Die Wertung des OGAE-Teams zum Halbfinale 1

18. Mai 2021 Frank Albers

Und natürlich hat auch das Rotterdamer OGAE-Team (online und vor Ort) seinen ganz eigenen und sehr diversen Geschmack.
Ganz subjektiv hier das Ergebnis der Abstimmung innerhalb unseres Teams (Simon, Marc, Sigi, Karl, Biggi, Herbie, Wolfgang, Reinhard, Lothar, Stefan  und Frank) nach der Juryshow:

Dürften wir Jury sein, dies wäre unser Ergebnis für das erste Halbfinale:
1. Malta  96 Punkte
2. Litauen  82
3. Norwegen 65
4. Belgien 56
5. Nordmazedonien  52
6. Zypern  49
7. Russland  46
8. Ukraine  43
9. Schweden  31
10. Slowenien  28

11. Israel  20
12. Irland  20
13. Rumänien  19
14. Australien  10
15. Kroatien  10
16. Aserbaidschan  9

 

Goedemorgen aus Rotterdam zum 1. Halbfinaltag, 18. Mai

18. Mai 2021 Frank Albers

Es ist soweit, die erste ESC-Live-Show seit 2019 erwartet uns heute Abend. Welch ein Fest! Wie sehr die Künstler und Delegationen auf diesen Moment gewartet haben, konnte man hier im Pressezentrum bereits gestern bei der Juryshow und den Generalproben sehen. Vollkommende Euphorie und Begeisterung, nicht nur weil es für viele der erste Auftritt vor Publikum seit Monaten war, sondern auch weil der große Traum vom Eurovision Song Contest endlich wahr wurde.

Wir grüßen Euch heute morgen mit einem 3-D-Druck der Eurovison-Trophäe, die vor dem Hauptbahnhof Rotterdam Centraal aufgestellt wurde. Gedruckt wurde sie aus 100% recyceltem Plastik, das als Abfall aus den Gewässern in und um Rotterdam gefischt wurde.

Freut Euch auf eine tolle Show heute Abend! Willkommen zurück in der magischen Welt des ESC, zu lange mußten wir darauf warten.
Alle Infos, den Live Blog zur gestrigen Juryshow zum Nachlesen und alle aktuellen Informationen findet ihr hier bei uns auf ogae.de

Euer OGAE-Team

Franks Nachtgedanken zum 9. Probentag, 17.5.

17. Mai 2021 Frank Albers
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Halbfinale 1: Die erste Generalprobe setzt emotionale Momente

17. Mai 2021 Frank Albers

Wir haben die erste Generalprobe des ersten Halbfinals am Montagnachmittag in der Halle verfolgen können. Da wir die Juryshow (also die 2. Generalprobe) heute Abend ab 21 Uhr als Live-Blog ausführlichst besprechen werden, jetzt nur ein paar erste Eindrücke aus der Halle.
Das Opening kommt ohne großes Spektakel aus, wobei natürlich noch einmal emotional an den Sieg der Niederlande in Tel Aviv erinnert wurde. Duncan Laurence war natürlich auch live auf der Bühne. Das Moderations-Quartett wirkte sehr entspannt und das Ende der zweijährigen Wartezeit scheint sie regelrecht in eine gelöste Euphorie versetzt zu haben.
Auf die Beiträge werden unsere Blogger Marc und Simon dann heute Abend ab 21 Uhr im Live-Blog ausführlich  eingehen. Als kleines Stimmungsbild nur soviel, dass man sich um Schwedens Tusse etwas Sorgen machen muss. Er ging in der Halle mit seinen „Voices“ ziemlich unter, gleiches galt für Australiens Montaigne, was aber daran gelegen haben mag, dass ihr Video etwas leise in der Halle zu hören war. Warum bei Vasil aus Nord-Mazedonien am Ende der Brustpanzer als heller Scheinwerfer erstrahlt bleibt ebenso rätselhaft wie die neue Mireille-Mathieu-Frisur von Destiny aus Malta. Auffallend aufgrund ihrer inszenierten Schlichtheit und gleichzeitigen musikalischen Klasse sind Hooverphonic aus Belgien.

Das Pausenprogramm wird von Davina Michelle und Thekla Reuten bestritten. In ihrer sehr intensiven Inszenierung „The Power of Water“ thematisieren sie den täglichen Kampf der Niederländer mit dem Wasser und wie sie gelernt haben, das Wasser zu kontrollieren.

Im ersten Teil des Films zu ehemaligen Eurovisionssiegern schauen Sänger wie Jonny Logan, Lenny Kuhr und Ann-Marie David auf ihre Siegauftritte zurück. Spätestens diese Ausschnitte sollten den ESC-Fan zu Emotionen rühren, vor allem bei den ergreifenden Tränen Ann-Marie Davids. Mehr emotionale Nähe geht zu Corona-Zeiten nicht.

