jahrganges 2007 fuehren.

Tuerkei: Kenan mit einem unveraenderten Auftritt; allerdeings kommt seine Stimme etwas quaekend rueber. Auch ist es sicherlich nicht von Vorteil, dass wieder viele Nationen den orangeroten Hintergrund waehlten.

Armenien: die aufwaendige Inszenierung des Baumes und die sehr sauber gesungene Ballade kommen auch in der Halle gut an. Dank der in Europa weit verteilten armenischen Gemeinde wird den Armeniern wohl zumindest ein guter Mittelfeldplatz gelingen koennen.

Moldawien: auch hier keine Veraenderung zu Halbfinalauftritt, wenn man von der Haarpracht mal absieht. Hier sind nunmehr leuchtende Baender ins Haar eingeflochten.

Insgesamt, unabhaengig von allen Fragen und Diskussionen ueber das Zustandekommen des Finales ein bunter Abend, bei dem viele Musikstile dargeboten werden und die meisten Interpreten Musiker sind. Es wird sehr interessant werden. Topfavorit ist und bleibt die Ukraine, jedoch kann und wird es Ueberraschungen geben.

Nach den neuesten Geruechten haben bereits die Schweiz, Oesterreich, Andorra, die Niederlande und Island der EBU gegenueber bekanntgegeben, 2008 nicht dabeisein zu wollen. Aehnliches hoert man aus dem daenischen Lager. Mal sehen, wie die EBU reagiert und ob es bei den Ankuendigungen bleibt.

Es bleibt auch abzuwarten, wie oft man bei der Punktevergabe hoeren wird, dass alle Punkte nach Russland und die ehemaligen GUS Staaten gehen werden. Es bleibt zu hoffen, dass das Publikum fair bleibt und das Voting nicht zu einem Ost West "Krieg" ausartet.





11.05.2007 11:25 Roman Heinl
die Mauer im Kopf

Es ist vollbracht! Der stimmungsvolle Abend gestern ist also nun Geschichte und ein weiterer Part der Eurovisionshistorie ist geschrieben.
Der ueberwaeltigende Osteuropatriumph wird natuerlich heiss diskutiert. die Argumente sind wie immer die gleichen. Zusammenfassend kann man diese wiefolgt beschreiben: Immer sind die anderen schuld.
Nein nein, kein Land ist gestern weitergekommen, weil die Osteuropaer sich nur selbst waehlen. Das gestrige Ergebnis ist ein ganz klarer Indiz dafur, worauf es immer noch am meisten ankommt, naemlich ein gutes Lied. Kein Mensch kann behaupten, dass Bulgarien nur durch Punkteschiebereien weitergekommen ist. Keiner kann behaupten, dass Moldawien oder Mazedonien den Finaleinzug nicht verdient haetten. Jeder, der denkt, dass Osteuropa sich selbst in dem Mase ins Finale votet, dass es alles unfair ist, dem muss ich in aller Deutlichkeit sagen, dass er keine Ahnung hat und dass er die Mauer noch im Kopf hat.
Westeuropa sollte endlich mal die Schuld bei sich selbst suchen und nicht immer die Punkteschiebereien fuer ihre eigene Unfaehigkeit verantwortlich machen.
Bulgarien bietet eine tolle Trommelshow, Moldawien einen der besten Rocksongs der Eurovisionsgeschichte, Mazedonien einen stimmigen folkloristischen Popsong, Serbien eine wahnsinns dramatische Ballade und Georgien einen klasse mystischen Popsong. Und was bietet der Westen auf? Einen schon 1000 mal gehoerten unspektakulaeren Song aus den Niederlanden, billige Schlager aus Norwegen und Daenemark und versemmelte Auftritte aus der Schweiz.
Osteuropa hat sich seinen Erfolg reglich verdient, ich freu mich fuer fast jedes Land, welches sich durchgesetzt hat.
Sollte der Westen die Schuld weiter nicht bei sich selbst suchen wird sich auch in den kommenden Jahren nichts aendern und der Osten wird weiterhin erfolgreicher sein. Eine Tatsache, die ich absolut begruesse, denn Osteuropa hat den ESC seit Mitte der Neunziger Jahre absolut bereichert. Ich moechte keines der teilnehmenden Laender missen und freue mich schon auf den ersten Aserbaidschanischen Beitrag, wann auch immer er kommen wird.

