Die EBU und BBC Pressekonferenz

10. Mai 2023 Frank Albers

Am Mittwoch-Nachmittag fand die traditionelle Pressekonferenz der EBU mit dem gastgebenen Sender BBC statt. Auf dem Podium saen Martin sterdahl von der EBU und Martin Green von der BBC.

Die Inhalte dieser Pressekonferenz lassen sich leider recht schnell zusammenfassen. Der vermutlich kritischste Punkt, die Zusammenarbeit mit der Plattform TikTok wurde relativ kurz abgehandelt. Angesichts der zunehmenden internationalen Kritik an der chinesischen Plattform auch seitens mehrerer westlicher Regierungen, werde die EBU ihren Sponsoring-Vertrag mit TikTok jhrlich kritisch berprfen. Weitere Fragen wurden nicht dazu gestellt, auch nicht, ob es bereits erste Tendenzen bei einer Entscheidungsfindung gibt.

Hinsichtlich der Backing-Vocals fhrte Martin sterdahl aus, dass die in Rotterdam getroffene Entscheidung, vorher aufgenommene Backingvocals zu verwenden, in Teilen weiterbestehen wird. Backingvocals, die nur Harmonien singen, sind als “recorded” zugelassen, sofern sie eine “Leadfunktion” bernehmen, mssen sie live sein, entweder backstage oder sichtbar auf der Bhne.

Auch die Abstimmungsneuerung durch eine Ergnzung durch ein “Rest of the World”-Voting wurde angesprochen. Hier wurde noch einmal besttigt, dass es sich fr diese Lnder um eine Abstimmung ber eine Pay-App handelt und das einige Lnder aufgrund von Sanktionen, wie z.B. Russland, davon ausgeschlossen sind.

Die Kosten des Eurovision Song Contest werden aktuell zusammengestellt und werden von der BBC nach dem Wettbewerb verffentlicht. Es lsst sich aber nach Auskunft der BBC bereits sagen, dass die Einnahmen der Stadt Liverpool durch den ESC die Ausgaben um ein Mehrfaches berschreiten werden. Darber sei man ausgesprochen glcklich.Die Finanzierung des Wettbewerbs kommt von der britischen Regierung, der Stadt Liverpool, der Region Liverpool und mehreren privaten Sponsoren.

Die stark kritisierte Entscheidung, den Zugang zu den Proben fr die Medien stark einzuschrnken und die Einzelpressekonferenzen abzuschaffen, hat nach sterdahl vor allem finanzielle Grnde (das Pressezentrum lsst sich in der Form frherer Jahre nicht mehr finanzieren) und hinsichtlich der Proben primr den Schutz der Knstler als Grund. In der Vergangenheit seien whrend der Proben extrem viel negative Dinge ber Fehler in den Proben berichtet worden, die vor allem junge Knstler und Knstlerinnen auerordentlich verletzt und verunsichert htten. Die Knstler sollen daher mit dieser neuen Entscheidung geschtzt werden.

Auch zu den ESC-Ablegern in Kanada und den USA wurden Fragen gestellt. Aus Kanada gibt es keine Neuigkeiten, die Plne wurden verschoben. Auch aus den USA keine guten Nachrichten: NBS hat die Fortsetzung des amerikanischen Ablegers endgltig eingestellt. Nun soll ein neuer Partnersender gefunden werden.

Soweit das Wichtigeste aus der diesjhrigen EBU-Pressekonferenz.