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Im Newsforum erfahrt ihr Neuigkeiten zum Thema Eurovision Song Contest und zur OGAE.
Schreibberechtigt sind einige ausgewählte OGAE-Mitglieder.


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28.02.2019      Ticket-Verkauf hat begonnen

Seit Donnerstag 28.02. um 18 Uhr können die Tickets gekauft werden.

https://eurovision.tv/story/tickets-eurovision-2019-on-sale-today

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eingestellt von: Florian Sondermayer
© EBU

28.02.2019      Eliot für Belgien

Belgien ist aufgewacht

Nachdem gestern schon ein Schnipsel des Liedes „Wake Up“ veröffentlicht wurde, ist heute der gesamte Beitrag offiziell vorgestellt worden. Das Lied überrascht wenig, da schon vorher bekannt war, dass der Komponist kein geringer als Pierre Dumoulin sein würde, der 2017 mit dem von Blanche gesungenen „City Lights“ einen hervorragenden vierten Platz erreichen konnte. 

Eliot Vassamillet wird das Lied am 14. Mai im ersten Halbfinale vortragen. Er nahm letztes Jahr an der siebten Staffel von „The Voice Belgique“ teil, wo er sich unter Coach Slimane in die elfte von insgesamt 16 Runden kämpfte und dann ausschied. „Wake up“ ist ein Elektro-Pop-Song, dem allerdings ein wenig der „Pep“ fehlt. Gut komponiert und die warme Stimme von Eliot sind stimmig. Vielleicht würde es dem Lied gut tun, wenn der Refrain noch stärker hervorgehoben würde.

Da wegen des Rückzuges der Ukraine nur sieben Länder im ersten Halbfinale auf der Strecke bleiben werden, dürften die Chancen für Belgien dennoch weiterhin gut stehen, sich im großen Finale mit den anderen 25 Länder zu messen. Alternativ gäbe es ein böses Erwachen. 

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Simon Wennige

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eingestellt von: Florian Sondermayer

25.02.2019      Fallen Siren - Ukraine ohne Beitrag

Wäre dies eine schlechte Dating-Show, welche der ukrainische Sender UA:PBC hier veranstaltet, würde jetzt das Schildchen „Next Please“ hochgehalten werden, denn die Episode mit dem sinnbildlichen Striptease fand ja bereits am Samstag satt. Fest steht im Moment nur dass Maruv nicht die Ukraine vertreten wird. Aber noch mal ein paar Tage zurück.

Wie wir bereits nach Vidbir 2019 berichteten, wurde während der Live-Show dem Moderator ein Zettel in die Hand gegeben, welchen er verlesen musste. Hier ging es um ein Statement von UA:PBC dass der gleich zu wählende Beitrag nicht automatisch die Ukraine vertreten wird, sondern erst durch den Sender bestätigt werden muss. Milde ausgedrückt ein recht ungewöhnlicher Vorgang, welcher auch die Frage aufwirft wieso Vidbir überhaupt von einem anderen, kommerziellen Sender ausgerichtet wurde, wenn nun das Ergebnis frei interpretiert werden kann.

Ein sicher weiteres unrühmliches Highlight war die politische Investigation der Kandidaten während der Live-Show zum Thema Krim und der Einstellung zum eigenen Land. Hintergrund hierfür war der grundsätzlich richtige Wunsch des ukrainischen Senders in seiner Stellungnahme:
 
„Auch nach den Regeln des Eurovision (Abschnitt 2.6) muss der Rundfunkteilnehmer den unpolitischen Charakter des Wettbewerbs sicherstellen. Die aktuelle Situation im Zusammenhang mit den landesweiten Wahlen in diesem Jahr weist Anzeichen einer Politisierung auf. Öffentliche Resonanz, Versuche, Druck von den politischen Kräften auszuüben, Eingriffe in die Diskussion über Kulturfiguren und die Informationsstrukturen des Lands der Angreifer führten tatsächlich zur Politisierung der Ergebnisse der nationalen Auswahl.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunkveranstalter sieht in dieser Situation auch die Gefahr einer Eskalation der Spaltung der ukrainischen Gesellschaft, was den Zielen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt widerspricht (nach dem ukrainischen Rundfunkgesetz ist eine der Hauptaufgaben von PJSC "NSTU" die Förderung der Konsolidierung der ukrainischen Gesellschaft (Artikel 4, Absatz 2)).“

Von Seiten Maruvs kam in der späten Sonntag Nacht ein sehr emotionales und bewegendes Statement:
 
