Deutschland Meet & Greet: Deutschland macht die Presse froh

13. Mai 2021 Reinhard Ehret

Was er auf der AHOY-Bühne heute spätnachmittags begonnen hat, fand nun am frühen Abend bei seiner ersten Begegnung mit den Akkreditierten seine fröhliche Fortsetzung. Jendrik riss die Anwesenden förmlich mit, erzählte die uns bereits bekannte Genese seines Songs und seines Videos – und natürlich die Phase der etwas unkonventionellen Bewerbung beim NDR, als er den Link dafür nicht finden konnte, dann aber auf Instagram angeschrieben wurde.

Jendriks Message, nicht zurückzuhassen, wo einem Hass entgegenschlägt, wusste er auf eine unverkrampfte und frohe Art und Weise in superschnellem Englisch rüberzubringen. Zwar fehle ihm die persönliche Begegnung mit anderen Künstlern und Freunden des Contests, aber seine sonstigen Erwartungen seien in Rotterdam nicht nur erfüllt, sondern übertroffen worden. In großer Liebe sprach er von seinen ballettierenden Mitstreiterinnen, die allesamt ausgebildete Tänzerinnen und Sängerinnen seien, zuweilen aber (weil beispielsweise im Fingerkostüm befindlich) zum Stummsein verbannt wurden. So entstand eine herrlich positive Stimmung beim Meet & Greet, das ihm bei den internationalen Beobachtern sicher Sympathiepunkte einbrachte. Das war ganz sicher ein perfekt gelungener erster Aktionstag Jendriks beim Song Contest. So kann’s weitergehen.

Fotos: Reinhard Ehret

Italien Meet & Greet: Eloquent-elegante Strassenrocker

13. Mai 2021 Frank Albers

Zunächst einmal fiel das sehr gute Englisch der gesamten italienischen Delegation auf, incl. aller Måneskin-Miglieder: Bassistin Victoria de Angelis, Schlagzeuger Ethan Torchio, Sänger Damiano David  und Gitarrist  Thomas Raggi. Das war bei italienischen Teilnehmern in der Vergangenheit nicht oft der Fall, was Pressekonferenzen gelegentlich recht schwerfällig werden ließ. Das genaue Gegeteil ist dieses Jahr der Fall.

Måneskin begann ihre Bandkarriere auf den Straßen von Rom, von dort gelangten sie zur italienischen Ausgabe von X-faktor, wo sie Zweite wurden, weiter ging es zum Sanremo-Festival und es endete beim ESC, als aktuellem Höhepunkt. Rockmusik sei nicht sehr populär in Italien und somit war auch für sie selbst die Überraschung sehr groß, dass sie Sanremo gewinnen konnten. Entsprechend waren auch die Reaktionen in den italienischen Medien und bei einem Großteil des Publikums, die ihren Sieg vollkommen erstaunt gegenüber standen. Nun sind sie stolz beim Eurovision Song Contest zu sein, der größten Bühne, die sie je betreten haben. Zudem freuen sie sich, endlich wieder vor Livepublikum spielen zu können, das erste Mal seit zwei Jahren. Als erste Rockband Italien vertreten zu dürfen macht sie sehr stolz und es ist ihnen daher auch sehr wichtig auf Italienisch zu singen, und nicht auf Englisch.

Ihren ungewöhnlichen Bandnamen Måneskin haben sie von ihrer dänischen Bassistin erhalten. Es war eine spontane Idee, als sie für einen Wettbewerb kurzfristig einen Namen brauchten. Victoria sollte ein paar coole Wörter auf Dänisch sagen, und von denen wurde Måneskin ausgesucht, erst nur als schnelles Provisorium, aber der Name blieb.
Alle vier Bandmitglieder sind Fans von Marco Mengoni (ESC 2013) und über ihn sind sie auch auf den ESC aufmerksam geworden.

Fotos: Frank Albers

Deutschland Probe 1: Ausbund an Lebensfreude

13. Mai 2021 Reinhard Ehret

Na, das kann sich doch wirklich sehen lassen. Ob es den Stinkefinger, der inzwischen zum Peace-Zeichen geworden ist, unbedingt braucht, könnte man durchaus in Zweifel ziehen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Jendrik heute eine tolle erste Probe aufs Parkett gelegt hat. Die Inszenierung ist weder überambitioniert noch langweilig; sie ist bunt und schwungvoll, hat sehr schöne Hintergrund- und Bühnenboden-Effekte und lebt von der großartigen Laune und Lebensfreude des Interpreten und seiner Truppe. Jendrik strahlt und freut sich sichtlich, endlich auf der Rotterdamer Bühne stehen zu dürfen. Er zeigt, was er kann: Singen, Tanzen, Ausstrahlen.

Er nutzt die Bühne bestens aus, rast auch frohgemut mit seinem vierköpfigen Ballett auf die Vorbühne und hat heute seine heißdiskutierte Schlussansage auf niederländisch und englisch eingebaut. Das Zuschauen und Mitschwingen macht Spaß. Man kann Jendrik wirklich nur die Daumen drücken, dass hier seine Freude am Auftritt erhalten bleibt – und sich vielleicht sogar noch weiter steigert. Dann muss ihm (und uns) um das Ergebnis nicht bange sein. Gut gemacht, Jendrik!