Einer der grossen Gewinner des gestrigen Abends koennte durchaus Roger Cicero sein, denn ich halte ihn mittlerweile tatsaechlich fuer den chancenreichsten westeuropaeischen Beitrag. Und es soll keiner sagen, dass Deutschland nicht mehr gewinnen kann. Das ist absolut falsch und ich hoffe Roger kann das am Samstag beweisen.



11.05.2007 08:57 klaus Woryna
12.00 Uhr EBU-Pressekonferenz

Heute soll um 12.00 Uhr dem Vernehmen nach eine EBU-Pressekonferenz steigen. Vielleicht gibt es schon erste offizielle Reaktionen auf das Halbfinale. Wir werden berichten. Trotz allem, lasst Euch zuhause den Spass nicht verderben und wer weiss, welche Ueberraschungen 2007 noch zu bieten hat. Die serbische Teilnehmerin gab selbstbewusst auf ihrer Pressekonferenz gestern an, dass der Sieger des ESC 2007 aus dem Halbfinale kommen wuerde. Jedenfalls sind durch das unerwartete Halbfinalergebnis die Karten vollkommen neu gemischt worden.



11.05.2007 03:35 Frank Albers
Der Osten siegt - aber auch die Qualität

Die Diskussionen um das Ergebnis des Halbfinals kochen hier in Helsinki immer noch hoch, und das wird sicher auch die nächsten Tage so bleiben.

Ist es wirlich ein Ergebnis, dass nur durch die Osteuropäer und deren Nachbarschaftsliebe geprägt wurde? Wenn man sich die Prognosen der vergangenen Tage näher ansieht, stellt man schnell fest, dass da am Donnerstag nicht irgendein Schmarrn gewonnen hat, sondern weitestgehend die qualitativ besten Titel. Serbien, Weissrussland, Bulgarien, Lettland, Slowenien gehörten schon seit langem zum engsten Favoritenkreis. Dazu kam aufgrund der Abstimmungserfahrungen der letzten Jahre Mazedonien (eher qualitätsunabhängig) sowie die hochgelobten Aussenseiter aus Georgien. Richtig überraschend ist das Ergebnis in weiten Teilen also nicht.

Nicht nur Osteuropa hat gewertet, sondern es wurde auch im Westen abgestimmt. Und nicht in jedem Land Westeuropas leben große osteuropäische Minderheiten. Es ist daher anzunehmen, dass auch so manchem Zyprioten oder Portugiesen der eine oder andere osteuropäische Beitrag gefallen hat.

Kann man den Osteuropäern vorwerfen, dass sie Qualität in den Wettbewerb schicken? Nein. Vielmehr muss man den westeuropäischen Sendeanstalten vorwerfen, dass sie es versäumt haben, ein Publikum für die Halbfinals zu finden, anstatt sie in den dritten oder Regionalprogrammen minimalst zu präsentieren. Dort fehlt ihnen natürlich ein breites Publikum und eine entsprechend große und weitgefächerte Abstimmungsgruppe. Und so bleiben im Halbfinale eben oft nur interessierte nationale Minderheiten, die natürlich wiederum ihre Titel stärker bewerten.

Man kann daher nur hoffen, dass die entsprechenden Sendeanstalten dies zukünftig verstärkt in ihre Überlegungen einbeziehen.

Ich bin davon überzeugt, dass wir am Samstag ein starkes und vielfältiges Finale erleben werden und dass am Ende der beste Titel gewinnt. Unabhängig aus welchem Teil Europas er stammt.



11.05.2007 00:22 klaus Woryna
die ersten Reaktionen aus Helsinki

Ich weiss nicht, ob das Buhkonzert der Zuschauer am Fernsehschirm zu vernehmen war, jedenfalls buhte ein Grossteil der Halle bei Bekanntgabe der Finalisten. Auch wenn das nicht die faire Art ist, so ist die Wut in Helsinki zum Greifen. Der gesamte Westen schaffte es nicht in das Finale. Hatte die Eurovision noch bisher zu einer Einigung Europas beigetragen, so scheiden sich jetzt die Geister. Auch wenn es sich um vermeintlich demokratische Abstimmungen handelte (Callcenter kann man ueberall einschalten), so versteht kaum einer, dass Norwegen, Schweiz, Dänemark, Andorra, Niederlande alle ausschieden.

Bereits im Vorfeld war aus Andorra, Belgien, Österreich und auch den Niederlanden geäussert worden, dass im Falle eines weiter verpassten Finales ihre Teilnahme fuer 2008 in Frage stellen. Damit wuerde sich zwar die 40-Nationen-Regel einhalten lassen, aber der Contest immer ärmer werden.