„Die letzten 24 Stunden waren die meisten in meinem Leben.
Ich habe einen ehrlichen Sieg in der nationalen Vorauswahl für den Eurovision-2019 gewonnen, der maximale Unterstützung von den Zuschauern und einen hohen Ball von den Jury-Mitgliedern erhalten hat. Aber jetzt will unser Sieg mit dir weg gehen.
Ich bin ukrainka, liebe mein Land und bin stolz, die Ukraine in Tel Aviv beim internationalen Wettbewerb "Eurovision-2019" zu vertreten, trotz der Tatsache, dass ich an einem Tag Vorschläge aus drei verschiedenen Ländern erhalten habe, um sie zu vertreten. Aber meine Antwort ist kategorisch - ich komme aus der Ukraine und auf keinen Fall!
Sie haben wahrscheinlich schon von dem Vertrag zwischen dem Teilnehmer aus der Ukraine und ntku gehört, der heute vor dem Mittagessen unterzeichnet werden sollte.
Ich bin bereit, die Auftritte in Russland zu aufgeben. Live hat alle Fragen beantwortet, an denen die Jury interessiert war. Ich habe die Krim seit 2014 nicht mehr besucht. Ich habe nicht gegen ein einziges Gesetz der Ukraine verstoßen. Und auch bereit, alle Kosten für die Teilnahme am internationalen Wettbewerb zu übernehmen.
Und jetzt über den Vertrag selbst, was mich erfordert:
1. Ich bin von jeder Improvisation auf der Bühne verboten, ohne die Genehmigung der Ntku. (unvereinbar Spagat, zum Beispiel, wird zu einer Geldstrafe von 2 Millionen Uah führen)
2. Sofortige Copyright-Übertragung zu einem Lied der Welt Warner Warner Music (über diese Rechte war bekannt vor dem Wettbewerb)
3. Alle Anforderungen und Hinweise von Ntku zu erfüllen. (theoretisch kann ich dazu gezwungen werden, am Geburtstag einer gewissen Vize-Premiere zu tanzen, und im Falle der Verweigerung werde ich wieder bestraft und bestraft, um eine Geldstrafe von 2 Millionen Uah zu zahlen. Plus Ausgleich für die angeblichen Verluste!) )))))))
4. Verbot der Kommunikation mit Journalisten ohne Harmonisierung mit Ntku. (das verstößt gegen die Freiheit der Rede und der Menschenrechte)
Und es gibt immer noch eine Menge zu tun.
Im Falle eines Verstoßes gegen einen der Punkte ist eine Geldbuße von 2 Mio. Uah und eine Entschädigung von Verlusten noch auf der Höhe der
Im Gegenzug von ntku erhalte ich nichts: weder einen Penny der finanziellen Unterstützung, noch Unterstützung bei der Organisation der Reise, noch, noch mehr, internationale Promo-Unterstützung. Sogar ein Visum, das ich alleine machen muss.
Obwohl es im Vertrag nur ein paar Punkte der Zuständigkeiten gibt:
1. geben sie mir Hinweise zu den Regeln des Wettbewerbs.
2. Mit der Erlaubnis von Ntku, mit Ihnen 10 Personen auf eigene Kosten zu nehmen.
3. halten sie sich an die Bedingungen dieses Vertrags.
Ich spüre den Druck! Und ich sehe offensichtliche versuche, dass ich mich weigere, mein Land beim internationalen Wettbewerb "Eurovision-2019" zu vertreten.
Ich bitte sie um Unterstützung, Unterstützung der Presse und unabhängigen Journalisten, die nicht bereit sind, die Bestellung von jemandem durchzuführen.“

Und jetzt vor wenigen Minuten bestätigte UA:PBC dass Verhandlungen mit einem anderen Kandidaten ab morgen stattfinden werden. Auch Maruv gab noch einmal eine Stellungnahme ab:
 
