
13. Mai 2021 Frank Albers
Als erste der BIG5-Nationen probte heute Italien. Die Sanremo-Sieger Måneskin rockten mit „Zitti e buoni“ zum ersten Mal das Ahoy, und es gelang ihnen so wie man es erwarten konnte. Bassistin Victoria de Angelis und Schlagzeuger Ethan Torchio wurden auf einem Podest im Hintergrund postiert, Sänger Damiano David und Gitarrist Thomas Raggi tobten über den vorderen Teil der Bühne. Damiano sang dabei mit nackten, tätowierten Oberkörper und sparte auch nicht mit einigen angedeuteten Griffen in Richtung Schritt. Verantwortlich für den dänischen Bandnamen Måneskin (Mondschein) ist die aus Dänemark stammende Bassistin.

Gesanglich und atmosphärisch ist der Auftritt sehr überzeugend und sehr professionell. Man spürt, dass diese Band bereits über eine große Erfahrung mit Fernsehauftritten und einen großen Spaß an Liveauftritten hat. Eine volle Halle beim ESC würde die Måneskin-Rocker vemutlich nicht sonderlich beeindrucken, ein reduziertes Publikum wie in diesem Jahr somit erst recht nicht.
Ein durch und durch überzeugender und – für eine Rockband etwas überraschend – eleganter Auftritt Italiens, auch wenn italienischer Hardrock für viele Zuschauer sicher eher überraschend sein wird.
Fotos: EBU