Eurovision Song Contest
2016
Forum Stockholm
Monaco 1968
Platz 7
Line & Willy
"A chacun sa chanson"
 
 Eurovision Song Contest 
  2019   2018   2017   2016   2015   2014   2013   2012   2011   2010   2009   2008   2007   2006   2005   ESC Geschichte(n)
  Ergebnis   Teilnehmer   Live aus Stockholm
 

OGAE - Termine
OGAE-Clubtreffen München 25.01.2020
Regionaltreffen Stuttgart 14.03.2020

ESC 2020 - Termine
 Interpr. Bulgarien 25.11.
 HF1 Albanien 19.12.
 HF2 Albanien 20.12.
 VE Albanien 22.12.
 VR1 Norwegen 11.01.
 VR2 Norwegen 18.01.
 VR3 Norwegen 25.01.
 VE Tschechien 27.01.
 VR1 Schweden 01.02.
 VR4 Norwegen 01.02.
 Sanremo VR1 04.02.
 Sanremo VR2 05.02.
 Sanremo VR3 06.02.
 Sanremo VR4 07.02.
 HF1 Island 08.02.
 VR2 Schweden 08.02.
 VR5 Norwegen 08.02.
 Interpr. Malta 08.02.
 VE Lettland 08.02.
 VE Australien 08.02.
 Sanremo Finale 08.02.
 HF1 Estland 13.02.
 VE Norwegen 15.02.
 VR3 Schweden 15.02.
 HF2 Island 15.02.
 HF2 Estland 15.02.
 VE Ukraine 22.02.
 VR4 Schweden 22.02.
 VR5 Schweden 27.02.
 VE Kroatien 29.02.
 VE Estland 29.02.
 VE Island 29.02.
 VE Finnland 07.03.
 VE Dänemark 07.03.
 VE Portugal 07.03.
 VE Schweden 07.03.
 ESC HF1 12.05.
 ESC HF2 14.05.
 ESC Finale 16.05.



Im Forum Stockholm berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Stockholm.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Stockholm


Aktualisierung | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
03.05.2016      Ira aus Malta: Musik hält jung

Ira Losco bekannte auf ihrer Pressekonferenz, es habe sich seit ihrem letzten Mitwirken beim ESC im Jahre 2002 eine ganze Menge verändert und alles sei viel größer geworden. Dass Musik jung hält, war nicht nur ein Spruch Iras, sondern liegt in ihrem Fall klar auf der Hand: Die blendend aussehende Sängerin bekannte, wie schon so mancher Interpret vor ihr, dass ihr der Slogan des Contests - „Come Together“ - sehr gut gefiele. Es ginge hier um die Begegnung mit vielen Musikern aus ganz Europa. Schon die vorausgegangenen Fan-Festivals seien prima gewesen, denn sie habe ihren Song vor Publikum live singen und bereits viele ihrer Mitbewerber kennenlernen können. In ihrem Heimatland erfahre sie sehr viel Unterstützung, berichtete sie. Der Delegationsleiter bekannte gar - auf die Frage, ob Malta im Siegesfalle denn überhaupt den Song Contest austragen könne - man bräuchte vielleicht einige technische Optimierungen, aber die Infrastruktur sei durchaus gegeben. Schließlich versprach Ira noch den anwesenden Fans, dass es spätestens Ende des Jahres ein neues Album von ihr gebe.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Sigi Doppler

03.05.2016      Island mit Gretas Botschaften

Greta Salomés erster Auftritt vor der Akkreditiertengemeinde war heute ein echtes Highlight. Der intelligenten, eloquenten und selbstbewussten Isländerin zuzuhören, gedieh zum wahren Vergnügen. In einem perfekten US-Englisch gab sie ganz viele Botschaften von sich, die man gerne vernahm: Es ginge hier darum, positiv an einer solchen Verantstaltung wie dem Song Contest teilzunehmen und auf die vielen negativen Stimmen und Stimmungen, die es heutzutage gibt, nicht zu hören. Welchen Erfolg sie sich verspricht? Das käme darauf an, wie man Erfolg definiere. Es mag hier einen Sieger geben, aber sicher keine Verlierer. Wenn sich ihre positive Energie bei ihrem Auftritt auf viele Zuschauer übertrage, dann sei das ihr Erfolg. Es ginge dabei weniger um Platzierungen. Und wenn sie sich die letzten Jahre so vergegenwärtige, dann seien ihre Lieblingslieder immer ganz weit hinten gelandet oder erst gar nicht ins Finale gekommen. Das sei aber unwichtig, denn die Hauptsache sei die Begegnung und der musikalische europäische Event. Oh, welch wohltuende Worte! Der ESC sei für jeden Künstler, sagte Greta, etwas Besonderes und biete die Chance, sich vor einem riesigen Publikum zu präsentieren. „Hier beginnt nichts und hier endet nichts“ stellte sie fest, sondern der Contest sei einfach ein großes Festival, von denen es im Grunde viel mehr geben müsste. Das Motto „Come Together“ treffe den Sinn dieser Show sehr genau. Wie recht sie hat.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Sigi Doppler

