Noch 19 Tage bis zum Eurovision Song Contest 2024

Im Forum Kopenhagen berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Kopenhagen.


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04.05.2014 15:32 Klaus Woryna
Dänische PK

Ganz Chefdiplomat und warmherziger Gastgeber, so präsentierte sich ein gut gelaunter Basim in seiner Pressekonferenz. Auf die Frage, wer denn sein Wettbewerbsfavorit sei, antwortete er, dass er sich über jeden Beitrag freue und alle Gäste in Kopenhagen herzlich willkommen seien und er allen Beiträgen des Beste wünsche. Sichtlich war ihm der Respekt vor der Großveranstaltung anzumerken und der enorme Druck, der auf ihm aus der dänischen Öffentlichkeit lastet. Die so eurovisionsfanatischen Dänen erwarten von ihm nichts weniger als die Wiederholung des tollen Ergebnisses des Heimcontests 2001. Basim ist sich dessen bewusst, vertraut aber auch auf seine Casting-Show-Erfahrung, auch da er lernen müssen, mit Druck umzugehen. eine gewisse Demut vor dem ESC und den Konkurrenten und ansteckende Fröhlichkeit zugleich, das konnte der sympathische Sänger geschickt herüberbringen, der ja auch von so vielen Werbeplakaten in der Kopenhagener Innenstadt prangt.

Foto: Sigi Doppler




04.05.2014 14:42 Reinhard Ehret
Italiens erste Probe

Emma Marrone, deren energiegeladener Rocksong sicher nicht nur Freunde hat, absolvierte ihren ersten Probentag, als ob sie auf der Kopenhagener Bühne zu Hause wäre. Im ersten Durchlauf trug sie noch eine coole gelb-blaue Lederjacke, derer sie sich anschließend entledigte, denn ihr viermalig ausprobierter Auftritt kostete Kraft und strengte an. Er enthielt durchaus die eine oder andere Leibesübung, insbesondere einen Teil nach zweieinhalb Minuten, in dem sie über die Bühne robbte. Mit Headset ausgerüstet, hätte sie sich dabei mit zwei Händen abstützen können – das Handmikro erschwerte die Sache. Überhaupt war sie heute sehr viel auf der Bühne unterwegs, sang dabei – bis auf eine winzige Unsicherheit – absolut stark und perfekt. Man mag sich darüber streiten, ob „La mia città“ eine abwechslungsreichere Melodie bräuchte oder ganau so stimmig ist, aber ein gleichzeitig cooles wie helles und modernes Bühnensetting unterstreicht den selbstbewussten Schwung Emmas, der zum Ende des Vortrags einen netten pyrotechnischen Effekt erhält. Gleichzeitig meint man, es fielen weiße Jalousien die Bühnenwand herunter – und das hat was.

Foto:EBU




04.05.2014 14:22 Frank Albers
Frankreichs Pressekonferenz mit vielen Überraschungen

Das "Meet & Greet" der Franzosen war eine höchst unterhaltsame Performance. Es gab ein rasantes Beatbox-Konzert mit diversen Variationen von "Moustache" und andere Rap- und Improvisationseinlagen. Die Gruppe hat übrigens "Moustache" als Titel gewählt, weil man unbedingt auf Französisch singen aber gleichzeitig einen Titel haben wollte, der international verständlich ist und mit dem jeder bestimmte Assoziationen hat.
Einer der Zwillinge, Laurant (mit der Turmfrisur), überraschte mit der Information, dass er nebenher Romanautor ist. Sein erster Roman handelt von den Lebensbedingungen algerischer Einwanderer in Frankreich. Sein zweiter Roman zu einem ähnlichen Thema sei in Vorbereitung. Überhaupt gaben die drei Jungs von TwinTwin eine sehr kluge Pressekonferenz. Wer befürchtet hatte, mit TwinTwin drei stumpfe Komödianten vor der Nase zu haben wurde äußerst positiv überrascht. TwinTwin sind drei sehr gebildete und reflektierte Männer, die ganz genau wissen was sie wollen und tun. Den Spaß vergessen sie darüber dennoch nicht.
Für ihre Bühnenperformance versprachen sie, bis zum Finale noch ein paar Überraschungen vorzubereiten.