„Heute hat unser treffen mit ntku etwa sieben Stunden gedauert, damit wir nie auf die Zustimmung der beiden Seiten gekommen sind.
Ein paar Stunden vor der Auslosung wurde ich gebeten, an der nationalen Vorauswahl für "Eurovision-2019" teilzunehmen. Ich habe zugestimmt und gewonnen, und mit großem Stolz war ich bereit, mein Heimatland - die Ukraine in der internationalen Song Arena - zu vertreten.
Wie zuvor sagte ich, die Ablehnung von Konzerten in Russland war für uns keine Prinzipien Sache. Die wichtigsten Unterschiede wurden durch andere Absätze des Vertrags verursacht, die, wenn ich unterschreibe, für mich zu einer Knechtschaft werden. Ich bin ein Bürger der Ukraine, ich zahle Steuern und liebe die Ukraine. Aber nicht bereit, mit Slogans zu spielen, um ihren Aufenthalt beim Wettbewerb in der Promo unserer Politiker zu drehen. Ich bin Musiker, keine Fledermaus in der politischen Arena.
Ich bedanke mich herzlichst und schätze alle, die an mich geglaubt und abgestimmt haben. Und ich bitte sie, diese Tatsache zu akzeptieren und nicht in die Konfrontation zu gehen. Das ist das heutige von heute. Ich möchte meine Kreativität ohne Zensur geben.
Morgen werde ich mit neuen Kräften aufwachen, um meine Musik in der Welt zu gewinnen und zu popularisieren.“

Und mit Maruvs Rückzug ist nun auch aktuell der letzte Fan-Favorit von der Bühne gegangen. Wir dürfen jetzt gespannt sein mit wem morgen verhandelt wird. Werden es die zweitplatzierten Freedom Jazzer sein? Oder erhält Tayanna nach ihrem Rückzug im Januar eine zweite Chance?

Alle Lieder von Vidbir 2019 findet ihr mit einem Mausklick hier:
https://www.ogae.de/db/vesbilder.php?land=ukr&gewjahr=2019

Die Lieder anderer Vorentscheidung dieses Jahrgangs oder gar vergangener Jahre findet ihr ebenso auf www.ogae.de , und viele Fan-Events für euren Kalender.

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eingestellt von: Florian Sondermayer

24.02.2019      S!sters für Deutschland

Tief Thomas und Hoch Barbara halten das deutsche Eurovisions-Wetter seit Freitag Abend fest im Griff. Und bekanntlich ist es im Auge des Sturms am friedlichsten, daher nehme ich dort Platz und versuche den deutschen Beitrag 2019 für euch einzusortieren.

Die S!sters werden Deutschland in Israel mit dem Titel „Sister“ vertreten.

Wer sind die S!sters denn eigentlich?

Anfang Januar überraschte uns der NDR mit der Mitteilung, dass die Band ‚S!sters‘ mit dem Titel „Sister“ das TeilnehmerInnenfeld komplettieren werden. Nachdem zunächst über mehrere Formationen mit dem Namens „Sisters“ diskutiert wurde, kam wenig später heraus, dass es sich um ein eigens für die Vorentscheidung zusammengestelltes Damen-Duo handelt, welche sich vorher gar nicht kannten. Grund war wohl, dass der NDR von dem Lied „Sister“ so begeistert war, dass sie es unbedingt in der Sendung dabei haben wollten. Die „Schwestern“ sind Laura Kästel, 26 aus Königsau, sowie Carlotta Truman, 19 aus Hannover. 

Carlotta nahm bereits im zarten Alter von zehn Jahren am ‚Supertalent’ auf RTL teil und landete im Finale auf dem elften und vorletzten Platz. 2014 nahm sie an der zweiten Staffel von ‚The Voice Kids‘ teil und konnte den geteilten zweiten Platz erreichen. Zusammen mit Alex Christensen trat Carlotte bei der ARD-Sendung ‚Willkommen 2018‘ vor dem Brandenburger Tor auf und sang live den 90er-Jahre Hit „What Is Love“.
Laura gewann ebenfalls als zehnjährige den vom ORF produzierten ‚Kiddy Contest’ mit dem Lied „Ich will in die Disco gehen“, einer deutschen Version von „Crying at the Discotheque“ von Alcazar. Zwei Jahre später scheiterte sie im Halbfinale bei ‚Star Search’. Sie kommt aus einer musikalischen Familie und hat schon sehr früh mit dem Singen begonnen. So durfte sie unter anderem auch als Backroundsängerin von Sarah Connor auftreten. Ihre ältere Schwester, Jenniffer, ist ebenfalls eine durch Casting Shows bekannt gewordene Sängerin. 

In den letzten rund 36 Stunden wurde in den sozialen Medien viel diskutiert, es ging um die Qualität der Lieder, die Ausrichtung des Vorentscheids, die Frage „Ist der deutsche Beitrag automatisch vom deutschen Fan zu akzeptieren?“, die Startreihenfolge und auch um das Thema ob der Erfolg des Vorjahres ausreicht das Konzept des NDR zu bestätigen.
Hier gibt es so viele Meinungen, so viele Ansätze und Diskussionen, dass man sich nur im Auge des Sturms diese in Ruhe durchlesen und betrachten kann.

