Im Forum Wien berichten einige OGAE Mitglieder von ihren Eindrücken vor Ort aus Wien.


Alle Videos findet ihr auch im Video-Blog Wien


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18.05.2015 18:28 Reinhard Ehret
Die erste Semifinalprobe ist glaufen

Gerade konnten wir die erste Generalprobe des ersten Halbfinales in einer prall gefüllten Wiener Stadthalle bewundern. Wer auf schicke Interval-Acts wartet, wird enttäuscht sein. Nichts dergleichen hat sich der ORF einfallen lassen, bis auf zwei mehr oder weniger heitere Überbrückungsfilmchen. Allerdings ist der Show-Auftakt ein echtes Spektakel und eine verdiente Huldigung Conchitas, die ihr Siegerlied vom vergangenen Jahr schmettert und in einem förmlichen Triumphmarsch von der Grand-Prix-Bühne zum rückwärtigen Greenroombereich schreitet. Auf ihre Zwischenmoderationen dürfen wir uns aber wirklich schon sehr freuen, denn schon heute erwies sie sich als eine herrliche Fragestellerin, die sich auch ein wenig selbst inszeniert und mit den Gästen äußerst putzig schäkert. Kaum ein Wettbewerbsauftritt hat uns überrascht – außer, dass die Mazedonier ein bisschen anders tanzen und der Rumäne etwas Schwarzes trug. Sie Songs klappten alle prima, die Moderatorinnen Arabella Kiesbauer, Mirjam Weichselbraun und Alice Tumler (Foto, v.l.) erledigten ihre Aufgabe ordentlich. Manche dramaturgischen Übergänge müssen noch geübt werden und brauchten neue Ansätze, gegen Ende klappten die Einblendungen der Gewinner noch nicht geschmeidig – aber das wird sicher noch perfekt. Fazit: Eine unspektakuläre, aber professionell tadellose Show.

(Foto: Sigi Doppler)




18.05.2015 13:26 Frank Albers
Servus vom 9. Probentag aus Wien

Gestern wurde der Eurovision Song Contest offiziell im Rathaus der Stadt Wien eröffnet. Alle Delegationen flanierten dazu vom Burgtheater über den 200 m langen Roten Teppich unter dem Jubel hunderter Fans hinüber zum Rathaus. Natürlich war auch Ann Sophie dabei (Foto), die eine glänzende und sehr elegante Figur abgab.

Heute wird es erstmals richtig ernst für die Teilnehmer des ersten Halbfinals, denn heute Abend steht das Juryfinale auf dem Programm. D.h. kurz vor Mitternacht wird das Juryergebniss und damit die Hälfte des Ergebnisses des ersten Halbfinals bereits feststehen. Bekannt gegeben wird das Juryergebnis aber natürlich noch nicht.
Heute Nachmittag findet dazu ab 15 Uhr die erste Durchlaufprobe statt. Selbstverständlich werden wir Euch bei uns im Forum Wien darüber aktuell berichten.

Beste Grüße aus der Wiener Stadthalle,
Euer OGAE-Team



17.05.2015 17:53 Karl Jakob
Franks Nachtgedanken am 17. Mai 2015 mit Reinhard



(Kamera: Karl JAKOB)