Wer soll zudem am Samstag auch noch fuer Deutschland anrufen, wenn alle unsere Nachbarn nicht mehr dabei sind: Schweiz, Österreich, Polen, Niederlande, Dänemark - alle weg. Damit werden dort auch die Zuschauerquoten sinken und der der nicht einer nationalen Minderheit angehörende Zuschauer eher abschalten.

Die Wut in Helsinki ist gross, es bleibt abzuwarten, ob sich diese bald legt oder ob der Samstag in der Halle zum ersten Ost-West-Streit werden wird.

So viel fuer heute von mir aus Helsinki, vielleicht hilft finnischer Wodka ueber die ersten Schocks hinweg.



10.05.2007 19:40 Frank Albers
Der Empfang des deutschen Botschafters

Bevor mit dem Halbfinale erstmals in dieser Saison die Nerven so richtig in Spannung gebracht werden, lud zur Entspannung und Abkuehlung der deutsche Botschafter zusammen mit dem NDR in seine Residenz ein. Das Grundstueck liegt traumhaft schon auf einer Insel, vom parkaehnlichen Garten fuehrt ein Steg mit Bootshaus hinaus in den See. Die Residenz selber ist in klassischer Bauhaustradition erbaut. In diesem wunderschoenen Ambiente traten Roger Cicero und Hanna Pakerinen zu einem gemeinsamen Kurzkonzert an, beide nur am Fluegel begleitet. Es war wunderschoen, die Gaeste des Empfangs von beiden Auftritten begeistert.

Foto (Sigi Doppler): Hanna Pakarinen und Roger Cicero eintraechig am See



10.05.2007 19:37 Wolfgang Grube
Wer schafft es von den Halbfinalisten ins Finale?

Die Vorhersagen haben hier in Helsinki kurz vor dem Halbfinale Hochkonjunktur. Jeder hat seine Kandidaten, die es "sicher" ins Finale schaffen. Wir haben uns den Spass gemacht, alle Vorortberichterstatter vom OGAE nach ihrem persönlichen Tipp zu befragen - hier ist das Gesamtergebnis.
Demnach schaffen den Einzug ins Finale heute abend:
1. Platz: Schweiz
2. Platz: Serbien
3. Platz: Bulgarien
Zypern
Andorra
Slowenien
7. Platz: Mazedonien
Tuerkei
9. Platz: Weissrussland
Lettland

In 1 !/2 Stunden gehts los ... Wir sind soooo gespannt und halten natuerlich allen Teilnehmerländern die Daumen.

Foto: Screenshot von der noch leeren Hartwall-Areena




10.05.2007 01:53 Roland Berger
Die 2. Generalprobe des Semifinals

Waren am Nachmittag zur 1. Probe ausser den Schülergruppen viele Vertreter der Medien anwesend, so fand am Abend zur 2. Probe überwiegend die finnische Bevölkerung den Weg zur Arena. Mit ca. 30% Auslastung war die Halle für eine Generalprobe des Semifinals sehr gut besetzt.

Koldun (Weissrussland) hat bei seinem Lied 2 Passagen in denen er große Schwierigkeiten hat die Töne zu treffen. Dies wird aber geschickt durch die Performance kaschiert. Er machte die gleiche ordentliche Probe wie am Nachmittag. Olivia Lewis (Malta) blieb am Abend genauso blass wie bei der 1. Probe. Alle anderen Teilnehmer konnten sich in ihren Darbietungen leicht oder mehr steigern.

Einen besseren Titel wie Water aus Bulgarien kann es als Opener nicht geben. Die dynamische Trommel- und Gesangsnummer macht Lust auf mehr.

Die Schweiz bekam sehr grossen Applaus, obwohl nicht alle Töne sitzen. Die Perfomance machts halt. Meine finnländische Sitznachbarin, die DJ Bobo bis dato gar nicht kannte, meinte „This was great“.
Edsilia (Niederlande) wird von Tag zu Tag besser. Großartiger Auftritt. Auch sie erntete sehr großen Beifall.
Drama Queen sang deutlich besser als in der 1. Probe und Serbien gab noch mal 150%. Es entsteht zwar der Eindruck, dass der serbische Song in der Fülle der Teilnehmer etwas untergeht, dennoch war es ein deutlich besserer Auftritt als am Mittag.
Andorra kam überraschend auch bei der finnischen Bevölkerung sehr gut an. Auch hier großer Applaus. Für einen Finaleinzug wird es sehr knapp, liegt aber im Bereich des möglichen. Für das kleine Land wäre ein Start am Samstag schon so etwas wie ein Sieg des Contests.
Bei Lettland wurde es vor Begeisterung noch einmal laut in der Halle. Mit ihren aussergewöhnlichen Stimmen bildeten sie einen erfolgreichen Abschluss der Probe.