Dazu für euch eine kleine Presseschau:

https://www.sueddeutsche.de/medien/esc-vorentscheid-deutschland-ssters-1.4341641

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/eurovision-song-contest/vorentscheid-zum-esc-zusammengecastet-fuer-tel-aviv-16056121.html

https://www.welt.de/regionales/niedersachsen/article189285521/ESC-Experte-Chancen-fuer-S-sters-in-Israel.html

https://esc-kompakt.de/unser-lied-fuer-israel-weniger-zuschauer-weniger-televoter/

https://www.bild.de/unterhaltung/musik/leute/esc-vorentscheid-deutscher-sister-act-fuer-israel-60303936.bild.html

https://www.stern.de/kultur/musik/esc-vorentscheid--s-sters-vetritt-deutschland-mit--sister--in-tel-aviv-8593134.html

Natürlich dürfen auch die Fragen nach der Song-Auswahl, oder Warum kein deutscher Titel dabei war?, oder kein etablierter Künstler, oder Wieso nur ausgewählte Pressevertreter den Proben beiwohnen durften? , oder auch Warum die Lieder so spät veröffentlicht werden? gestellt werden. 
ABER jegliche Diskussion dazu erlangt erst ihren Glanz durch konstruktive Kritik und Anmerkungen.

Wir wünschen den S!sters viel Erfolg in Tel Aviv, und drücken natürlich die Daumen!

Alle Lieder von Unser Lied für Israel findet ihr mit einem Mausklick hier:
https://www.ogae.de/db/vesbilder.php?land=ger&gewjahr=2019

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eingestellt von: Florian Sondermayer

24.02.2019      Jurijus für Litauen

Jurijus wird Litauen in diesem Jahr mit dem Titel „Run with the lions“ in Israel vertreten.

48 Acts, vier Viertel-Finals und zwei Halbfinals später standen am Ende acht Lieder zur Auswahl. Ursprünglich hatte es Monika Marija gar mit zwei Titeln durch alle Vorrunden ins Finale geschafft, doch sie zog ihren Titel „Criminal“ kurzfristig zurück, um sich ganz auf „Light on“ konzentrieren zu können. Dafür erhielt dann Alen Chicco eine zweite Chance.

Und wieder verlor an diesem Wochenende ein großer Fan-Favorit. Gingen viele im Vorfeld davon dass Monika Marija das Rennen machen würde, so platzierte sich Jurijus mit 4 Punkten Vorsprung vor ihr.

Mit 28 Jahren gehört Jurijus Veklenko im Moment zu den älteren Teilnehmern in Tel Aviv. Bereits 2012 und 2014 nahm er am litauischen Vorentscheid teil, aber erst in diesem Jahr gelang ihm der Sieg. Musik ist an sich nur sein Hobby, denn der ehemalige Call-Center Agent arbeitet jetzt als IT-Fachmann. Vielleicht hilft ihm ja dieser Sieg sein Hobby zu seinem Leben zu machen.

Alle Lieder von Eurovizijos atranka 2019 findet ihr mit einem Mausklick hier:
https://www.ogae.de/db/vesbilder.php?land=lit&gewjahr=2019

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eingestellt von: Florian Sondermayer

24.02.2019      Joci Pápai für Ungarn

Ungarn wird nach 2017 auch 2019 von Joci Pápai vertreten werden. Belegte er in Kiew einen fantastischen 8. Platz für Ungarn, so sind die Erwartungen an sein Lied „Az én apám“ natürlich hoch.

Spannend war das Finale in Ungarn alle Mal. Von den neun Finalisten durften nur acht antreten, da der Song von Petruska disqualifiziert wurde wegen Plagiatsvorwürfen. Nach der ersten Abstimmungsrunde durch die Juroren kamen vier Acts weiter ins Superfinale. Auf der Strecke blieben The Middletonz, welchen András Kállay-Saunders angehörte, der 2014 Ungarn so fulminant in Kopenhagen vertrat. Und auch der heimliche Favorit Gergo Szekér flog hier bereits raus.

Im Superfinale setzte sich dann Joci Pápai durch
Im Gegensatz zu 2017 setzt Joci in diesem Jahr auf eine Ballade, welcher aber nicht die typischen ost-europäischen Klänge fehlen, und in ihrer Schlichtheit heraussticht aus vielen Beiträgen.

