Meet & Greet Malta: Die starke Botschaft

2. Mai 2022 Reinhard Ehret

Die Verspätungen im Programmablauf der Interview-Übertragungen wachsen von Tag zu Tag an. Über eine halbe Stunde nach der geplanten Zeit tauchte Emma Muscat aus Malta auf den Bildschirmen auf. Die 22-jährige, in San Giljan geborene Sängerin versöhnte die Wartenden jedoch mit einem äußerst charmanten Auftritt vor der virtuell versammelten Presse, wenngleich der ewig aufgedrehte Fragesteller Mario zuweilen eine enervierende Mitsinglust an den Tag legte. Anstrengend! 

Emma berichtete ? welch Überraschung ? von einer glänzend verlaufenden Probe und der schon oft zitierten „amazing stage“. Sie freute sich sehr, dass alles nach ihren Vorstellungen verlaufen sei. Nach ihrem Songwechsel, der im Nachgang zur maltesischen Vorentscheidung für Verwunderung gesorgt hatte, befragt, sagte sie, dass „Out Of Sight“ ein sehr persönliches Lied sei, das sich stark auf ihre Vergangenheit beziehe. Ihr jetziger Beitrag „I Am What I Am“ sei hingegen sehr universell ausgerichtet und habe die sehr starke Botschaft, sich von niemandem verbiegen zu lassen und unbeirrt zu sich selbst zu stehen. Den gleichnamigen Welthit von Gloria Gaynor kennt das junge Ding doch tatsächlich nicht! Man habe ihr zwar gesagt, es gäbe ein Lied mit demselben Titel, aber sie müsse ihn erst noch anhören. Faszinierend! Die dänischen Autoren ihres Songs habe sie noch nie persönlich getroffen, berichtete Emma. Sie hätten bislang nur virtuell über große Distanzen kommuniziert. 

Als sie 15 Jahre alt war musste sie sich für die künstlerische Karriere entscheiden ? und gegen eine sportliche. Zehn Jahre lang war sie nämlich Schwimmerin. Doch häufige Erkrankungen, die man auf das gechlorte Wasser zurückführte, machten diese Entscheidung nötig, die sie aber niemals bereut hat. Ein großer Sportfan ist sie selbstverständlich nach wie vor.

Was sie macht, wenn sie am Abend des großen Finales gewinnen würde? Ganz sicher würde sie weinen und lachen zugleich und sofort ihre Familie anrufen. Nundenn, Emma: You are what you are!

Foto oben: EBU/Screenshot, Foto unten: EBU