03.05.2016      Schwedens verfrühte Probe

Da Frans zum eigentlichen Probentermin in die Schule muss, wurde Schwedens erste Probe schon auf den zweiten Probentag vorverlegt. Und trotz innovativer Bühne nutzen die Gastgeber die vorhandenen Möglichkeiten am Wenigsten. Frans steht mit Roman-Lob-Gedächtnis-Mützerl in schwarzer Dunkelheit und singt „Catch and Relise“. Nein, so singt es ja Matt Simons und wir haben hier Frans der „If I Were Sorry“ probt. Jedenfalls blinken hier in Stockholm hinter Frans noch gelbgoldene Lichter aus der Dunkelheit. Das war es im Großen und Ganzen. Erwähnenswert ist noch, dass die Kameraführung sehr auf den jungen Mann fokusiert ist. Bei Allem, auch abseits der eigentlichen Probe, wirkt er eher verschüchtert und deplatziert auf der großen Bühne. Aber natürlich gehört das zu dem Auftritt dazu und er schien von Runde zu Runde etwas aufzutauen. Es verwundert eher, dass das Schwedische Fernsehen noch einen minimalistisch-unaufwändigen Eurovisionsauftritt inszeniert.

eingestellt von: Stefan Ball
© Foto: EBU

03.05.2016      Highway mit Geburtstagen

Das erste Erscheinen vor der hiesigen Presse- und Fangemeinde gestaltete die montenegrinische Band Highway sehr sympathisch. Man erklärte, bei "The Real Thing" handle es sich um einen Rocksong - und diese musikalische Kategorie habe in den heimischen regionen nicht allzu viele Freunde. Umso mehr sei man sehr glücklich, einen sehr energiegeladenen Song hier auf die Bühne stellen zu können. Auf die Frage, wie ihnen Stockholm gefalle, antworteten die Highway-Leute, man habe noch nicht sehr viel davon gesehen, gehe aber morgen auf eine Bootsfahrt. Besonders freue man sich, dass man hier gleich zwei Geburtstage wird feiern können: Leadsänger Peter am 5. und Chorsängerin Maria am 12. Mai. Im Gegensatz zu ihrem Auftritt wirkte die Band äußerst fröhlich und gut gelaunt. Man sei begeistert von der tollen Bühne und der Lichttechnik. Großartig war aber eine Unplugged-Version von "The Real Thing". Man merkte, dass es sich wirkich um ausgebildete Musiker und Sänger handelt.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Sigi Doppler

03.05.2016      Samra locker und natürlich

Deutlich mädchenhafter und durchaus natürlicher als bei ihrem etwas nach Eleganz ringendem Auftritt erschien Samra im sogenannten Meet & Greet (also die Anfangs-Pressekonferenz in bequemer Sitzgruppe). Sie präsentierte ein unspektakuläres Promovideo, das sie der versammelten Gemeinde zum Download feilbot. Es ist auf ihrer Facebook-Seite erhältlich. Ihr Lied, so berichtete sie, möge das Wunder (das „miracle“) bewirken, die Menschen freundlicher zu machen. Auf die Frage nach ihren Schwächen bekannte sie freimütig, sie sei geradezu süchtig nach Süßigkeiten, was man ihrer Figur aber gar nicht ansieht. Samra erklärte ihre unperfekte Sangesdarbietung damit, dass sie sich tatsächlich nicht sehr gut fühle. Die Probe sei aber großartig gewesen und sie sei sicher, dass es von nun an immer besser würde. Das ist ihr von Herzen zu wünschen.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: Sigi Doppler

03.05.2016      Bosnier greifen Flüchtlings-Thema auf

Die Pressekonferenz Bosnien-Herzegowinas war ein sehr offenes unpathetisches Plädoyer für offene Grenzen in Europa und den Abriss der neuen Stacheldrahtzäune. Als bisher einzige Delegation greifen die Bosnier das aktuelle Flüchtlings-Thema auf und wandeln ihr Liebeslied um in einen Hoffnungsruf auf Solidarität und ein Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen, Religionen und Traditionen. Als Bosnier hätten Deen, Dalal, Ana und Jala während des Bürgerkriegs selbst erlebt, was es bedeutet ein Flüchtling zu sein und wie unverzichtbar es ist, Unterstützung von anderen zu bekommen. Daher soll ihr Lied ein Aufruf sein, die errichteten Stacheldrähte und Zäune in Europa wieder nieder zu reißen. Ganz anschaulich symbolisieren die Vier dies mit dem Durchbrechen eines Stacheldrahtzauns auf der großen Bühne des ESC 2016.