Für eine erste Durchlaufprobe lief es eigentlich schon recht rund, hier und da hakte es bei den Umbauten noch ein wenig, aber das wird sich legen. Es wird nach dem ersten Eindruck eine runde Show mit Spannung und Emotionen. Da kann man sich sehr drauf freuen.

Fotos: Reinhard Ehret und Frank Albers

Goedemorgen aus Rotterdam zum 9. Probentag

17. Mai 2021 Frank Albers
Nach einem Tag (Sonntags-)Pause sind wir und der ESC-Zirkus 2021 nun wieder zurück. Und es wird richtig spannend, denn wir werden heute Nachmittag den ersten Komplettdurchlauf mit allen Show- und Moderationselementen des ersten Halbfinals erleben, gefolgt vom „Jury-Halbfinale 1“, nach der die Jury ihre Wertungen abgegeben wird. Das „Jury-Halbfinale“ könnt Ihr ab 21 Uhr bei uns auf ogae.de als Liveblog verfolgen. Unsere Live-Blogger Marc und Simon werden Euch durch den Abend begleiten.
Auch in der Stadt erreichen nach der offiziellen Eröffung auf dem Türkisen Teppich am Sonntagabend die ESC-Feierlichkeiten schrittweise ihren Höhepunkt.
Die Rotterdamer Coundown-Uhr erinnert daran, dass es nun tatsächlich nur noch wenige Tage bis zum großen Finale sind. Die Uhr steht übrigens vor dem Depot Boijmans Van Beuningen, dem neuesten spektakulären Architektur-Projekt der Stadt. Das rundum verspiegelte Gebäude wird im Oktober 2021 eröffnet werden und dann das erste öffentlich zugängliche Kunstdepot der Welt sein.
Nun aber viel Spaß mit dem heutigen Generalprobentag des ersten Halbfinals. Am späteren Nachmittag werden wir Euch bereits bei uns auf ogae.de über erste Eindrücke informieren können.
Euer OGAE-Team
Fotos: Frank Albers

Der Tuerkise Teppich: Die prachtvolle Eroeffnung des ESC 2021

16. Mai 2021 Frank Albers

Nun ist es offiziell: Der Eurovision Song Contest 2021 ist eröffnet. In prachtvoller Garderobe präsentierten sich die Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs auf dem Türkisen Teppich in Rotterdam und zelebrierten die offizielle Eröffnungsfeier.

Am Rotterdamer Cruise Terminal, wo normalerweise die großen Kreuzfahrtschiffe zu ihren Reisen in alle Welt ablegen, flanierten am Sonntagabend die Sängerinnen und Sänger mit ihren Delegationen entlang des Piers. Der Teppich war in diesem Jahr nicht rot sondern türkis, also in der Farbe des Hauptsponsors, der einen ganz besonders engen Bezug zu Schönheit und Glamour hat. Aufgrund des sehr bescheidenen Wetters in Rotterdam in den letzten Tagen hatte man vorsichtshalber ein Glasdach über dem Teppich aufgebaut. Aber die Sonne hatte heute Erbarmen mit dem Contest und hüllte den Teppich und die wunderschönen Delegationen in herrliches Sonnenlicht.

Aufgrund der aktuellen Covid-Bestimmung durften die Rotterdamer Bürger leider nicht zum Teppich kommen, um den Teilnehmern zuzujubeln und sie willkommen zu heißen. Nur eine kleine Gruppe Fotografen und Fernseheams war zugegegen, eingeteilt in kleine corona-sichere Boxen. Auch die Delegationen aus Polen, Island, Rumänien und Malta konnten aufgrund von Covid-Verdachtsfällen in oder in der Umgebung der Delegation nicht am Türkisen Teppich teilnehmen. Sie befinden sich gegenwärtig in Isolation. Als schöne Geste trugen sowohl Senhit an ihrer Krone als auch Jendrik an seiner Jacke Fotos der fehlenden Künstler, um sie so doch teilhaben zu lassen. Die vier ESC-Moderatoren waren aus Covid-Vorsichtsmaßnahmen auch nicht zum Teppich gekommen und grüßten somit nur per Video.

Moderiert wurde der feierliche Umzug von Fenna Ramos und Klaas van Plateringen, die mit allen Teilnehmern kleine Interviews führten, in denen die Sängerinnen und Sänger in ihren Statements in der Regel noch einmal zusammenfassten, was sie in den letzten Tagen auch schon in den PKs erzählt hatten. Aber ein Teppich ist auch nicht für große Inhalte erdacht worden sondern für das große „show off“, und das ist auch gut so. Edle Roben wurden ebenso vorgeführt wie coole Jacken und noch coolere Kopfbedeckungen und wie es sich für eine gescheite Carpet-Moderation gehört wurde dieses von Fenna jeweils mit einem „that’s amaaaazing“ begleitet oder in Fällen besonderer Ekstase mit einem impulsiven „Incrrrredibble“. Das darf bei Veranstaltungen wie diesen nicht fehlen.

