
28. Februar 2026 Stefan Ball
Vom Süden wanderte das Melodifestivalen nordwärts in die Hauptstadt von Västernorrland. Nach fünfzehnjäriger Pause ist die Stadt Sundsvall mit dem Veranstaltungskomplex Gärdehov zum vierten mal Schauplatz einer Vorrunde. An diesem Abend findet auch eine Doppelveranstaltung statt. Direkt nach der fünften Vorrunde Deltävling 5 folgt die Relegationsrunde Finalkvalet, in der letzten beiden Finaltickets vergeben werden.
Die ersten vier Lieder des Abends werden von Melo-Neulingen interpretiert, auch wenn mit AleXa die Gewinnerin des bisher einzigen American Song Contests 2022 den nächsten Wettbewerb gewinnen will. Als Autoren fallen da aber bereits Cazzi Opeia und Melanie Wehbe auf.
Startplatz 5 hat Vilhelm Buchaus inne, der letztes Jahr knapp in einer Vorrunde gescheitert ist.
Der prominenteste Name des Abends, wenn nicht des Jahres, erscheint ganz zum Schluss. Sanna Nielsen geht zum achten mal an den Start. Bei ihrem letzten Auftritt 2014 gewann Sie und erreichte in Kopenhagen hinter Conchita Wust und The Common Linnets einen hervorragenden Bronzerang. Für mehr vertraut sie u.a. auf das Talent von Altmeister Thomas G:son.
Gewinnerin des Abends war aber dann Felipe Andres Leiva Wenger alias seine Kunstfigur Lilla Al-Fadji mit Delulu. In der zweiten Wertungsrunde setzte sich schließlich die Grande Dame Sanna Nielsen und ihr Beitrag Waste Your Love für das Finale durch. Verfolgt sie mit der Titelähnlichkeit des österreichischen Titelverteidigers ein Ziel? In die Relegation rettete sich Vilhelm Buchhaus dank Hearts Don’t Lie.
Damit war die Übertragung noch nicht zu Ende und das Volk wurde nochmal zur Abstimmung gerufen. Von den fünf Drittplatzierten aus den Vorrunden durften auch noch zwei ins Finale. Dort setzte sich dann noch die Sängerin Meira Omar mit Dooset Daram durch und das letzte Finalticket löste letztendlich noch der Zweitplatzierte Robin Bengtsson mit Honey Honey.
Damit ist das Dutzend für die Erdbeer-Arena in Solna voll.
Stefan Ball
Bild:SVT