
13. März 2022 Frank Albers
Portugiesischer kann ein Liedtitel kaum klingen als „Saudade, Saudade“, was eine portugiesische Gefühlslage beschreibt, die nur annähernd mit „Sehnsucht“ übersetzt werden kann. Es ist somit am Ende nur konsquent, dass dieses leise englisch-portugiesische Lied der Sängerin Maro, das kein klassischer Fado ist, Portugal in Turin vertreten wird. Es gewann sowohl die Wertung der sieben regionalen Jurys als auch das Televoting. Ein eindeutiger Willensausdruck der Potrugiesen somit.
Auf den Plätzen folgten punktgleich Os Quatro E Meia, FF und Diana Castro.
Der Sieg der jungen Nachwuchssängerin Maro und ihrer vier Chorsängerinnen kam in seiner Eindeutigkeit einigermaßen überraschend, galten im Vorfeld doch mehrere Lieder als Favoriten auf Augenhöhe.
Maro hat die letzten Jahre in den USA an ihrer Musikkarriere gearbeitet und ist erst seit kurzer Zeit in der portugiesischen Musikszene aktiv, wo sie noch auf Weg ist, einem breiteren Publikum bekannt zu werden. Der Sieg beim Festival da Cancao dürfte dazu einen wichtigen Beitrag geleistet haben.
Hier der
Auftritt Maros mit „Saudade, Saudade“ beim Festival da Cancao.