17.05.2015 16:14 Frank Albers
"Pop meets Opera" in der Staatsoper Wien

Ein weiteres unübertreffliches Highlight gab es heute in der seit Wochen ausverkauften Wiener Staatsoper zu bejubeln: „Pop Meets Opera“. Neben hochdekorierten Stars des Wiener Opernensemble trieb insbesondere Weltstar Diego Flores bei seiner wuchtvoll, temperamentvoll und schlichtweg perfekten Interpretation des Operettenklassikers „Dein ist mein ganzes Herz“ den Zuschauern nicht nur die Tränen ins Gesicht, sondern sorgte für stehende Ovationen in der Oper. Als er dann getreu dem Motto der Konzertmatinee zur Gitarre griff und „Besame mucho“ oder „Granada“ nur von sich selbst begleitet so gefühlvoll und mitreißend, wie selten gehört, darbot, hielt es wiederum keinen mehr auf seinem Platz und im Nachhinein hörte man nur Worte wie „schlichtweg wunderbar, sensationell, unglaublich, ein traumhaftes Erlebnis“, die eigentlich alle nur unzureichend diesen musikalischen Genuß beschreiben konnten. Aber, und das war die eigentliche Sensation, auch vier ESC-Teilnehmer nahmen teil und können für ihren Mut, sich zusammen mit Weltklassestars der Klassikszene, auf der Bühne zu stehen, nicht genug geachtet werden. Wenn man dann auch noch sah, wie begeistert alle ESC-Teilnehmer an dem Konzert teilnahmen, wieviel Mühe sie sich gaben und wie achtungsvoll sie von den Musikern der Wiener Philharmoniker und den Klassikweltstars aufgenommen wurden, dann spricht dies Bände. Als erste bot Molly Sterling aus Irland, nach der Sopranistin Aida Garifullina auftretend, ganz ruhig und schier unbeeindruckt von der ungewohnten Kulisse ihren selbstgeschriebenen Titel „Build Fireworks Again“ dar – eine ruhige Klavierballade, die sie sicher, stillsicher und stimmsicher vortrug. John Karayiannis aus Zypern konnte offensichtlich sein Glück nicht fassen. Er, der sich durch eine Castingshow in Zypern zum Sieg gesungen hatte, stand nun im feinen Zwirn auf der weltbekannten Staatsopernbühne zu Wien und Mitglieder der renommierten Wiener Philharmoniker, die bekanntlich nicht mit jedem auftreten, begleiteten ihn bei einer kammerorchestral inszenierten Version von „One Thing I Should Have Done“. Großer Applaus war ihm sicher und ganz bestimmt hätte diese rein sich auf die außergewöhnliche Stimme von John konzentrierende Version auf der großen ESC-Bühne etliche weitere Liebhaber gefunden. Ein Raunen ging durch den Zuschauerraum, als ein einem schlichten und schlichtweg atemberaubenden engen schwarzen eleganten Kleid Debrah Scarlett zusammen mit Ketil Morland die Bühne betrat und beide auch ohne visuellen Schnickschnack der ESC-Inszenierung, ebenfalls „nur“ kammerorchestral es schafften, die Mystik und das Gänsehautgefühl von „A Monster Like Me“ auf die Opernbühne zu übertragen. Hatten schon die Kammerorchestermitglieder begeistert bei John diesem Beifall gezollt, steigerte sich dies bei den phänomenalen Norwegern weiterhin. Aber auch Ungarns Boggie, in einem eleganten cremefarbenen Kleid konnte die Stimmung perfekt einfangen und unterstützt von einem Kinder- und Jugendchor tosenden Applaus für sich und ihren Vortrag entgegen nehmen. Die aus den Neujahrskonzerten weltberühmte österreichische Moderatorin Barbara Rett, die in einem glitzernden blauen Kleid souverän zweisprachig durch das Programm führte, wies darauf hin, dass auch die Opernwelt Glitzer habe, diesen und Stimmkraft, eine Botschaft und Eleganz vereinbare ja auch ein Interpret, der wie Phönix aus der Asche gestiegen sei: Conchita Wurst. In einem taubenblauen fließenden Outfit schmetterte sie gewohnt makellos hnreißend „Rise Like A Phoenix“ und riß zu wahren Begeisterungsstürmen mit. In einem unverwechselbaren Conchita-Interview betonte sie auf offener Bühne, dass die von ihr soeben dargebotene kammerorchestrale Version eigentlich ihre Lieblingsversion sei, da sie so pur und rein sei und schlichtweg „live live“. Wieder einmal bezauberte Conchita durch kluge, witzige und zugleich der Oper ehrerbietende Worte. Zum Finale wurden alle Mitwirkenden auf die Bühne geboten und durften, was aufgrund des tobenden Beifalls wiederholt werden musste, das Trinklied aus Verdis „La Traviata“ zum Besten geben. Boggie, Morland und Debrah Scarlett sangen ebenso wie John textsicher auf Italienisch mit und es war wunderbar anzusehen, wie Debrah mit den anderen Musiker flirtete, Morland von den Klassiksängerinnen angeschmachtet wurde und zunächst den eher in ein Sportstadion passenden coolen Wikinger gab, aber schnell dem Charme der Damen erlag oder wie ehrfurchtsvoll John immer wieder sich offensichtlich zwickte und ungläubig sich wohl selber fragte, ob das alles wahr sei, was er gerade mitmache. Alle – ohne Ausnahme – wurden von den Weltstars an der Hand genommen und zur aus der Klassikwelt bekannten Gruppenverbeugung geführt – die Gespräche und die offenbar auf Augenhöhe geführten Konversationen zwischen den Klassikweltstars und John oder den Norwegern oder auch Boggie waren schön anzusehen und wirkten weder aufgesetzt. Hier trafen sich Musiker aus verschiedenen Welten, die einander das entgegenbringen, was auch der ESC vermittelt: wechselseitiger Respekt für und Achtung vor jedem, der mit Leidenschaft und Können auftritt. Barbara Rett zitierte den Chefintendanten der Wiener Staatsoper: Brückenschlagen ist immer besser als Wände hochzuziehen. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und so bedauerten alle, dass dieser einzigartige Augen- und Ohrenschmaus der so besonderen Art schon nach wie im Fluge vergangenen 1 ½ Stunden vorbei war. Wer dies selber miterleben will, sei auf die Fernsehaufzeichnungen des ORF verwiesen. (Klaus Woryna)