eingestellt von: Frank Albers
© Sigi Doppler

03.05.2016      Asderbaidschan indisponiert

Samra zeigte sich bei ihrer ersten Probe ziemlich indisponiert. Ihre stimmlichen Unzulänglichkeiten ließen so manchen hier erst einmal richtig erschrecken, denn sie lag bei fast allen Tönen - insbesondere im Refrainteil - deutlich daneben. Im zweiten Anlauf ging das schon besser, was dann doch bewies, dass die aserbaidschanische Sängerin mehr kann als man anfangs befürchten musste. Vielleicht braucht sie dann also gar kein „Miracle“, um in der Show korrekt zu singen. Ihr beigefügtes Tanzquartett machte etwas unoriginelle zackige Bewegungen um sie herum, ohne zu faszinieren. Möglicherweise wirkt das Ganze hübscher, wenn die Freizeitkleidung durch das Bühnenoutfit ersetzt wird. Dann müsste man aber unbedingt noch an der Bildregie tüfteln, damit das „Miracle“ Chancen bekommt, das Publikum zu verzaubern.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: EBU

03.05.2016      Montenegros strenge Blicke

Mit Kapuzenpullover und verschiedenen anderen lässigen Gewändern machten sich die Herrschaften der Band Highway aus Montenegro auf der Bühne zu schaffen. Alle blickten finster drein, um den Song „The Real Thing“ so nachdrücklich wie möglich zu interpretieren. Einer gab vor, an einem verhältnismäßig modernen Plattenspieler zu scratchen. Der Auftritt wird zur harten Prüfung für die Augen eines jeden aufmerksamen Fernsehzuschauers, denn der stetige Einsatz von Stroboskop-Lichteffekten und weißen Lichterkegeln macht die Sache anstrengend. Überdies unterliegt das schwedische Fernsehen dem Irrtum, der Beitrag bedürfe eines wilden und schnellen Bildschnittes. Bedauerlicherweise fallen dabei auch die Gesichter der Singenden dieser Idee zum Opfer - anfangs sehen wir deshalb meist untere Gesichtshälften in rasch abwechselnden Einstellungen. Ob „The Real Thing“ dadurch zu retten ist, muss bezweifelt werden, zumal die Sangessicherheit nicht optimal klang.

eingestellt von: Reinhard Ehret
© Foto: EBU

03.05.2016      Bosnien-Herzegowinas Rückkehrprobe

„Verka in Gold“ entschlüpfte den Lippen einer Dame am Nachbartisch als sie die Cellistin erblickte. Die hatte eine Art Rettungsdecke um die Schultern gehängt. Der Bildschnitt wechselt immer wieder zwischen den Einzelnen Akteuren, egal ob Sänger oder Instrumentalistin. Im Mittelpunkt stehen natürlich die beiden Vokalisten Deen und Alal. Zwischen denen ist aber ein Maschendrahtzaun wie aus dem Schützengraben aufgespannt. Dies hat sicher eine symbolische Bedeutung, der sich dem Schreiber dieser Zeilen mangels Serbokroatisch-Kenntnissen entzieht. Aber laut dem Songtitel geht es irgendwie um Liebe. Gesanglich kann man den beiden nichts nachsagen. Richtig harmonisch wirken sie aber nicht, auch wenn sie im Vergleich zum Video mehr zusammen als nebeneinander singen. Der Sprung ins Bild durch den rappenden dritten Sänger ist Geschmackssache. Dem Einen gefällts, dem Anderen weniger. Auf jeden Fall ist „Ljubav je“ (Liebe ist) der balkantypischste Beitrag des Jahres, ohne den ein Song Contest eigentlich nicht auskommen kann.

eingestellt von: Stefan Ball
© Foto: EBU

03.05.2016      Ira Losco im Panzermantel

Ist die verzerrte Stimme zu Beginn des maltesischen Liedes noch natürlich oder rein elektronisch? Entspricht dies noch dem Regelwerk?  Die Diskussion darüber überlagert das gesamte restliche Lied obwohl hier auch diverse Fragen durchaus angebracht wären. Ira Losco hat ohne Frage eine herausragende Stimme und ist eine tolle Repräsentantin Maltas. Warum dieses Lied nun aber so viel besser sein soll als der eigentliche Siegertitel der maltesischen Vorentscheidung bleibt das Geheimnis der maltesischen Senderchefs. Ebenso wenig greifbar wie die Komposition bleibt das unstrukturierte Bühnenbild, dessen Beleuchtung uninspiriert zwischen braun, gold, blau und anderen Farben wechselt, ohne irgendeine Raumsituation zu erzeugen. Dazu steht Ira anfangs mit einem steifen braunen Mantel in der Kulisse, der sie wie ein Panzer umschließt und den sie irgendwann abstreift und dann im schwarzen Mini dasteht. Aber das lässt sich sicher (hoffentlich) noch ändern. So bitter es für eine tolle Sängerin wie Ira Losco ist, mit dem Finaleinzug dürfte es für Malta eng werden.

 

eingestellt von: Frank Albers
© EBU

Aktualisierung | Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19

.

 
OGAE Germany e.V.