Die nicht erwähnten Starter boten solide Auftritte, bei denen es keine Patzer gab.

Man hatte den Gesamteindruck, dass die Künstler lockerer ihr Auftritte absolvierten. Vielleicht war die Anspannung nach der 1. Generalprobe doch etwas gewichen.

Lediglich der Kameramann mit seiner Steadycam muss noch ein wenig die Wege auf der Bühne üben. Bei Ungarn hätte er fast die Bushaltestelle umgeworfen .

Welches Fazit kann man nach der 2. Generalprobe ziehen? Das Teilnehmerfeld ist noch enger zusammengerückt. Vorhersagen wer zu den erfolgreichen 10 am Donnerstagabend gehört sind schwierig. Tendenzen sind zwar vorhanden, aber letztendlich kommt es doch wieder ganz anders.

Freuen wir uns auf ein sehr, sehr spannendes Semifinale!




09.05.2007 18:36 Roman Heinl
die zweite Halbzeit

Serbien: Ein unheimlich starker Song. Allein der wirkt schon genug. Marijas Aussehen hat meines Erachtens auf das Ergebniss ueberhauptkeine Auswirkung. Sie kann eigentlich gar nichts falschmachen.
Finalchance: 98%

Tschechien: *groehl. Die Performance sitzt. Die Stimme: voellig wurscht. Der Song ist allerdings keiner, der nach einem mal haengenbleibt. Und ausserdem sind die Tschechen die einzigen, die warscheinlich gar nicht ins Finale kommen wollen.
Finalchance: 24%

Portugal: *gaehn
Finalchance: 2%

Mazedonien: Hier stimmt wieder alles. Ein guter Song, eine professionelle Saengerin mit Klasse und eine tolle passende Buehnenshow. Mazedonien hat dieses Jahr die Nachbarschaftshilfe gar nicht noetig.
Finalchance: 86%

Norwegen: Noch so ein billiger Schlager. Dazu eine Mitvierzigerin, die zwar eine lockere optimistische Performance bietet, aber schon allein durch den schwachen Song chancenlos ist.
Finalchance: 12%

Malta: Jetzt fall ich aus dem Rahmen. Der Song ist saustark. Eine gelungene Mischung aus Pop-Power und Zigeunerklaengen. Da kann man auch mal eine etwas knackigere ueberdrehtere Show aufbieten. Genau das machen die Malteser gluecklicherweise und deshalb...
Finalchance: 62%

Andorra: Eine der groessten Aufsteiger dieser Woche. Ohne gekuenstelt zu wirken spielen die Punkrocker ihren Stiefel runter und wirken dabei richtig symphatisch. Das Lied ist ueberragend genug um die Semifinalhuerde locker zu nehmen.
Finalchance: 73%

Ungarn: Die grosse Unbekannte des Semifinals. Von ganz vorne bis ganz hinten ist alles drin. Entscheidend dafuer ist nur, ob Europa fuer Blues bereit ist oder nicht. Ich denke eher nicht.
Finalchance: 47%

Estland: Auch wenn der Song gut ist, auch wenn die Show gut ist, auch wenn die Saengerin gut ist - bei einigen Beitraegen weiss man einfach, dass sie nicht durchkommen werden.
Finalchance: 17%

Belgien: Aehnlich wie bei Estland. Ein guter symphatischer Beitrag, der aber von kaum jemandem hier im Finale gesehen wird. Dadurch, dass die Belgier wenigstens rausstechen steigert sich der Wert ein wenig.
Finalchance: 26%

Slowenien: Ein weiterer Aufsteiger dieser Woche. Der Auftritt kommt immer besser auf dem Schirm rueber. Alenkas Performance ist voller Selbstvertrauen, der Lichteffekt treffend und sogar der Song ist gut.
Finalchance: 56%

Tuerkei: Das ist alles nicht Fisch, nicht Fleisch. Sowohl dem Song als auch der Show fehlt der letzte zuendende Gedanke. Ich denke, er wird knapp scheitern.
Finalchance: 44%

Oesterreich: Es bleibt dabei, der Gitarrist und die roten Taenzer machen diesen Beitrag kaputt. Auch die Art des Liedes ist zwar sehr schoen, aber fuer diesen Jahrgang nicht passend.
Finalchance: 9%