(Foto: Wolfgang Grube)



17.05.2015 15:34 Stefan Ball
Pressekonferenz Großbritannien: Spaß!

Die Briten finden, dass sie für den Song Contest 2015 genau das richtige Lied ausgewählt haben. Electro Swing ist jetzt zwar nicht gerade ein weit verbreiteter Musikstil beim Song Contest, aber heuer der 60. Geburtstag gefeiert wird, ist ein Partylied genau das richtige und Still In Love With You ist eben ein fröhlicher Partysong. Electro Velvet hatte auch woanders schon Spaß mit ihrem Lied. Alex ist Musiklehrer und an seiner Schule haben sie mit den lieben Kleinen und vielen Fahnen eine Eurovisions-Musikveranstaltung abgehalten. Es größere Leute trafen sie bei der Aufzeichnung des 60-Jahre-Sendung in London im März. Und alle Eurovisionsteilnehmer, die sie dort getroffen haben, haben ihnen ein- und denselben Rat gegeben. Habt Spaß! Und den haben hier mit ihrem Lied sicherlich.



17.05.2015 15:10 Markus Herrmann
Pressekonferenz Spanien: Der Tiger im Tank

Von Anfang bis zum Ende war die spanische Pressekonferenz vom Charme und Witz der Sängerin Edurne geprägt. Sie genieße jede Minute auf der Bühne und sei im Großen und Ganzen mit ihrem Auftritt sehr zufrieden. Es gelte zwar bis Mittwoch noch die ein oder andere Veränderung vorzunehmen, aber da versprach sie einen perfekten Auftritt darzubieten. Edurne, welche von der Moderatorin der Pressekonferenz als spanische Michelle Hunziker betitelt wurde, sei eine vielseitige Künstlerin. Sie ist nicht nur Sängerin, sondern ist in Spanien auch als Schauspielerin und Moderatorin bekannt. Ihr Herz schlage aber eindeutig für die Musik, und darum sei sie auch schon seit ihrem 9. Lebensjahr als Sängerin auf der Bühne aktiv. Vor der großen LED Wand hier in der Wiener Stadthalle fühle sie sich bei ihrem Auftritt wie ein Tiger, der heldenhaft den Kampf gewinnt. Dabei handele es sich um einen Kampf mit den Gefühlen, aus dem sie nach 3 Minuten als Siegerin hervorgeht. Besonders stolz sei sie, den Beitrag auf spanisch zu präsentieren, womit sie frei nach dem diesjährigen ESC Motto eine Brücke bauen will und ein jeder die Musik fühlen solle.

(Foto: Markus Herrmann)



17.05.2015 15:07 Reinhard Ehret
Sympathische Ann Sophie

Ann Sophie hat heute definitiv sehr gut punkten können. Ihre Pressekonferenz kann als voller Erfolg gewertet werden, denn sie zeigte sich locker, gelöst, professionell und schlagfertig. Sie ist sehr zufrieden mit allem und freut sich ganz offensichtlich auf das Abenteuer Eurovision. Natürlich hat man sie noch mal auf den ungewöhnlichen Ausgang der deutschen Vorentscheidung angesprochen und gefragt, ob sie denn nun eher an das Glück oder an Schicksal glaube. Sie bejahte Letzteres, bekannte aber, sie schätze sich glücklich, diese besondere ESC-Erfahrung machen zu dürfen. Ann Sophie entpuppte sich als künstlerisches Multitalent – insbesondere stieß auf Interesse, dass sie kürzlich ein Kinderbuch geschrieben hat, auf dessen baldige Veröffentlichung sie hoffe. Sie mache nach dem Contest sicher eine kleine Tour, völlig unabhängig von ihrem Abschneiden, und wolle dann in die Welt der Kreativität abtauchen und schauen, wohin sie das führe. Die Anwesenden bekamen – nach einer gesungenen Reverenz an die von ihr hoch verehrten Beyoncé – natürlich auch eine Livedarbietung von „Black Smoke“ mit stilvoller Gitarrenbegleitung. In das Lied, so sagte sie, habe sie sich sofort verliebt und fühle sich auf eine besondere Weise mit ihm verbunden. Die gut besuchte und rundum sympathische Pressekonferenz war, nach ihrem allseits bestaunten Relaunch der Song-Inszenierung, ein toller Auftakt Ann Sophies.