Wir wünschen Joci viel Erfolg in Tel Aviv!

Alle Lieder von A Dal 2019 findet ihr mit einem Mausklick hier:
https://www.ogae.de/db/vesbilder.php?land=ung&gewjahr=2019

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eingestellt von: Florian Sondermayer

24.02.2019      Maruv für die Ukraine

Was ein Krimi! Welch Drama! Und eine Polit-Satire als Sahnehäubchen!

Das war Vidbir 2019!

Mit nur einem Punkt vor den unterhaltsamen Freedom Jazzers gewann Maruv mit dem „Sirene Song“, und wird die Ukraine wahrscheinlich in Tel Aviv vertreten.

Warum wahrscheinlich? 
Der Sender UA:PBC lies während der Show mitteilen, dass er die Sieger noch ablehnen könne im Nachgang. Hintergrund ist, dass dieses Jahr Vidbir vom Kommerz-Sender STB ausgetragen wurde, was aber diesen Vorgang an sich noch erstaunlicher macht. Warten wir also ab was hier weiter passiert.

Und politisch wurde es auch, in einem durchaus überzogenem öffentlichen Rahmen. Die ewige Krim-Frage, und Einstellungen der Künstler wurden intensiv live hinterfragt, anstelle dies im Vorfeld klar abzuklären, und das Thema so gut wie möglich aus der Show herauszuhalten. Zusätzlich gab es noch twitternde Befeuerung durch den ukrainischen Vize-Premierminister, der gar propagierte sich ganz aus der Eurovision zurückzuziehen. Hier kann man der Ukraine für die Zukunft einfach nur mehr Frieden wünschen, und die Musik zur Verständigung zu nutzen.

Gewonnen hat im Moment also die 27-jährige Anna Korsun, welche seit 2017 unter dem Künstlernamen Maruv auftritt. Ihr erstes Album „Black Water“ wurde 2018 veröffentlicht. Für die Teilnahme an Vidbir entschied sie sich nachdem Tayanna sich im Januar vom Wettbwerb zurück gezogen hatte.

Alle Lieder von Vidbir 2019 findet ihr mit einem Mausklick hier:
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eingestellt von: Florian Sondermayer

24.02.2019      Leonora für Dänemark

Es war ein Festival aus Konfetti, Luftschlagen und Pyroeffekten - was das dänische Fernsehen heute Abend geboten hat. Zehn Songs sind im Dansk Melodi Grand Prix angetreten. Sieben waren harmlose Popliedchen. Von daher war es gar nicht überraschend, wer ins Superfinale einzog.
Der wasserstoffblonde Sigmund, eine Mischung aus kleiner Prinz, Astronaut und Bilal Hassani hatte mit "Say my name" eine tolle elektronisch orientierte Nummer im Angebot, die schnell ins Ohr ging und tanzbar ist. Noch schöner wäre es gewesen, wenn seine Stimme etwas stärker gewesen wäre.

Julie & Nina zogen einen vom ersten Takt in den typischen nordischen Song "League of light". Zum ersten Mal wurde im Melodi Grand Prix auch was auf Grönländisch gesungen. Ein direkt eingängiger Song, in dem die Stimmen der beiden Sängerinnen exzellent harmonieren und zur Geltung kommen. Wenn man ihn ein Minute gehört hat, geht einem die Melodie nicht mehr aus dem Ohr.
Leonora brachte einen Hauch Frankreich in den Wettbewerb. "Love ist forever " ist ein wunderbar kleines, in jeder Note nach Frankreich klingendes Lied, das mit viel Liebe auf die Bühne gebracht wurde. Leonora sang auf einem riesengroßen Stuhl, bekam dort gegen Ende von einem Paar Besuch. Ein verspielte, wirklich süße Nummer, die sich am Ende durchsetzte.

Sigmund kam auf Platz 3 mit 23 Prozent. Julie & Nina waren sichtlich enttäuscht über den 2. Platz (35%). Leonora wird also Dänemark in Tel Aviv vertreten (42 %).

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Jochen Voß

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eingestellt von: Florian Sondermayer

22.02.2019      Songs & Interviews für Germany

Heute Abend um 20:15 Uhr ist es soweit. Live aus Berlin wird unser aller Lieblings-Barbara "Unser Lied für Israel" mit 7-facher Unterstützung singen.

