• Noch 74 Tage bis zum Eurovision Song Contest 2021 in Rotterdam
  • Noch 73 Tage bis zum Halbfinale 1
  • Noch 75 Tage bis zum Halbfinale 2
  • Noch 77 Tage bis zum Finale

Norwegen mit TIX zum ESC

Nach fnf Halbfinals und einer Letzten-Chance-Runde wurde heute der Siegtitel des Melodi Grand Prix in Norwegen ermittelt. Die Show erffnen durfte die Gewinnerin aus dem letzten Jahr, Ulrikke. Dazu hatte sie eine neue Version von „Attention“ mitgebracht.

Schnell ging es weiter mit den zwlf Liedern. Hiervon sollten sich vier fr das sogenannten Goldfinale qualifizieren. Entschieden wurde zu 100% per Televoting.

Nummer eins war Atle Pettersen, der gleich zu Beginn die Welt in Flammen setzen wollte. Gut performt, konnte sein „World on Fire“ aber nie ganz znden.
Fan-Mit-Favoritin Raylee durfte auf der unglcklichen zweiten Position starten. Im Stile eines Popsongs der 80er-Jahre sang die Sdnorwegerin eindrucksvoll, doch Wasserdusche zum Ende ihres Beitrages wirkte mit langem Zopf bei weitem nicht so gut.

Die Mnner von Stavangerkameratene sangen ihren Song im Finale auf Englisch. Mit „Who I Am“ blickten sie zurck in die Vergangenheit. Fr das internationale Publikum immer ein Vorteil, wenn der Text besser verstanden werden kann. Doch fr Rotterdam hat es nicht gereicht. Genauso wie bei Kiim. Emotional vorgetragen, konnte er sich mit „My Lonely Voice“ nicht fr das Goldfinale qualifizieren. Dies schafften die Blsemafian feat. Hazel und ihrem Dance-Song „Let Loose“. Hierbei konnte ganz ungeniert an den Epic Sax Guy aus Moldawien gedacht werden. Mal drei.

Als sechste Kandidatin betrag Emmy die Bhne. In mysterisen „Witch Wood“ htte sie noch mehr fr ihren Auftritt rausholen knnen. Im Ohr geblieben ist der Beitrag, doch fr das Goldfinale sollte es nicht reichen.
Ein Mit-Favorit betrat nun die Bhne: TIX. Anders als noch im Halbfinale trug er seinen Song auf Englisch vor. „Fallen Angel“ war wohl ursprnglich auch in Englisch verfasst worden. Als weier Engel kmpfte er mit sechs schwarzen Dmonen.

Nummer acht auf der Bhne war Kaja Rode, der mit „Feel Again“ ein Lied gegeben wurde, welches irgendwie nicht ganz zu ihre passen wollte.

Wer sich noch an den „Wikinger“ Rein Alexander erinnert, der lernte heute den britischen Gentleman Rein Alexander kennen. Sein Lied „Eyes Wide Open“ hatte eine sehr gesellschaftskritische Note.
Als nchste kam die starke Ballade „I Can’t Espace“ von Imerika. In dunkler Bhnenaufmachung kamen ihre neon-bunten Haare als Kontrast rum ruhigen Lied sehr gut rber. Leider war auch sie am Ende nicht unter den besten vier.
Auerdem kam nach ihre die groen Favoriten von KEiiNO. Ihr Auftritt war solide, wie wir es von 2019 schon kannten. „Monument“ war nicht ganz so schlagerlastig, wie „Spirit In The Sky“, doch war genauso aufgebaut,
Ganz anders und wohl ein wenig berraschend war dies bei Jorn der Fall. Der Rocksnger kam bei seinem „Faith Bloody Faith“ doch arg soft rber. Trotzdem (oder gerade deswegen) konnte er erstmal gengend Anrufe auf sich vereinen.
Nachdem alle 12 Lieder vorgetragen wurde, stimmte das Publikum zehn Minuten lang ab und bestimmte somit Blsemafian feat. Hazel , Jorn, TIX sowie KEiiNO fr das Goldfinale. MGP-Kandidaten von 2011, Helene Bksle, durfte eine Ballade vortragen, wobei schne Bilder aus dem nchtlichen Norwegen eingeblendet wurden. Nach einer weiteren kurzen Abstimmungsphase standen sich dann KEiiNO und TIX im Goldduell gegenber. Beide durften noch einmal auftreten und das erneute Voting wurde von Ulrikkes neuer Single „Falling Apart“ begleitet. Fnf Juroren, welche allesamt whrend des gesamten MGP nicht abstimmungsberechtigt waren, lasen nun die Punkte der fnf Regionen, in die Norwegen fr den Vorentscheid eingeteilt wurden, vor. Das Nordnorwegen an KEiiNO gehen wrde war keine berraschung. Doch bei den vier brigen berzeugte TIX mit groem Vorsprung und so siegte er etwas berraschend mit knapp 380.000 Stimmen gegenber KEiiNO mit lediglich etwa 280.000 Votes.
Damit wird es kein Wiederhren mit der nordsamischen Sprache geben. Norwegen entschied sich fr einen Beitrag, bei dem es darum geht, seinen inneren Dmonen zu besiegen. Gewinner TIX, welcher brigens am Welthit „Sweet But Psycho“ von Ava Max mitbeteiligt gewesen ist, war am Ende so gerhrt, das ihm die Trnen kamen und die Stimme ein wenig bibberte. Ein berraschendes, aber trotzdem schnes Ende eines am Schluss doch knstlich in die Lnge gezogenen Abends in Norwegen.
Alle Informationen und Videos findet Ihr auf unserer Norwegen-Seite
Text: Simon Wennige