(Foto: Sigi Doppler)




17.05.2015 14:36 Roland Berger
Probe Australien

Zum Abschluss der heutigen Proben folgte die Premiere Australiens. Zum ersten Mal in der Geschichte des Contests vertritt ein Sänger den 5. Kontinent beim ESC. Guy Sebastian, mit Hut, blauem Sakko und heller Hose bekleidet, steht mit vier Tänzer/Backgoundsängern auf der Bühne. Ein paar Straßenlaternen dienen als Requisite und stellen im groben Ansatz eine Straße dar, die sich zeitweise virtuell auf der Videoleinwand fortsetzt. An Licht- und Videoeffekten wird hier nicht gespart. Gesang und Choreografie sind stimmig. Insgesamt wirkt der Auftritt sehr professionell.

(Foto: EBU)



17.05.2015 13:53 Jörg Woitzik
Probe Frankreich

In dunkler Atmosphäre begann Lisa Angell ihre erste Probe. Am Mikrofon stehend trug sie ein dunkelblaues Kleid mit Ärmeln in Spitze. Im Hintergrund hatte sie eine vom Krieg zerstörte Stadt an der LED Wand, wo zu Beginn des Refrains weiße Tauben aufflogen. Da ihr Lied vom Leid und der Zerstörung im ersten Weltkrieg handelt, wurde es auf diese Weise gut umgesetzt. Nach einem virtuellen Regen tauchten vier Trommler auf der Bühne hinter ihr auf, denen an der LED Wand eine ganze Armee von marschierenden Trommlern folgte. Während die vier Trommler auf der Bühne blieben, verschwand die Armee im Hintergrund und die zerstörte Stadt blühte grün auf, wodurch der Wiederaufbau dargestellt wurde. Lisa sang tadellos und ihrem Auftritt folgte viel Beifall im Pressezentrum.

(Foto: EBU)



17.05.2015 13:49 Stefan Ball
Pressekonferenz Gastgeber

Die österreichische Pressekonferenz bestritt das Trio recht lässig. Mit der Probe waren die drei weitgehend zufrieden. An der Ausleuchtung sind aber noch Änderungen notwendig, da diese noch nicht ihren Vorstellungen entspricht. Die Teilnahme im eigenen Land ist freilich eine Ehre, auch wenn ihnen Conchita trotz kleiner Füße große Fußstapfen hinterlassen hat. Aber sie tragen ja auch Bart zu langen Haaren, da kann es doch nicht so schlimm werden. Sie schwärmten auch noch von ihrer Einladung von Jon Bon Jovi. Ihre Inspiration holen sie sich aus ihrer Freundschaft, sie arbeiten aber vor allem mit einem großartigen Produzenten zusammen. Das Klavier brennt, weil es einfach cool ist, genauso finden sie ihren Bandnamen einfach cool. Gleiches gilt seitens Dodos für seinen Hut und allgemein mag er Sänger mit Hut. Den Song Contest betrachten Sie nicht als Konkurrenz, sondern verglichen es eher mit einem Musikfestival. Einfach Big Party. Sie verrieten trotzdem, dass ihnen Italien und Australien gefallen. Der Unterschied zwischen Australia und Austria sind die in den Alpen nicht herumhüpfenden Kängurus, hier geht es aber nicht um Unterschiede, sondern darum, Brücken zu bauen. Wenn es aufgrund der (englischen) Namensgleichheit aber ein paar Anrufe mehr für sie gibt, wär das auch nicht schlimm. Nach dem Song Contest geht es im Juni gleich einmal auf Tournee, das neue Album ist bereits erschienen.


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