Hier sind die Lieder endlich:

https://www.eurovision.de/news/Alle-Songs-des-Vorentscheids-in-der-Uebersicht,songs104.html

Ausserdem haben wir schöne Interviews für euch:





Viel Spaß beim Hören und wir sehen uns beim Public Viewing und der After-Show-Party im März!

Die Lieder anderer Vorentscheidung oder die Platzierungen dieses Jahrgangs oder gar vergangener Jahre findet ihr ebenso auf www.ogae.de , und viele Fan-Events für euren Kalender.

Florian Sondermayer

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eingestellt von: Florian Sondermayer
© NDR

18.02.2019      Die Sieben für Berlin

Stück für Stück werden wir euch die Kandidaten für "Unser Lied für Israel" vorstellen. Jeden Tag wird ein weiterer Kandidat hier dazu kommen. Hörproben der Kandidaten findet ihr am Ende des Beitrags.

1. Lilly Among Clouds für Deutschland?

Ab heute stellen wir Euch die Teilnehmer für "Unser Lied für Israel" vor: Los geht es mit Lilly Among Clouds. Sie heißt eigentlich Elisabeth Brüchner und kommt aus Würzburg. Im Netz wird sie schon seit ein, zwei Jahren als Next-Big-Thing gefeiert. Sie gilt als eine der talentiertesten Pop-Nachwuchssängerinnen des Landes. Auftritte führten sie quer durch Deutschland, aber auch nach Österreich, die Schweiz, die Niederlande oder in die USA zum renommierten South-by-Southwest-Festival in Texas.

Der Bayerische Rundfunk schrieb mal „eine Stimme zum Steine erweichen“. Tatsächlich erinnert die mit ihrem Stil an Lana Del Ray. Beim Songwriting-Camp fiel es Lilly Among Clouds zunächst schwer, ihre Song- und Textideen mit den anderen Komponisten zu teilen. Denn eigentlich stelle sie ihre Songs nur vor, wenn sie fertig seien, sagte sie. Nach einem Tag sei ihr das dann aber deutlich leichter gefallen.

2014 hat sie übrigens den Jugendkulturförderpreis der Stadt Würzburg erhalten- zwei Jahre davor war es Andres Kümmert. Hoffen wir mal, dass das kein schlechtes Omen ist.

von Jochen Voß

2. BB Thomaz - The Voice for Germany?

Bei ihrer Videobotschaft beim OGAE Clubtreffen in München trug BB Thomaz nur einen weißen Bademantel, aus dem ihre Beine herausguckten. Sehr sexy. BB Tomaz weiß einfach genau, wie frau ihren Körper einsetzt. Sie hat schon als Model für verschiedene Sportmarken gearbeitet und nutzt ihre weiblichen Reize auch gerne bei Auftritten. BB wurde in New York geboren, hat in München unter anderem Musik studiert und lebt in der ESC-Stadt Düsseldorf.
Einem größeren Publikum wurde sie in der „The Voice of Germany“-Staffel 2017 bekannt. Damals sang sie im Team von Yvonne Catterfeld und wurde Vierte. Siegerin war übrigens Natia Todua, die seit ihrem Auftritt im vergangenen ESC-Vorentscheid eher auf kleinen Bühnen zu sehen ist.

BB Thomaz arbeitet auch als Zumba-Trainerin. Deutschlandweit bietet sie so genannte Fitness Konzerte an, eine Mischung aus Live Konzert, Workout und Party.
Sie selbst vergleich ihre Stimme gerne mit der Beyoncé und in der Tat ist es Wahnsinn, wie viel Power und Soul sie auf die Bühne bringt. Ihr Vorentscheidungs-Song wird „Demons“ heißen. BB verspricht ein emotionales Feuerwerk.

von Jochen Voß

3. Ein Hauch von Whitney Houston

Aller guten Dinge sind drei: Makeda Michalke wurde 2018 zum dritten Mal in Folge gefragt, ob sie für den NDR am Vorentscheid teilnehmen möchte. Dabei hatte sie sich selbst nie beworben. 2016 nahm die gebürtige Bonnerin am Speed-Interview mit Bürger Lars Dietrich teil und stieg im Anschluss freiwillig aus. Ein Jahr später folgte eine potenzielle Teilnahme mit ihrer Band „Steal a Taxi“. Doch anstelle Independent-Pop-Band nahm dann Xavier Darcy bei der Livesendung in Berlin teil. Für „Unser Lied für Israel“ wird sie am Freitag den Song „The Day I Loved You Most“ vortragen.