(Foto: Sigi Doppler)



04.05.2014 13:33 Frank Albers
Mollys umschwärmte Pressekonferenz für Großbritannien

Molly wurde bei der britischen Pressekonferenz sehr umschwärmt, vor allem von den britischen und irischen Fans und Journalisten. Viele Freunde des ESC hoffen, dass Molly den Contest wieder zu einer coolen Angelegenheit in Großbritannien und auch in Irland machen kann. Die BBC hatte für dieses Jahr begonnen, neue Pläne zu schmieden, um beim ESC endlich wieder erfolgreicher zu werden. Auf jeden Fall will man in diesem Jahr ein jüngeres Publikum für den ESC in Großbritannien begeistern, wobei der Delegationsleiter betonte, dass der ESC immer sehr populär bei Jugendlichen in Großbritannien war und ist. Man will es in diesem Jahr nur noch weiter stärken. Nach dem ESC in Kopenhagen wird man sich bei der BBC in London zusammensetzen, um zu überlegen, wohin man das Konzept zur Auswahl des britischen Beitrags entwickeln wird.
Molly fühlte sich sehr wohl bei ihrer ersten Probe auf der großen ESC-Bühne, wird am Samstag ein anderes Kostüm tragen aber die Bühneninszenierung wäre bereits nahezu perfekt. Molly wird hier in Kopenhagen von viel Sympathie getragen und die Briten haben große Hoffnungen, dass es endlich mal wieder eine Top5-Platzierung für die Popnation gibt.

(Foto: Sigi Doppler)



04.05.2014 13:26 Reinhard Ehret
Meet & Greet von Elaiza

Reizend und sichtlich freudig gestimmt erschienen die drei Elaizas - in Begleitung des deutschen Delegationsleiters Torsten Amarell (NDR) zum ersten Mal vor den Kopenhagener Akkreditierten. Große Neuigkeiten erfuhren wir nicht. Ela erzählte einmal mehr die Geschichte ihrer ukrainisch-polnischen Wurzeln und von der Entstehung der Band. Torsten Amarell informierte die Anwesenden über die "Zero-to-hero"-Story von der YouTube-Aktion über das Clubkonzert bis zum Kölner Sieg der drei sympathischen Musikerinnen - nur für den Fall, dass der Eine oder Andere darüber noch nicht Bescheid wusste. Er stellte in Aussicht, dass am Auftritt noch weiter gearbeitet würde, was sicher schon am Dienstag erkennbar sein werde. Das Interesse war sehr groß, die Foto- und Autogrammwünsche musste man schließlich abbrechen, damit das Programm weitergehen konnte. Die Elaizas hinterließen einen wirklich sehr guten Eindruck und sind sichtlich froh und begeistert von dieser tollen Chance, ihre Musik vor einem riesigen europäischen Publikum spielen zu können. Das war ihre Hauptaussage, bei der sie immer besonders freudige Gesichter bekommen. Sie sangen einige Zeilen sowohl aus "Is It Right" als auch aus dem Vorentscheidungsbeitrag "Fight Against Myself" und ernteten jubelnden Beifall.

Foto: Sigi Doppler



04.05.2014 12:47 Klaus Woryna
Dänemarks erste Probe

Der Sieg 2014 wird nur ueber Daenemark fuehren. Elegante coole schwarze Anzuege, rote Fliege zum weissen Hemd, schick und laessig zugleich absolvierte Basim seine Proben. Gute Laune pur, geschickte Kamerafuehrungen, die bewusst das dann ekstatisch tobende Publikum einfangen sollen, dazu der sofort ins Ohr gehende Refrain, die Halle wird stehen, was sich erfahrungsgemaess dann auch in einen Punktregen umsetzen lassen kann, wie schon 2001, als die Daenen ihren Heimvorteil perfekt ausnutzen konnten. Hier stimmt bei der ersten Probe schon vieles, von den Tanzschritten bis zur Kamerafuehrung und dem Licht. Basim nutzt mit seinen beschwingten Taenzern auch die gesamte Buehne aus. Allerdings sah man Basim seine Aufregung und seinen Respekt vor der grossen Arena auch an, denn allzu oft stand er mit eingerollten Schultern da, aber die Koerperhaltung eines selbstbewussten Siegers muss man ja auch nicht schon in der ersten Probe draufhaben. Sicherlich wird die gesamte Halle auch den Refrain mitjohlen denn die Textzeilen "Skuba duba dab dab didi daj" sind in der Stadt plakatiert und unweigerlich ertappt man sich selber bei Mittraellern. Auch das daenische Fernsehen und die Radiosender berichten ausfuehrlich ueber den ESC und vor allem auch ueber Basim. Hoffentlich kann der junge Saenger diesen enormen Druck auch wegstecken.

(Foto backstage: EBU)



04.05.2014 12:40 Klaus Woryna
Frankreich probt

Erste Kameraaufnahme und schon nackte Haut - Frankreichs Auftritt beginnt gleich mit Aufnahmen des nackten Oberkoerpers des dunkelhaeutigen Backgroundsaengers, der mit wilden Gesichtsmalereien neben einem wildgelockten Gitarristen in Hot-Pants, einem kurzgewandeten Girl und einem weiteren wie ein Tennisspieler aussehenden Taenzer zusammen mit dem Frontsaenger, der seine steil in die Luft gefoehnte Haartolle praesentierte, gutgelaunt ueber die Buehne tobte. Hier gab es von Beginn an gute Laune und einen lockeren Interpreten. Strahlend grinsen alle in die Kameras. Dass es sich um einen humoristisch angelegten Beitrag handeln soll, wird man hier auch ohne Hinweis eines Kommentators sofort merken. Schnurrbaerte auf den Projektionsflaechen unterstreichen den Titel, die franzoesische Delegation freut sich.

