
15. Oktober 2024 Frank Albers
Die EBU hat auf die Forderungen nach organisatorischen Veränderungen im Nachgang zum ESC 2024 reagiert und eine neue Rolle geschaffen: den Direktor des Eurovision Song Contest. Am 15.10. wurde bekannt gegeben, dass der Brite Martin Green, der ehemalige Executive Producer des ESC 2023 in Liverpool, ab November diese Stelle übernehmen wird.
Wie es aussieht, wird die Verantwortung des ESC-Direktors eher strategischer Natur sein, während sich Martin Österdahl in seiner Rolle als Executive Supervisor zukünftig ausschließlich auf die Produktion des Eurovision Song Contest und mehr praktische Dinge während des Wettbewerbs konzentrieren wird. Wie genau das Zusammenspiel von Executive Supervisor und des ihm vorgesetzten Direktor des ESC aussehen soll und wird, wurde nicht kommuniziert.
In der Erklärung der EBU heißt es nur:
?Angesichts des enormen Wachstums des Eurovision Song Contest als Veranstaltung und Marke hat die European Broadcasting Union (EBU) Martin Green (?) in eine neue Rolle als Direktor berufen, der die größte Unterhaltungsshow der Welt beaufsichtigt.?
Greens Erfolgsbilanz als ausführender Produzent von Großveranstaltungen umfasst die Eröffnungsveranstaltungen der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 in London, der britischen Kulturstadt Hull 2017, der Birmingham Commonwealth Games 2022 und des mit der BAFTA ausgezeichneten Eurovision Song Contest in Liverpool 2023.
Jean Philip De Tender, Mediendirektor und stellvertretender Generaldirektor der EBU, ergänzte:
?Martins Erfahrung, sein strategisches Denken und seine kreative Energie werden für den Song Contest von unschätzbarem Wert sein, wenn wir uns auf die Veranstaltung im Jahr 2025 vorbereiten und uns in die Zukunft weiterentwickeln. ?Die Schaffung dieser Führungsposition und die Ernennung von Martin spiegeln wider, wie wir auf der Geschichte und den Stärken einer einzigartigen Plattform aufbauen, die die Kraft der Musik feiert, Menschen zusammenzubringen.?
Martin Green selbst sagt dazu: ?Der Eurovision Song Contest regt die Fantasie von Menschen aller Generationen, Länder und Kulturen an. Es bleibt ein Leuchtfeuer der Freude, Kunstfertigkeit und Vielfalt ? und ein Beweis für die integrative Kraft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. ?Mit der Leitung der Veranstaltung wurde ein Traum wahr und ich freue mich darauf, mit allen Beteiligten zusammenzuarbeiten, um das Projekt und die Marke in eine aufregende Zukunft zu führen.?
Bereits im Juli hatte EBU-Mediendirektor Jean Philip De Tender in einem Interview mit dem schwedischen Rundfunk bestätigt, dass Martin Österdahl weiterhin als Executive Supervisor fungieren werde. Die Aufgaben des Executive Supervisors werden aber auf weitere Personen verteilt, darunter auch auf den neuen ESC-Direktor.
Wie Martin Österdahl selbst über die neu geschaffene Position des Direktors des ESC denkt ist nicht bekannt.