Am Eurovision Song Contest gefällt Makeda die Idee des Zusammenkommens vieler internationaler Musiker und sie glaubte schon im Dezember 2016, dass sie in diesen „Pott von Kreativität“ sehr gut reinpassen würde - sie schreibt ihre Lieder größtenteils selbst. Das diesjährige Motto des ESC „Dare to Dream“ bedeutet für sie mutig zu sein, egal, ob man gewinnt oder nicht. Ihr Können durfte sie bereits als Rachel Marron im Musical „Bodyguard“ in Köln unter Beweis stellen. Rachel Marron wurde im gleichnamigen Film von 1992 bekanntlich von keiner geringeren als Whitney Houston gespielt.
Mit ihrem Song möchte sie Menschen berühren und ihnen helfen, anderen zu vergeben, auch wenn diese ihnen weh getan haben. Eine starke Botschaft.

von Simon Wennige

4. Ohne Fallschirm nach Berlin

Aly Ryan dürfte die bekannteste und schrillste Kandidatin im TeilnehmerInnenfeld sein. Die immer sehr bunt angezogene Alexandra Eigendorf - so ihr bürgerlicher Name - hat es 2017 geschafft, mit ihrem Lied „No Parachute“ einen beachtlichen Erfolg einzufahren. Laut eigenen Aussage passen die 23-jährige und der Eurovision Song Contest wie die Faust auf’s Auge - auch wenn sie ihn seit 2010 nicht mehr geguckt habe.

Emotional wird es, wenn es um ihre Familiengeschichte geht. Als die Sängerin 15 Jahre alt war, starb ihr zwei Jahre älterer Bruder, der zeitlebens schwerstbehindert war. In Folge dieses einschneidenden Ereignisses verließ sie ihre Heimat und ging nach Los Angelos, wo sie bis heute lebt. Erst am Mittwoch gab sie ein Konzert vor 300 Schülern der Johann-Peter-Schäfer-Schule in Friedberg, auf die ihr Bruder gegangen war. Das Konzert vor den schwer behinderten Schülern wurde zuvor während einer Wohltätigkeitsaktion für den Verein »Philip Julius für mehrfach schwerstbehinderte Menschen und ihre Familien“ für 1.500 Euro versteigert. Philip Julius war Aly Ryans Bruder und ihre Eltern haben den Verein gegründet.
Am Freitag wird sie mit „Wear Your Love“ an den Start gehen. Sie verspricht, dass er „upbeat und sehr powerful“ sei. Ein Levina-Grau dürfte es auf der Bühne dann nicht geben.

von Simon Wennige

5. „Let me go“ to Tel Aviv?

Ein weiterer Nachwuchs-Kandidat für “Unser Lied für Israel” ist Gregor Hägele. Der 18-jährige Stuttgarter wurde bekannt durch die siebte Staffel von „The Voice of Germany“ 2017. Zwar interpretierte er in der ersten Live-Show damals überzeugend von Jermaine Stewart „We don´t have to take our clothes off“, verlor jedoch gegen BB Thomaz, und auch indirekt gegen die Siegerin Natia Todua, welche im Vorjahr auf der „Unser Lied für Lissabon“-Bühne stand.
Was er einmal sein will? Oder wohin die Reise gehen soll ist noch nicht wirklich klar, aber am liebsten wäre ihm die Musik, wobei er jedoch der Auffassung ist dass es dafür kein Studium braucht, sondern quasi „Man hat es, oder man hat es nicht.“. Höre ich mir seine Beiträge auf Youtube an, wäre er sehr prädestiniert für eine Ballade, und auch ein einfaches und heimeliges Staging. Und auch ihm würde dies nach eigenem Bekunden gut so gefallen.
Über den Titel „Let me go“, welchen er am Freitag präsentieren wird, wissen wir noch nicht viel, aber es ist zu vermuten, dass es genau der Song ist, worüber er äußerte dass es darum ginge seinen eigenen Weg zu finden, auch wenn äußere Umstände/Einflüsse was anderes für bessere halten. Wir dürfen also gespannt sein! 
Optisch wird er sich viele Herzen höher schlagen lassen, Mütter werden sich fragen ob er genug gegessen hat, die Damen- wie Männer-Welt wird intensiv seinen Instagram-Account (https://www.instagram.com/haegelegregor/ ) mit schon riesigen 17.600 Followern durchforsten um herauszufinden ob er noch Single ist, denn er kann schlicht als Everybodys-Darling bezeichnet werden. Er kann ein verschmitztes Lächeln aufbieten, als Markenzeichen sicherlich seine hübsch anzusehenden Segelohren und einen jugendlichen Charme.