(Foto Backstage: EBU)



04.05.2014 12:02 Frank Albers
Britische Probe: Ein Clubkonzert

Der Auftritt des Vereinigten Königreichs wird als kleines Popkonzert inszeniert. Molly steht vor ihrer Begleitband mit Schlagzeug und das Setting wirkt anfangs wie bei einem Clubkonzert, bis dann am Ende das unvermeidliche Feuerwerk ausbricht (Pyro-Einlagen versetzen einige Fans hier im Pressezentrum regelmäßig in Extase, warum auch immer) und aus dem kleinen Clubkonzert die große Show wird. Mollys markante Stimme kommt selbst aus den etwas schwächlichen Boxen des Pressezentrums gut rüber. Ihr Outfit, dass sie ind er Probe trug ist natürlich noch nicht das Original.
Viele bewerten Großbritanniens Beitrag als einzigen wirklichen Popsong dieses ESC-Jahrganges, der auch von den mesiten internationalen Radiostationen gespielt werden könnte. Bei den britischen Fans und Journalisten kommt Molly auf jeden Fall sehr gut an, nun muss nur noch Europa sich für die "Children Of The Universe" begeistern, um die Briten aus der tief sitzenden ESC-Ergebniss-Depression zu befreien.

(Foto: EBU)




04.05.2014 11:30 Reinhard Ehret
Elaizas erste Probe!

Heute um 10 Uhr war es endlich soweit: Elaiza hatten ihren ersten Probendurchlauf, den sie gleich für ein vierfaches Durchsingen von „Is It Right“ nutzten. Das Lied hat natürlich von seiner mitreißenden Power nichts verloren, aber von der Inszenierung waren hier die Beobachter nicht über die Maßen begeistert. Der Bühnenhintergrund erscheint zwar lieb, aber beliebig geblümt und enthält lediglich den Logo-Schriftzug der Band als einzige Markanz. Die Bildschnitte klappen (noch) nicht exakt auf den Punkt, die Kameraperspektiven und –fahrten könnten subtiler und origineller sein. Die ganze Inszenierung dient kaum als Unterstützung des bombastischen Songs, dessen starke Bässe über mehrere hundert Meter und eine dicke Mauer bis hierher zu uns ins Pressezentrum drangen, wo der deutsche Beitrag zwei Mal mit ordentlichem Applaus belohnt wurde. Am Ende des Vortrags fallen Luftschlangen zu Boden und machen den musikalischen Höhepunkt feierlich. Leadsängerin Ela wirkte beim ersten Versuch noch ein kleines bisschen unausgeschlafen und tastete sich stimmlich langsam vor, ehe sie bei Durchlauf 4 zu gewohnter Stärke auflief und die Freude am Lied und am Auftritt vollständig zurückgewonnen zu haben schien. Der Harmoniestimmen der beiden anderen Mädels blieben arg im Hintergrund, was als Testlauf möglicherweise gewollt war. Wir vertrauen hier darauf, dass an der Präsentation noch gefeilt wird und haben gleichzeitig keine Zweifel, dass Elaiza einen großartigen Auftritt hinlegen werden. Sie sind auf dem Weg.

(Foto: EBU)




04.05.2014 09:38 Frank Albers
Einen guten und strahlenden Sonntag- morgen aus Kopenhagen

..senden wir Euch. Es ist kaum zu glauben aber die Sonne strahlt auch heute über Kopenhagen und begleitet den ESC nun schon die ganze Woche. Da sieht man über so manch andere Unwegsamkeit in der Organisation doch gerne hinweg.

Heute stehen die ersten Probeb der BIG5 und Dänemarks auf dem Programm, allerdings zunächst wieder hinter vesrchlossenen Türen, so dass wir die Proben nur auf den Videowänden mitverfolgen können. Elaiza sind um 10 Uhr als erste dran. Es folgen Großbritannien, Frankreich, Dänemark und nach der Mittagspause Italien und Spanien. Mit den Meet & Greets geht es dann heute Mittag um 12 Uhr mit Deutschland los. Die anderen folgen bis zum Abend.

Wir müssen uns dann sehr beeilen, denn um 18 Uhr steht der große Empfang auf dem Roten Teppich auf dem Rathausplatz an. Die Dänen versprechen ein elegantes Spektakel. Wir werden Euch berichten.

Habt einen rundum schönen ESC-Sonntag.


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