Was war ansonsten bemerkenswert? In Erinnerung geblieben ist vor allem James Newman mit seinem Versprechen, dass er dazu beitragen möchte, dass die Briten den ESC wieder ernst nehmen. Er sei stolz, dass seine Delegation dies ohne den geringsten Zweifel täte. Beeindruckend war auch Tschechiens Benny Christo, der weit entfernt davon war, nur ein eindringliches „vooote for meee“ in die Kameras zu rufen, sondern einfach sagt, ruft nur für mich an, wenn Euch mein Lied gefällt. Ruft nicht an, um mir einen Gefallen zu tun. Benny ist auf dem besten Weg, sich hier zu Prince Charming zu entwickeln.

Aber auf dem Teppich sollen die Garderoben und Auftritte wirken, daher lassen wir besser Bilder sprechen:

Fotos: screenshots (Wolfgang Grube u. Karl Jakob) vom EBU live broadcast.

Franks Nachtgedanken zum 8. Probentag, 15. Mai

15. Mai 2021 Frank Albers
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Auch wenn der Mann im Video Anderes behauptet: es ist der 8. Probentag (und nicht der 7.). 🙂
Regie und Schnitt: Reinhard Ehret.

Polen: Positiver Corona-Fall in der Delegation

15. Mai 2021 Frank Albers
Die EBU teilte heute mit, dass während eines Routinetests bei der Ankunft am Ahoy am Samstag (15. Mai) ein Mitglied der polnischen Delegation positiv auf COVID 19 getestet wurde. Die Delegations-Mitglieder waren zuletzt am Donnerstag im Ahoy gewesen, als alle im Besitz eines negativen COVID-19-Tests waren. In Übereinstimmung mit den ESC-Gesundheits- und Sicherheitsprotokoll ist diese Person nun isoliert.
Als Vorsichtsmaßnahme im Vorfeld der Showwoche werden die anderen Mitglieder ihrer Delegation nun einem PCR-Test unterzogen und in Quarantäne gestellt. Infolgedessen wird die polnische Delegation am Sonntag (16. Mai) nicht auf dem „Türkisen Teppich“ auftreten.
Die EBU wird zu gegebener Zeit weitere Updates kommunizieren und sendete die besten Wünsche an die gesamte polnische Delegation. Diesen Wünschen schließt sich OGAE Germany von ganzem Herzen an.
Foto: Reinhard Ehret

Gruss von Benny Cristo (Tschechien)

15. Mai 2021 Reinhard Ehret

Auch Benny Cristo hat schöne Grüße nach Deutschland geschickt – teilweise sogar auf deutsch.

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Spanien Probe 2: Hochton unterm Vollmond

15. Mai 2021 Reinhard Ehret

Man müsste gar nicht so hochtönig schreien. Ob das mal jemand Herrn Cantó gesagt hat? Die Gefahr, beim hohen ?Haahaahaahaa?-Teil zum vermeintlichen Höhepunkt seines Beitrags, marginal neben der vorgesehenen Tonlage zu landen, ist beträchtlich. Das musste Blas in der heutigen Probe feststellen. Außer den im Pressezentrum anwesenden spanischen Akkreditierten haben diese Missklänge auch alle gehört. Allerdings verriet er uns später, dass es nicht zu seinen Stärken gehört, zur Mittagszeit zu singen. Er freue sich, dass der Contest am Abend stattfindet.

Dennoch: Der Spanier schien heute nervöser als bei seiner ersten Probe, was man auch seinem leichten Zittern bei den Naheinstellungen seiner Hände erkennen konnte. Gleichwohl sah er auch heute wieder blendend aus und schmetterte seine Pop-Ballade mit vollem Engagement in die leere AHOY-Halle. Dass das Liebeslied in der Inszenierung mit der übergroßen Mondkugel von sechs Metern Durchmesser – man befürchtet stets, dass sie auf den armen iberischen Barden herniederfallen könnte – die gewünschte emotionale Wirkung beim Jury und Publikum zu erzielen vermag, bezweifeln hier viele.

Sympathisch ist er allemal, nicht zuletzt deshalb, weil es sich um einen leidenschaftlichen Sänger handelt, der nie eine berufliche Alternative – wie er vor der Presse – in Betracht zog. Wenn er nicht singen dürfte, so sagte er, wäre er tot. Das Los entschied, dass Spanien in der ersten Hälfte des Finales antritt.

Probenfotos: EBU / PK-Foto: Reinhard Ehret