Italien Probe 1: Nabelschau und beherzte Griffe

13. Mai 2021 Frank Albers

Als erste der BIG5-Nationen probte heute Italien. Die Sanremo-Sieger Måneskin rockten mit „Zitti e buoni“ zum ersten Mal das Ahoy, und es gelang ihnen so wie man es erwarten konnte. Bassistin Victoria de Angelis und Schlagzeuger Ethan Torchio wurden auf einem Podest im Hintergrund  postiert, Sänger Damiano David  und Gitarrist  Thomas Raggi  tobten über den vorderen Teil der Bühne. Damiano sang dabei mit nackten, tätowierten Oberkörper und sparte auch nicht mit einigen angedeuteten Griffen in Richtung Schritt. Verantwortlich für den dänischen Bandnamen Måneskin (Mondschein) ist die aus Dänemark stammende Bassistin.

Gesanglich und atmosphärisch ist der Auftritt sehr überzeugend und sehr professionell. Man spürt, dass diese Band bereits über eine große Erfahrung mit Fernsehauftritten und einen großen Spaß an Liveauftritten hat. Eine volle Halle beim ESC würde die  Måneskin-Rocker vemutlich nicht sonderlich beeindrucken, ein reduziertes Publikum wie in diesem Jahr somit erst recht nicht.
Ein durch und durch überzeugender und – für eine Rockband etwas überraschend – eleganter Auftritt Italiens, auch wenn italienischer Hardrock für viele Zuschauer sicher eher überraschend sein wird.

Fotos: EBU

VINCENT WAS HERE

13. Mai 2021 Reinhard Ehret

Vincent Bueno hat uns hier im Presszentrum besucht – ganz unkompliziert und freundlich. Er schickt schöne Grüße nach Deutschland.

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Video: Reinhard Ehret

Polen Probe 2 & Pressekonferenz: Warschau-Marketing

13. Mai 2021 Frank Albers

Rafals zweite Probe lief, wie bereits die erste Probe am Montag, sehr routiniert und professionell. Aber sein sehr radiotauglicher und gefälliger Popschlager reißt die Beobachter hier im Pressezentrum immer noch nicht wirklich vom Hocker, gerade weil er vielleicht etwas kalt rüberkommt, auch wenn dies durch den 80’s-Neonstyle ja genau beabsichtigt ist. Man fragt sich eher, was an anderen spannenden Musikstilen die Partymetropole Warschau, für die mit den dominanten „Warzawa“-Schriftzügen auf der LED-Wand geworben wird, noch so zu bieten haben könnte.

Andrerseits ist es Rafal anzusehen, dass er für seinen Auftritt brennt und sein „The Ride“ mit voller Leidenschaft auf die Bühne bringt. Aber vielleicht interpretiert es das von Joakim Örvenius, Thomas Karlsson, Clara Rubensson und Johan Mauritzson geschriebene Lied am Ende doch zu gewollt cool, so dass es auf den Zuschauer arrogant wirkt.
„The Ride“ ist eines dieser Lieder, wie es jede Saison im Wettbewerb dabei ist, über das eigentlich nichts negatives zu sagen ist aber das sich durchgehend unterhalb des Warnehmungsradars bewegt. Solide produziert, guter Sänger, routiniertes Staging aber am Charisma fehlt es.

 

Bei der anschließenden Pressekonferenz konnte Rafal Brzozowski seine Moderatoren-Qualitäten voll ausspielen, eloquent und selbstbewusst manövrierte er durch die 20 Minuten, und ließ sich auch durch die doch recht übersichtliche Zahl an Besuchern nicht irritieren. Er berichtete von seiner Karriere als Ringer, aber da es zum ganz großen Erfolg nicht reichte, beschloss er als Bühnenkünstler zu Ruhm zu kommen. Was ihm, wie er glaubt, besser gelang als als Sportler.
Zudem sprach er recht ausführlich über die Gesangstechnik bei „The Ride“ und wieviel Konzentration es ihn kostet Atmen, Singen und das präzise Einhalten der Schritte in Einklang zu halten. Zudem bewundert er seine Tänzer, die während der Proben bei drei Durchläufen direkt hintereinander extrem gefordert sind. Ein Tänzer sagte dann auch, dass er nach der Probe fix und fertig gewesen sei.

 

Fotos: EBU und Frank Albers (PK)

GRUSS VON DESTINY

13. Mai 2021 Reinhard Ehret

Top-Favoritin Destiny schaute eben auch mal im Pressezentrum vorbei und schickt einen Gruß nach Deutschland.

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GRUSS VON SENHIT

13. Mai 2021 Reinhard Ehret

Auch Senhit aus San Marino schickt einen Gruß nach Deutschland – und spricht sogar ein bisschen deutsch.

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Video: Reinhard Ehret

GRUSS VON HOOVERPHONIC

13. Mai 2021 Reinhard Ehret

Die belgische Band Hooverphonic grüßt Euch – und bittet natürlich auch um Eure Stimmen.

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Video: Reinhard Ehret

Goedemorgen aus Rotterdam zum 6. Probentag

13. Mai 2021 Frank Albers
Die Sonne strahlt über Rotterdam, zum ersten Mal blauer Himmel, und das am Vatertag. Wir wünschen Euch allen einen entspannten Feiertag.
Auch in den Niederlanden ist heute Feiertag, aber die Arbeit im Pressezentrum geht dennoch weiter. Auch werden die Schlangen am Presseeingang langsam immer länger.
Es erwartet uns heute der längste Probentag mit Malta (als Nachklapp aus dem 1. HF), den Teilnehmern des 2. HF von San Marino bis Serbien und dann ab 15:35 die BIG5 und die Niederlande. Freut Euch also auf Jendriks erste Probe um 16:15 Uhr. Wir sind alles schon sehr gespannt.
Alle Berichte zu den Proben und Pressekonferenzen unseres OGAE-Teams findet Ihr natürlich hier auf ogae.de
Viel Spaß!!