Uku Suviste wieder Sieger in Estland

6. März 2021 Frank Albers

Nach zwei Halbfinals ging am Samstagabend das groe „Eesti Laul“-Finale in Estland zu Ende. Der Sieger und Reprsentant Estlands in Rotterdam ist Uku Suviste mit „The Lucky One“.
Trotz Corona wurde das Finale in der groen Saku Suurhall, dem Austragungsort des ESC 2002, organisiert, allerdings ohne Publikum. Die Entscheidung fiel in zwei Wertungsrunden. In der ersten Runde wurden durch Televoting und Juryentscheid (50/50) aus den 12 Beitrgen die Top3 ermittelt und in der zweiten Runde aus diesen dann per 100% Televoting der Sieger.

In die Top3 haben es Sissi und ihrem Pop-Gospel „Time“ sowie Jri Pootsmann mit seinem etwas mystisch-avandgardistischen „Magus melanhoolia“ und der sptere Sieger, Titelverteidiger Uku Suviste, mit seiner sehr professionell arrangierten internationalen Popnummer „The Lucky One“ geschafft.

In der Hauptrunde auf dem letzten Platz ausgeschieden war vorzeitig der Routinier Ivo Linna mit seinem Sohn Robert und der Band Supernova und ihrem Titel „Ma olen siin“. Ivo vertrat Estland bereits beim ESC 1996, hat immer noch eine der prgendsten und besten Stimmen in der estnischen Musikszene und ist bis heute ungebrochen populr. Auch fr Fanliebling Karl Killing war mit seiner sehr einfhlsamen Ballade „Kiss Me“ hier bereits Schluss. Karl ist nicht nur Snger sondern auch Komponist und ist neben seinem Beitrag gemeinsam mit Koit Toome auch fr das Lied von Suured Tdrukud verantwortlich, und obendrein auch noch fr „6“ von Heleza, das aber bereits im Halbfinale ausgeschieden war.

Egbert Milder schaffte es bei seiner zweiten „Eesti Laul“-Teilnahme mit seiner etwas ungewhnlichen Folk-Pop-Nummer „Free Again“ ebenso wenig in die Top3 wie Koit Toome, der es nach zwei ESC-Teilnahmen in diesem Jahr mit seiner Ballade „We Could Have Been Beautiful“ nicht in die Top3 schaffte.
Mit seiner Standard-Popnummer „One By One“ scheiterte auch Hans Nayna. Hans stammt von Mauritius und ist dort ein sehr bekannter Snger, der auch in Frankreich schon einige kleine Erfolge hatte. In Estland lebt er seit einem Jahr, ist hier aber noch eher unbekannt.
Etwas unerwartet kam das frhe Ausscheiden der YouTube Stars Andrei Zevakin & Pluuto, die mit „Wingman“ heiteren estnischen HipHop auf die Bhne brachten. Aufgrund eines postiven Corona-Test waren sie nicht live in der Halle, sie wurden per Video und online eingespielt. Sie waren nach der Jurywertung noch Zweite.
Groe Enttuschung gab es auch bei den Damen von Suured Tdrukud, die mit ihrem frhlichen von Karl Killing und Koit Toome geschriebenen Schlager „Heaven Is Not That Far Tonight“ scheiterten. Die beiden Damen sind eigentlich primr als Chorsngerinnen unterwegs. Weniger berraschend kam hingegen das Ausscheiden von Kadri Voorand mit der kraftvollen Klavierballade „Energy“. An der Gruppe Redel schieden sich seit dem Halbfinale die Geister. Ihr Beitrag „Tartu“ bewegt sich zwischen Chaos-Commedy, Punk und Rock und polarisierte entsprechend. Aber auch sie schafften es nicht in die Top3.

Insgesamt war es ine sehr familire Veranstaltung. So sangen in diesem Finale Suured Tdrukud auch als Begleichor von Sissi und Koit Toome, und Koit sang zum Ausgleich bei Suured Tdrukud im Chor mit.

Alle Details findet Ihr auf unserer Estland-Seite

Text: Frank Albers