Lettland: Sehr gefaehrlich. Auch hier ein Auftritt voller Selbstbewusstsein und stimmlicher Glanzleistungen. Interessanter Vergleich mit Slowenien. Diese beiden Laender werden nicht weit auseinander liegen. Leider wird Lettland nur elfter werden.
Finalchance: 50%

Abpfiff! Die Entscheidung ist gefallen. Es gibt keine Verlaengerung. Folgende Laender ziehen ins Finale ein:

Bulgarien
Zypern
Weissrussland
Schweiz
Moldawien
Serbien
Mazedonien
Malta
Andorra
Slowenien

und alle werden sie im Finale Verka Serduchka unterliegen.



09.05.2007 18:10 Roman Heinl
die erste Halbzeit

noch Fragen Kienzle?

Nein Hauser, der Kaese ist gegessen. Hier nun die realistischste aller Einschaetzungen ueber das Semifinale.

Alle folgenden Angaben sind wie immer voellig falsch und entsprechen wie jedes Jahr nicht der am Donnerstag Nacht zur Realitaet gewordenen Wahrheit.

Bulgarien: Ein echter Hammer zu Beginn. Die Trommelshow wirkt perfekt. Die etwas schraege Stimme von Elitsa passt optimal zu diesem sehr schraegen Song.
Finalchance: 82%

Israel: Ein schlechter Song, eine unstrukturierte Performance. Ein laues Lueftchen im gegensatz zu dem sensationellen Beginn des Abends.
Finalchance: 19%

Zypern: Ein knackiger Dancehammer von einer guten und erfahrenen Evridiki. Das zieht!
Finalchance: 61%

Weissrussland: Die Magieshow ist sehr treffend und passend zu diesem ohnehin schon sehr guten Song. Kolduns stimmliche Schwaechen fallen kaum noch ins Gewicht.
Finalchance: 59%

Island: Eirikur holt alles aus diesem Song heraus. Sein Rockimage kommt perfekt auf die Buehne und unterstuetzt den Song schon sehr. Dieser ist leider aber zu schwach und Rocknummern gibt es 2007 schon zu viele.
Finalchance: 32%

Georgien: Ein interessanter Beitrag, dem aber die optimale Umsetzung fehlt. Die Show mit den Schwertkaempfern ist zu lasch und Sophos Ausstrahlung bei diesem mystischen Song nicht ausreichend. Ausserdem ist das Kleid fuer so einen Beitrag unpassend.
Finalchance: 11%

Montenegro: Ich sehe nur einen spaetpubertierenden Teenager, der zwar einen guten aber einen nicht aussergewoehnlichen Song praesentiert. Ein paar Teenys werden dafuer anrufen, mehr nicht.
Finalchance: 7%

Schweiz: Der Song ganz nett, die Show zwar nicht ueberwaeltigend, aber mit Bobos Erfahrung souveraen genug um das Finale zu erreichen. Sein Name ist der groesste Trumpf. Keine Frage, er ist am Samstag mit dabei.
Finalchance: 92%

Moldawien: Einer der besten Songs des gesamten Wettbewerbs. Sticht selbst unter den Rocknummern noch raus. Die Buehnenperformance ist auch gut und stimmig nur Natalia wirkt etwas zu hoelzern.
Finalchance: 68%

Niederlande: Keine Frage, Edsilia hat es einfach drauf. Eine der besten Saengerinnen dieses Jahrgangs. Leider ist der Song nicht gut genug und hinter Moldawien geht sie leider unter.
Finalchance: 38%

Albanien: schlechter Song, Saenger ohne Ausstrahlung. Ich habe hier noch keinen getroffen, der ihn im Finale sieht.
Finalchance: 0,5%

Daenemark: Ein billiger Schlager, der natuerlich durch die Drama Queen selbst an Wirkung gewinnt. Nur, wer ausser die Drag Queens dieser Welt sollten dafuer anrufen.
Finalchance: 34%

Kroatien: Der Song ist an Langeweile kaum zu ueberbieten. Einzig Dado Topics Ausstrahlung stellt einen geringen positiven Wert dar.
Finalchance: 5%

Polen: Ein ganz interessanter Beitrag, aber auch hier stellt sich die Frage nach der Zielgruppe dieses Songs. Die Teenys haben andere Alternativen in diesem Semifinale und die aelteren Mitbuerger ebenfalls.
Finalchance: 16%

Halbzeitpfiff! Noch ist nichts entschieden. Wir geben zurueck in die angeschlossenen Funkhaeuser.


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