von Florian Sondermayer

6. Unbekannte Schwestern

Anfang Januar überraschte uns der NDR mit der Mitteilung, dass die Band ‚Sisters‘ mit dem Titel „S!ster“ das TeilnehmerInnenfeld komplettieren werden. Nachdem zunächst über mehrere Formationen mit dem Namens „Sisters“ diskutiert wurde, kam wenig später heraus, dass es sich um ein eigens für die Vorentscheidung zusammengestelltes Damen-Duo handelt, welche sich vorher gar nicht kannten. Grund war wohl, dass der NDR von dem Lied „Sister“ so begeistert war, dass sie es unbedingt in der Sendung dabei haben wollten. Die „Schwestern“ sind Laura Kästel, 26 aus Königsau, sowie Carlotta Truman, 19 aus Hannover. 

Carlotta nahm bereits im zarten Alter von zehn Jahren am ‚Supertalent’ auf RTL teil und landete im Finale auf dem elften und vorletzten Platz. 2014 nahm sie an der zweiten Staffel von ‚The Voice Kids‘ teil und konnte den geteilten zweiten Platz erreichen. Zusammen mit Alex Christensen trat Carlotte bei der ARD-Sendung ‚Willkommen 2018‘ vor dem Brandenburger Tor auf und sang live den 90er-Jahre Hit „What Is Love“.

Laura gewann ebenfalls als zehnjährige den vom ORF produzierten ‚Kiddy Contest’ mit dem Lied „Ich will in die Disco gehen“, einer deutschen Version von „Crying at the Discotheque“ von Alcazar. Zwei Jahre später scheiterte sie im Halbfinale bei ‚Star Search’. Sie kommt aus einer musikalischen Familie und hat schon sehr früh mit dem Singen begonnen. So durfte sie unter anderem auch als Backroundsängerin von Sarah Connor auftreten. Ihre ältere Schwester, Jenniffer, ist ebenfalls eine durch Casting Shows bekannt gewordene Sängerin. 

Eine Verbindung zu unserer Lena besteht bei beiden. Bei Carlotta war sie ein Teil der Jury bei ‚The Voice Kids’ und Laura (wie auch ihre Schwester Jenniffer) durfte als Backroundsängerin bei Konzerten von Lena auftreten. Ein Wiedersehen zwischen den Dreien wird es am Freitag auch geben, wenn Lena als Interval Act auftreten wird. Ob es den beiden zusammengestellten „Schwestern“ Glück bringen wird?

von Simon Wennige
 

7. Klein-Tarzan für Tel Avi

Sechs Kandidatinnen und Kandidaten für „Unser Lied für Israel“ haben wir Euch schon vorgestellt. Einer fehlt noch: Linus Bruhn.

Im Januar ist der 20-Jährige extra von Hamburg nach München gereist, um beim OGAE-Clubtreffen kurz „Hallo“ zu sagen. Seinen Vorentscheidungssong „Our city“ durfte er dort leider noch nicht spielen, dafür gab er Michael Schultes „You let me walk alone“ zum Besten. Und das klang wirklich toll.

Linus wollte schon immer auf die Bühne. Bereits als Junge spielte er jahrelang den kleinen Tarzan im Disney-Musical in Hamburg. Außerdem gewann er damals schon eine Castingshow auf RTL 2, bei der er Justin Bieter imitierte. 2015 war er Kandidat bei „The Voice of Germany“ – das war die Staffel, die Jamie-Lee gewonnen hat.

In den sozialen Netzwerken ist Linus gut vertreten: Bei Instagram folgen ihm 211.000 Leute, bei YouTube sehen sich hunderttausende seine Songs an.

„Es ist eine große Chance für mich“, sagt Linus zu seiner Teilnahme am deutschen Vorentscheid. „Es war schon immer ein großer Traum von mir, meine Musik der ganzen Welt zu präsentieren.“

Morgen muss er nun erstmal das deutsche TV-Publikum und die beiden Jurys begeistern.

von Jochen Voß
 

Ausführliche Informationen findet ihr natürlich in der neusten Ausgabe der Eurovoice.

Die Lieder anderer Vorentscheidung oder die Platzierungen dieses Jahrgangs oder gar vergangener Jahre findet ihr ebenso auf www.ogae.de , und viele Fan-Events für euren Kalender.

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eingestellt von: Florian Sondermayer

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